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Thema: Waterfox hat einen neuen Eigentümer

  1. #1
    .Bernd
    gehört zum Inventar Avatar von .Bernd

    Waterfox hat einen neuen Eigentümer

    Das Individualisten-Projekt "Waterfox", auf Basis Firefox 56, wurde an System1 LLC verkauft, den Eigentümer von startpage.com

    Info
    https://old.reddit.com/r/privacy/com...to_be_sold_to/

    Wer oder was System1 LLC ist, könnt ihr hier nachlesen:
    https://tarnkappe.info/startpage-ver...n-system1-llc/

    https://translate.googleusercontent....ZcZfukfspxojLQ
    (Orginal, englisch: https://restoreprivacy.com/startpage...acy-one-group/)


    Mozilla als Herausgeber und Firefox-Code:
    Firefox steht unter der Mozilla Public Licence und die erlaubt ausdrücklich die kommerzielle Nutzung, solange modifizierte Dateien ebenfalls wieder unter der MPL stehen.
    So auch hier zu lesen:
    https://www.waterfox.net/
    D.h. wenn an Waterfox Code-Änderungen bzgl Privatspähre gemacht werden, dann wird man es finden. Und falls nicht, kann Mozilla dagegen rechtlich vorgehen

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  3. #2
    Kevin Kozuszek
    Moderator Avatar von Kevin Kozuszek

    AW: Waterfox hat einen neuen Eigentümer

    Zitat Zitat von .Bernd Beitrag anzeigen
    Das Individualisten-Projekt "Waterfox", auf Basis Firefox 56, wurde an System1 LLC verkauft, den Eigentümer von startpage.com...
    Etwas moderner sind wir seit Januar aber schon.

    Waterfox gibt es mittlerweile in zwei Varianten. Waterfox Classic ist die bisherige Variante auf Basis von Firefox 56.0 und soll zumindest auf absehbare Zeit auch weiter gepflegt werden, so gut es eben geht. Daneben gibt es auch Waterfox Current, der auf Quantum basiert und der aktuellen Firefox ESR-Linie folgt. Interessant wird vor allem werden, auf welcher Variante die wirkliche Zukunft von Waterfox liegen wird. Von System1 ist ja eine Stellenausschreibung aufgetaucht, nach der explizit nach einem Firefox-Fork auf der alten Basis gesucht wurde. Gleichzeitig will Alex Kontos ein echtes Ökosystem rund um Waterfox Current aufbauen und eine ESR-Basis mit kleineren Änderungen, sofern sie nicht Breaking Changes sind, bis zu 18 Monate unterstützen. Nachhaltig ist beides nicht, denn Waterfox Classic rostet vor sich hin wie der Internet Explorer 11 und Waterfox Current wird auch Schwierigkeiten bekommen, weil Mozilla bei Firefox den ESR-Zyklus bei maximal 12 Monaten belässt, wenn nichts dazwischen kommt.

    Heutige Firefox-Forks sind schon echt schräg. Entweder haben die Entwickler eine Liebe zu Oldtimern und schrauben gerne an ihren Rostlauben herum, oder sie bemühen sich darum, Schritt zu halten, haben dann aber eher unausgereifte Pläne. Naja...

  4. #3
    .Bernd
    gehört zum Inventar Avatar von .Bernd

    AW: Waterfox hat einen neuen Eigentümer

    Du hast mal erwähnt, dass die sich beim nächsten Sprung mit der ESR anfreunden wollten. Ich habe Waterfox nie verfolgt, weil das genau so ne Vollpanneklamotte wie Palemoon ist. Und wenn schon ESR, dann gehe ich davon aus, dass alles mit Legacy (hoffentlich) auch rausfällt - sorry, wenn der/die das noch mitschleifen wollen, ist das nur noch hirnrissig. Falls nicht, also ESR mit Tweaks, dann kann man auch gleich Firefox nehmen und sich per policies oder per user.js anpassen und auf die komplette Bandbreite an Hilfe in Anspruch nehmen.

  5. #4
    Kevin Kozuszek
    Moderator Avatar von Kevin Kozuszek

    AW: Waterfox hat einen neuen Eigentümer

    Zitat Zitat von .Bernd Beitrag anzeigen
    Du hast mal erwähnt, dass die sich beim nächsten Sprung mit der ESR anfreunden wollten. Ich habe Waterfox nie verfolgt, weil das genau so ne Vollpanneklamotte wie Palemoon ist.
    Im Grunde sind eigentlich fast alle Firefox-Derivate mittlerweile fragwürdig, wenn wir ehrlich sind. Wenn ich mich nicht täusche, haben die Entwickler bei SeaMonkey ja angekündigt, mit der neuen Version 2.53 zunächst einen Sprung zu Gecko 56.0 zu machen, die Version 2.57 soll dann auf Gecko 60.0 ESR basieren, weil da noch genug Bestandteile von XUL und anderen Legacy-Technologien übrig sind. Erst danach wollen sie entscheiden, wie und ob es überhaupt weitergehen kann und soll. Prinzipiell ist SeaMonkey also jetzt schon ein Zombie.

    Pale Moon und die anderen UXP-Projekte wie Basilisk oder K-Meleon sind sowieso ne Klasse für sich. Auf der einen Seite betonen sie immer wieder, dass sie mittlerweile komplett unabhängig von Mozilla sind und auch keine Vergleiche mehr wünschen. Gleichzeitig mussten sie, nachdem YouTube demnächst das alte Design endgültig einstellt und Pale Moon damit überhaupt nicht klar kam, eingestehen, dass sie ähnlich genug zu Firefox bleiben müssen, wenn ihnen die Nutzung moderner Seiten nicht um die Ohren fliegen soll. Außerdem verwenden sie ja immer noch SpiderMonkey als JavaScript-Engine und nehmen die Sicherheitsupdates von Mozilla, die überhaupt noch implementiert werden können, noch gerne mit. Ansonsten ist von den vollmundigen Ankündigungen, dass Pale Moon z.B. schon lange eine Multiprozess-Architektur auf Basis von OpenMP haben sollte, bis heute kaum was zu sehen. Von den anderen Einstellungen, die sie haben, reden wir mal besser nicht.

    Wenn man wirklich eine größere Gecko-Basis haben möchte, lohnen sich neben Firefox und dem Spezialfall Tor eigentlich nur sehr wenige Browser und die existieren entweder nur unter Linux oder haben fragwürdige Eigentümer wie Comodo oder Burda. Waterfox Current traue ich durchaus das Überleben zu, wenn sie nicht zu lange auf der alten ESR-Basis feststecken und zeitnah nen Switch machen, aber Projekte wie SeaMonkey, Waterfox Classic und die UXP-Fraktion werden sich langfristig selbst ins Abseits schießen. Dafür reicht schon, dass sie zu großen Teilen auf User-Agent Overrides setzen, um Seiten überhaupt funktionsfähig zu halten. Da aktuell alle großen Browserhersteller daran arbeiten, den User Agent zunächst einzufrieren und langfristig komplett zu ersetzen, fällt diese Option bald weg. Spätestens dann ist es für die große Masse an Seiten vorbei.

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