Hallo Freunde!
Ich habe gerade ein bisschen im Internet rumgesurft und durch Zufall einen weltweiten Bandbreitenvergleich gefunden.
Er entsetzte mich. Während wir hier in Deutschland mit 32 Mbit/s und 100 Mbit/s rumgurken, bieten Länder wie Lettland, Frankreich, etc. Banbreiten in Höhe von bis zu 1 Gbit/s an.
Der mittlere Durchschnitt der lettischen Download-Geschwindigkeit liegt bei ca. 993,6 Mbit/s der Upload, und das lies mich noch mehr staunen, bei 992,3 Mbit/s.
Die Preise für die o.g. Bandbreiten belaufen sich auf 19,98 Ls (Lats) was umgerechnet knapp 30 € ergibt. Für DIESE Summe, berappe ich bei KD gerade mal einen 32 Mbit/s Anschluss und fühle mich irgendwo an der Nase rumgeführt.
Kann mir bitte jemand sagen warum man bei uns schleicht und dafür auch noch soviel zahlen muss?
MfG Chion
Ich weiß nicht, wie das z.B. in Lettland läuft, ob der Ausbau der Infrastruktur dort verstaatlicht oder privat ist und ob sich mehrere Unternehmen daran beteiligen.
In Deutschland ist man schnell dabei, der Telekom die Schuld zu geben, die ein ehemaliges Staatsunternehmen ist und ein quasi-Monopol besitzt.
Die Konkurrenten sagen, so könnten wegen der Dominanz und der hohen Leitungsgebühren, welche sie an die Telekom zahlen müssten, keine Alternativen entwickeln.
Die Telekom behauptet, sie kann die Technologie nicht vorantreiben, weil sie ihre Leitungen an die Konkurrenz fast verschenken muss.
Ich kann nicht einschätzen, wer wirklich Recht hat.
Eventuell wäre eine Trennung von Leitungsbau und Endkundengeschäft sinnvoll.
Es gibt einen oder mehrere Netzbetreiber, die selbst aber keine Anschlüsse anbieten dürfen, sondern diese nur vermieten, und zwar an alle Anbieter zum selben Preis.
Was mit Sicherheit ein Grund ist, warum es nicht vorwärts geht, ist der Umstand, dass man ständig mit neuen Techniken experimentiert, anstatt eine Sache mal vernünftig zu Ende zu bringen.
Ich sehe das an meinem Heimatstädtchen Rastatt ganz gut.
Vor Jahren wurde begonnen, auf DSL 16.000 auszubauen. Damit ist immerhin mehr als die Hälfte des Stadtgebietes abgedeckt (meine Adresse ist natürlich nicht dabei).
Der Ausbau wurde gestoppt, weil VDSL mit bis zu 50 Mbit als die große kommende Revolution angekündigt wurde. Geworden ist es ein Rohrkrepierer, in Rastatt ist es in etwa 8-10 Straßen verfügbar (meine Adresse ist natürlich nicht dabei).
Und jetzt kommt die nächste Revolution: Glasfaser
"Das Giganetz kommt nach Rastatt" heißt es auf zahlreichen Werbetafeln.
Was schon mal gelogen ist, denn die maximale Bandbreite, die man bekommen kann, sind 500 Mbit. Aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen ist meine kleine Heimatstadt Rastatt Teil dieses Pilotprojekts - bei dem natürlich auch erst mal nur ein Viertel des Stadtgebiets versorgt wird (meine Adresse ist natürlich nicht dabei).
Wie das ausgeht, ist jetzt schon klar: Weiter wird dieser Ausbau niemals voranschreiten, nicht in Rastatt und auch nicht woanders, weil das einfach viel zu teuer ist, in jede Wohnung ein Glasfaser-Kabel zu ziehen.
In der Pilotphase verlegt die Telekom die Leitungen noch auf eigene Kosten.
Oder auch nicht, denn ich bin überzeugt, dass die Städte, die an diesem Pilotprojekt teilnehmen, sich diese Teilnahme teuer erkauft haben. Somit zahle ich indirekt für den Ausbau, von dem ich selbst vermutlich nie etwas haben werde. Aber die Telekom hat ihren Marketing-Effekt.
Die Telekom baut bereits das Glasfaser Netz FTTH aus.
https://www.telekom.de/glasfaser/parallax#home
Erst einmal nur in einigen Städten, wer jedoch Interesse hat kann ein Formular ausfüllen und abschicken.
ot:
@Roberto
ich denk mal 16000er Vertrag aber die Leitung bring halt weniger.
Ich habe auch ein 6000 Vertrag und bekomme nur 2000, weil bei uns in der Strasse nicht mehr geht. Aber habe DSL 6000 Gruß![]()
Ich bin kein Techniker und hätte dazu folgende Frage:
In den oben genannten Ländern mit sehr schneller Bandbreite - kommt das auch tatsächlich bei den Endkunden an?
Was ich meine:
Zum angenehmen, schnellen Surfen (nur Öffnen von Webseiten) reicht eine 6000er Leitung dicke aus. Einen spürbaren Unterschied zu meinem früheren DSL 6000 (jetzt 16000) kann ich nicht bemerken, nur bei Downloads. Da wiederum bieten, zumindest in Deutschland, die meisten Seiten / Server nicht mal die volle 16000er Download - Geschwindigkeit an - bis auf Seiten wie die von Microsoft und wenigen anderen. Und bei den wenigen größeren Downloads (mehr als sagen wir mal 500MB - 1GB) von Otto Normalverbraucher fällt das kaum ins Gewicht.
Haben also die Kunden in Frankreich, Lettland usw. wirklich was davon? Oder ist es vielleicht so als hätte man einen Porsche in der Garage zu stehen, der nicht viel nutzt / keinen Spaß bringt weil ringsherum nur holperige Feldwege sind (Geschwindigkeit u. Auslastung der Server), auf denen man mit max. 30 Km/h unterwegs sein kann (im übertragenen Sinn) ?
Und meine nächste Frage:
Warum wird kaum SDSL (Upload genauso schnell wie Download) angeboten bzw. so teuer? Wir versenden z.B. öfters Fotos als Anhang und der langsame Upload (1150) nervt gewaltig.
Diese Meinung teile ich auch.
Technisch sind wir Deutschen ja wohl auch dazu in der Lage, schnelle Leitungen bereit zu stellen.
Vor einiger Zeit hatten wir bereits mal darüber geschrieben:
Also wir haben ja nun stabile 3000 von der Telekom und vorher instabile 16000 von 1und1 und der Unterschied ist ganz deutlich spürbar von 16000 auf 3000 und zwar bei allem was meine frau und ich machen. und wenn man bedenkt das bei 1und1 auch das telefon noch via internet lief.....
Aber mir ist die stabilität wichtig und da nehme ich es gerne in kauf ein kleines bisschen einbußen zu haben..
Ich habe auch schon sone kleine Odysee mit meinen Internet-Anbietern hinter mir. Zuerst hatten wir stabile 6000 von Arcor (jetzt "Vodafone" xD), bis wir eines Tages... nichts mehr hatten.
Nach einem Anruf bei Arcor stellte man dann fest: ACHTUNG! Original-Zitat!
Gesagt, getan. So schraubte uns Arcor, aufgrund derer Fehler also auf 2000 runter. Der Hammer daran ist folgender: Zum selben Preis!Es tut uns Leid, aber scheinbar haben wir an die Telekom-Leitung in ihren Bezirk zuviele Neukunden gehangen, somit kommen bei ihnen leider keine 6000 mehr an. Kann man nicht viel machen.
Wir werden die Bandbreite runterschrauben, dann müsste es wieder gehen.
Die haben uns für ihre Fehler auch noch schön über den Tisch ziehen wollen, woraufhin ich anwaltlich Klage einreichte und den Vertrag somit außerfristlich kündigen konnte. Der "Aufpreis" wurde uns gutgeschrieben.
Seit dieser Aktion nun habe ich sehr stabile 32000 von Kabel Deutschland für einen angemessenen Preis.
Beklagen konnte ich mich bisher nicht. Kommt auch komplett hier an =)
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