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Entkopplung von Microsoft 365 ist nicht genug: Die EU hat Teams noch immer im Visier

Entkopplung von Microsoft 365 ist nicht genug: Die EU hat Teams noch immer im Visier

Seit Jahren beschäftigt sich die EU mit Microsoft Teams und einer möglicherweise wettbewerbsfeindlichen Strategie von Microsoft bei dessen Vermarktung. Nachdem ein konkretes Verfahren eingeleitet wurde, reagierte Microsoft mit Zugeständnissen. Diese gehen den Wettbewerbshütern aber wohl noch nicht weit genug.

Im August hatte Microsoft angekündigt, dass Teams in Zukunft nicht mehr fest mit einem Microsoft 365 Abonnement gekoppelt ist. Seit Oktober sind die neuen Tarife in Kraft, man kann Microsoft 365 nun ohne Teams buchen und Teams-Lizenzen einzeln erwerben. Bestandskunden steht der Wechsel in diese neuen Tarife ebenfalls offen.

Wie Reuters in dieser Woche berichtete, befragt die EU jetzt die Wettbewerber von Microsoft, ob diese Entbündelung alle Bedenken beseitigt. Die Antworten sind zwar noch nicht bekannt, aber vorhersehbar: Selbstverständlich wird man damit bei der Konkurrenz nicht zufrieden sein, denn der Preisunterschied zwischen Microsoft 365 mit und ohne Teams beträgt lediglich zwei Euro, zu diesem Preis kann kein Wettbewerber sein Produkt anbieten und damit auch noch profitabel sein.

Abseits des Preises wird man von Microsoft ganz sicher auch fordern, das Microsoft 365 Ökosystem zu öffnen und anderen Diensten zu erlauben, sich auf vergleichbare Weise zu integrieren, wie das bei Teams der Fall ist.

Die Angelegenheit dürfte daher noch lange nicht ausgestanden sein.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 16 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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