Mit der Datei "hosts" kommen in aller Regel nur fortgeschrittene Windows-Anwender und IT-Professionals in Berührung.
In Ihr speichert Windows feste Zuordnungen von IP-Adressen zu bestimmten Domänen.
Die dortigen Einträge überschreiben alle anderen Werte - auch die, die von der meist automatischen Namensauflösung ermittelt werden.
Das kann nützlich sein bzw. ist manchmal nötig, um den Zugriff auf bestimmte Dienste sicherzustellen. Es kann aber auch umgekehrt benutzt werden, in dem z.B. der Zugriff auf unerwünschte Webseiten unterbunden wird.
SNF Antizock, ein kleines Programm zum Schutz vor Abzock-Webseiten, bedient sich zum Beispiel dieser Methode.

Aber auch Schadsoftware kann die hosts-Datei manipulieren, um z.B. den Aufruf einer Internetseite auf eine andere IP-Adresse umzulenken.
Das wird zum Beispiel dann besonders kritisch, wenn Betrüger eine Original-Webseite täuschend echt nachbauen, um z.B. Kundendaten auszuspähen.
Wird nun ein Anwender durch einen Eintrag in der hosts-Datei umgeleitet, gibt er die ihm bekannte Original-Domain ein und landet auf der Betrüger-Webseite, ohne davon etwas zu ahnen.

Für den Fall, dass eine bösartige Maipulation der hosts-Datei vermutet wird, oder falls durch manuelle Eingriffe unerwünschte Effekte eingetreten sind, bietet Microsoft ein automatisches Fix it Tool an, welches die hosts-Datei wieder auf die Standardwerte zurücksetzt. Sie enthält dann nur noch einen Eintrag, der den Namen "localhost" mit der Adresse 127.0.0.1 verknüpft:

How can I reset the Hosts file back to the default?

Natürlich lässt sich die hosts-Datei, zu finden unter \system32\drivers\etc, auch manuell bereinigen, mit diesem kleinen Helfer geht es aber definitiv schneller.