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Jugendschutz fest in Windows 8 integriert

Microsoft Family Safety erlaubt Webfilter und Zeitbeschränkungen
Kinder wachsen heute online auf – mit diesem Satz leitet Microsoft seinen neuesten Blog-Artikel zur Entwicklung von Windows 8 ein, der sich mit den Kinder- und Jugendschutzfunktionen beschäftigt. Löblicherweise hebt Autor Phil Sohn gleich zu Beginn des Artikels die wichtigste Jugendschutzfunktion hervor: Aufmerksame Eltern.
Nur wer seinen Kindern hin und wieder kritisch über die Schulter schaut, behält wirklich die Übersicht – denn Medienkompetenz lässt sich nicht mit technischen Hilfsmitteln vermitteln.
Nichtsdestotrotz gehört es einfach zum Zeitgeist, dass die Kinder durchschnittlich immer mehr Zeit vor dem Computer verbringen, und somit sind entsprechende Jugendschutzfunktionen quasi unverzichtbar geworden.

Windows 8 bietet die Möglichkeit, schon beim Anlegen eines Benutzerkontos festzulegen, dass es sich um einen Account für ein Kind handelt.

Dadurch wird der Jugendschutz automatisch aktiviert.
In der Standardeinstellung greifen hier jedoch nur Beschränkungen, welche die Rechte des Benutzerkontos betreffen – im Wesentlichen handelt es sich um ein eingeschränktes Konto, welches keine Systemeinstellungen ändern darf.
Außerdem wird eine wöchentlicher Aktivitätsbericht erstellt und an das Elternkonto verschickt – das funktioniert laut Microsoft ideal, wenn ein Microsoft Account (früher LiveID) verwendet wird.

Dieser Bericht enthält Informationen, wann und wie lange der Computer verwendet wurde.
Außerdem wird aufgezeigt, welche Webseiten besucht und welche Programme und Spiele häufig genutzt wurden. Zusätzlich werden die zuletzt verwendeten Suchbegriffe angezeigt.

Weiterlesen: zusätzliche Filter und Beschränkungen

[PAGE]Zusätzliche Filter und Beschränkungen[/PAGE]

Sofern die Eltern eine strengere Kontrolle wünschen, stehen ihnen hierfür weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. So lässt sich beispielsweise ein Webfilter aktivieren, der fünf unterschiedliche Stufen bietet. Die höchste erlaubt nur den Aufruf von Adressen, die explizit freigegeben wurden – alle anderen Seiten werden blockiert.
In der weichsten Einstellung sind alle Webseiten freigegeben, vor dem Aufruf von Gewalt verherrlichenden oder pornographischen Webseiten wird allerdings gewarnt.

Microsoft geht nicht darauf ein, ob der Webfilter nur im Internet Explorer oder auch mit anderen Browsern funktioniert – das „alte“ Windows Live Familiy Safety arbeitete jedoch auch z.B. mit Firefox und Google Chrome zusammen.

Eine weitere Funktion ist SafeSearch, die aus den Suchergebnissen von Bing, Google und Yahoo jugendgefährdende Inhalte ausfiltert. Auch das Einstellen von Zeitbeschränkungen, wann und wie lange der Computer benutzt werden darf, ist möglich.
Unerwünschte Programme und Spiele können vollständig blockiert werden, außerdem kann für den Windows Store eine Altersbeschränkung eingestellt werden. Apps, die diese nicht erfüllen, können dann nicht heruntergeladen und installiert werden.

Weiterlesen: Windows 8 Family Safety im Video

[PAGE]Windows 8 Family Safety im Video[/PAGE]

Wie die Jugendschutzfunktionen im Einzelnen funktionieren, zeigt das folgende Microsoft-Video – es ist zwar in englischer Sprache, aber auch ohne Englischkenntnisse nachvollziehbar:

Microsoft Family Safety wird in der Release Preview von Windows 8 enthalten sein, die Anfang Juni erscheint

Quelle: Keeping your family safer with Windows 8

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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