Kinect ist mehr als ein Spielzeug. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wie zahlreiche "Hacks" inzwischen gezeigt haben. Dass man bei Microsoft erst durch eben diese Hacks erkannt hat, was man da eigentlich erfunden hat, gab Ralph Haupter, Chef von Microsoft Deutschland, auf dem Microsoft Innovation Day in München unumwunden zu.
Eines der spannenden Projekte, die aus der alternativen Nutzung von Kinect hervor gingen, hört auf den Namen LYSA.
LYSA steht für Learning sYStem for Autistic children - es entstand im Rahmen des Studiengangs Barrierefreie
Systeme (BaSys) an der FH Frankfurt.
Die Studenten entwickelten auf Basis von Kinect ein System, welches autistische Kinder bei der Sprachentwicklung unterstützt. Deren Wortschatz ist aufgrund der tiefgreifenden Entwicklungsstörung häufig unterdurchschnittlich, was zu Problemen in der Kommunikation und in der weiteren Folge oft zu sozialer Ausgrenzung führt.
Das System basiert auf einem neuen, dualen Lernkonzept des "intelligenten Tutoren". Hierbei lernt sowohl das Kind vom System, als auch das System vom Kind. Das Programm erkennt stets aktuell die Eigenschaften, den Zustand und den Bildungsgrad des Kindes und geht gezielt und intelligent auf dessen Bedürfnisse ein.
Kinect wird dabei eingesetzt, um als berührungslose Schnittstelle das Verhalten des Kindes zu erfassen. Kamera, Mikrofone und Tiefensensoren von Kinect eignen sich hervorragend, um Mimik und Gestik sowie gesprochene Worte aufzunehmen und anschließend zu interpretieren.
Für das Kind hingegen ist LYSA "nur" ein Spiel - es lernt mit Spaß und wird visuell belohnt.
Die FH Frankfurt zeigt im obigen Video außerdem den Prototypen eines Roboters, der behinderte Menschen in der Wohnung begleitet, um sie zu unterstützen. Auch hier kommt ein Kinect-Sensor zum Einsatz, allerdings mit kurioser Entstehungsgeschichte. Ursprünglich war in diesem Roboter ein mehrere tausend Euro teurer Spezialsensor verbaut - dieser ging jedoch kaputt, und das knappe Budget ließ keine Ersatzbeschaffung zu. Nun erledigt der Kinect-Sensor zu einem Bruchteil der Kosten die selbe Aufgabe.
Weitere Informationen zu LYSA finden Sie auch auf der Homepage des Projekts
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ot:
Hört sich für mich so an, als wären die betroffenen Kinder und auch Erwachsene plämpläm (war von Martin sicher nicht so gemeint), stimmt aber nicht; Autisten sind meist nur auf einem Gebiet außerordentlich hochbegabt (Bsp. der Film Cube), meist sogar besser als jeder Computer, dafür in allen anderen, für uns ganz alltäglichen Wissensgebieten (wie hier, Sprache), total unbegabt. In den meisten Fällen, wird die Hochbegabung leider nicht beachtet.
Das ist leider so, daher finde ich die LYSA-Programmierung ne gute Unterstützung für die Betroffenen und deren Angehörigen.
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