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Windows Insider Event in Köln: Können Gamer reale Probleme lösen?

In der vergangenen Woche fand in Köln das zweite Windows Insider Event in Deutschland statt. Das Motto lautete passend zur gleichzeitig stattfindenden gamescom: Games for Good. Die Teilnehmer sollten Ideen entwickeln, wie Spiele dazu eingesetzt werden können, real existierende Probleme der Menschheit zu lösen. Innerhalb von zweieinhalb Tagen sollten diese Ideen nicht nur ausgeheckt, sondern möglichst auch zum Leben erweckt werden.

Durch den Bericht vom ersten WINsiders4Good-Event in Berlin wussten wir ja schon, dass es auf diesen Insider-Events bestenfalls am Rande um Windows 10 geht, sondern die Kreativität im Vordergrund steht.

So war das auch in Köln. Vom DrWindows-Team waren Maik, Daniel und meine Wenigkeit mit von der Partie. Nach Begrüßung und gegenseitiger Vorstellung wurde uns direkt die Mission erklärt: Denkt Euch ein Spiel aus, mit dem Ihr ein reales Problem lösen könnt. Und damit überließ man die Gruppen sozusagen unmittelbar ihrem Schicksal.

Man konnte gut beobachten, wie sich in manchen Gruppen die Teilnehmer gegenseitig belauerten, wer wohl die erste Idee in den Raum wirft, während an anderen Tischen sofort das kreative Chaos ausbrach. Um aus den ersten Ansätzen ein möglichst fertiges Projekt zu machen, blieben immerhin nur eineinhalb Tage Netto-Arbeitszeit.

Und soviel sei gesagt: Was jede einzelne Gruppe während dieser Zeit aus dem Nichts stampfte, verdiente durch die Bank das Prädikat „unglaublich“. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass man sozusagen unter „Zwang“ so produktiv und kreativ arbeiten kann. Unglaublich auch, wie viel Spaß man dabei trotzdem noch haben kann.

Alle Teams hatten spannende Ideen: Einmal ging es darum, spielerisch das Problem von Verkehrs-Staus zu lösen, auch Umweltschutz und Körperhygiene standen auf dem Plan. Am besten kann ich Euch aber natürlich von dem Projekt berichten, welches sich die Gruppe ausgedacht hatte, in der ich war.

Unser Spiel nannte sich „Charicity“ – eine klassische Städtebau-Simulation, bei der man Spielfortschritte nur dann erreicht, wenn man im echten Leben fleißig, produktiv und sozial engagiert ist.

Das Szenario: Durch Faulheit und Egomanie ist die Menschheit degeneriert, die Städte vegetieren vor sich hin, es gibt kein gesellschaftliches Leben mehr. Der Spieler hat die Aufgabe, seiner Stadt neues Leben einzuhauchen, in dem er Gebäude repariert und neue erstellt, das Stadtbild verschönert und die Menschen wieder zusammenbringt.

Das schafft er aber nur, wenn er selbst im echten Leben mit gutem Beispiel voran geht, also körperlich aktiv ist, seine Aufgaben erledigt und für die Gesellschaft etwas Gutes tut. Unser Konzept sah Schnittstellen zu Microsoft Health und Wunderlist vor, über die körperliche Aktivitäten und erledigte Aufgaben direkt in Punkte verwandelt werden können.

Unsere Präsentation haben wir mit Sway erstellt, die könnt Ihr Euch hier anschauen.

Es wird Euch nicht überraschen, dass wir in den nicht ganz zwei Tagen nicht zum Abschluss kamen. Da wir aber Leute in unserer Gruppe hatten, die sich mit Unity auskennen, konnten wir immerhin schon eine kleine Demo zeigen. Hier ein paar Screenshots daraus.

Trotz der hektischen Betriebsamkeit blieb genug Zeit für Gespräche und Fachsimpeleien, dazu gab es noch lecker Essen und am Schluss noch ein NinjaCat-Shirt für jeden Teilnehmer. Alleine dafür hat es sich natürlich gelohnt, aber es war wirklich eine tolle und durchaus inspirierende Veranstaltung, die nach Wiederholung ruft.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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