Deutsche Partnerkonferenz: Microsoft akzeptiert keine Ausreden mehr

In der vergangenen Woche hatte Microsoft zur Deutschen Partnerkonferenz (DPK) nach Bremen geladen, und rund 1.700 Teilnehmer waren dieser Einladung gefolgt. Damit war es die bisher größte DPK, überhaupt ist diese nach der weltweiten Partnerkonferenz die zweitgrößte Veranstaltung dieser Art auf dem Globus. Das Motto der diesjährigen DPK lautete „Einen Schritt voraus“, und das war in der Tat mehrdeutig. Microsoft möchte einen Schritt voraus sein und wünscht sich das selbstverständlich auch für seine Partner.

Während der Keynotes wurde aber auch eine andere Botschaft klar, nämlich: Wir gehen jetzt los – mit denen, die wollen. Wer jetzt nicht startet, auf den warten wir nicht mehr. Gregor Bieler, in seiner neuen Funktion als General Manager für das Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland und damit sozusagen Gastgeber der DPK, formulierte in seiner Keynote einen flammenden Appell an die Anwesenden: Man müsse endlich aufhören, die ausgetrampelten Pfade immer wieder abzulaufen. Er glaubt, dass mit den aktuellen Vertriebsmodellen 80 Prozent des Potenzials bei den Kunden ungenutzt bleiben.

Nach wie vor funktioniert der Verkauf von IT zu sehr produkt- und nicht prozessorientiert. Als Ausweg aus diesem Dilemma sieht Microsoft natürlich seine maßgeschneiderten Cloud-Produkte rund um Azure und Office 365, darum holte man sich prominente Fürsprecher auf die Bühne. Daniel Krauss, CIO von Flixbus, fasste es in einem Satz zusammen: „Wir brauchen die Cloud, damit wir uns auf unsere eigentliche Arbeit konzentrieren können“ (Flixbus hat praktisch keine eigene IT).

In den vergangenen Jahren musste sich Microsoft auch von seinen Partnern immer wieder anhören, dass man ohne „deutsche Cloud“ keine entsprechenden Services verkaufen könne. Nun hat Microsoft sehr viel Geld in die Hand genommen, um genau das zu realisieren: Eine Cloud, die allen Auflagen der deutschen Gesetze gerecht wird. Und auch wenn das natürlich nicht so direkt ausgesprochen wurde, die Botschaft war unmissverständlich: Jetzt gibt es keine Ausreden mehr.

Wer als Partner diesen Weg nicht mitgehen möchte, der hat von Microsoft in Zukunft nicht mehr allzu viel Unterstützung zu erwarten. Microsoft Deutschland hat jahrelang um die deutsche Cloud gekämpft und den Widerstand in Redmond schließlich gebrochen. Nun stehen sie natürlich unter Druck und müssen Ergebnisse liefern, damit sich diese Investition auch auszahlt.

Die „German Angst“ hat Deutschland bei der Digitalisierung bereits ins Hintertreffen gebracht. Die meisten Unternehmen, die immer noch glauben, sie könnten einfach so weiter machen, werden diesen Irrtum mit dem Leben bezahlen. Darum sind die Microsoft-Partner jetzt aufgefordert, ihren Kunden gegenüber ein wenig ungemütlich zu werden, was in doppelter Hinsicht schwierig ist. Denn nicht wenige IT-Dienstleister hängen selbst der eher gemütlichen Vergangenheit nach. Es sei noch sehr viel „Beschleunigungsarbeit“ zu leisten, hieß es auf der Partnerkonferenz. Das gilt tatsächlich für alle Beteiligten – für die Kunden, für die Partner und natürlich auch für Microsoft selbst.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Es ist seltsam, dass Deutschland für MS immer so wichtig zu sein scheint (auch fürs Insider Program, der HoloLens usw.) aber dann doch immer recht vernachlässigt wird.
    Vlt tut sich ja jetzt was mit der Cloud.
    Solange es hier Gewerbegebiete mit 16 mbit oder gar 2 mbit maximaler Bandbreite gibt und Dörfer ganz ohne jegliches Internet ist es kein Wunder das sich Cloud Services nur schleppend durchsetzen. Deutschland ist garnicht bereit für mehr cloud. Das sollte man MS mal sagen. Was nützt eine deutsche Cloud wenn man garnicht zugreifen kann :)
    vieles spielt sich nur in den USA ab, wie soll sich dann hier in Deutschland etwas durchsetzen? (e.g. Band 2, Bing full version)
    Deutschland ist ein dritte Welt land wenn es um den Internet ausbau geht, vielleicht nimmt jetzt auch die Telekom mal geld in die Hand um Ihre leitungen flächendeckend in De auszubauen da Sie ja mit MS zusammen arbeiten. Ohne gute internet leitungen wird das nix mit der Cloud!
    Solange es hier Gewerbegebiete mit 16 mbit oder gar 2 mbit maximaler Bandbreite gibt und Dörfer ganz ohne jegliches Internet ist es kein Wunder das sich Cloud Services nur schleppend durchsetzen. Deutschland ist garnicht bereit für mehr cloud. Das sollte man MS mal sagen. Was nützt eine deutsche Cloud wenn man garnicht zugreifen kann :)

    Aber dafür zu sorgen, dass Deutschland cloudfähig wird, ist nicht der Job von Microsoft. Und nur weil hier sich in Deutschland niemand berufen fühlt oder in der Lage zu schein, das Problem anzugehen, kann Microsoft zulassen, einen separaten Markt zu schaffen, auf sich Deutschland weiter abhängen lässt. Ganz zu schweigen von der permanenten Angst, neue Wege Tz gehen. Wenn man ehrlich ist, cloudbasierte Infrastruktur ist die Zukunft. Klar bedeutet das Veränderung, vor allem im IT Management, aber deswegen muss das nicht zwingend immer was negatives bedeuten
    Die Flächen deckende Verfügbarkeit hat sich doch extrem verbessert in den letzten 2 Jahren, was noch fehlt sind günstigere Preise und Abschaffung der Drosselung.
    Die "German Angst" hat Deutschland bei der Digitalisierung bereits ins Hintertreffen gebracht.

    Die Angst davor das man keinen Vernüftigen Anschluss hat. Wie Olarf auch schon geschrieben hat , gibt es auch hier Gewerbegebiete, die keinen Vernüftigen Anschluss haben. Wie sollen die das denn mit Cloud handhaben. Das natürlich nicht die Schuld von MS.
    Stefan
    Es ist seltsam, dass Deutschland für MS immer so wichtig zu sein scheint (auch fürs Insider Program, der HoloLens usw.) aber dann doch immer recht vernachlässigt wird.
    Vlt tut sich ja jetzt was mit der Cloud.
    so seltsam finde ich das gar nicht.
    Deutschland ist weltweit für viele Geschäfts-Bereiche ein sehr wichtiger Handelspartner, auch wenn sich das einige nach dem zweiten Weltkrieg nicht vorstellen konnten.
    nichts desto trotz im "Neuland" sind wir weit hinten, ob das jetzt an der (Un)Fähigkeit unsrer Politiker (Breitband Ausbau, Startup-Förderung, usw) liegt, wie die obigen Kommentare ja auch bestätigen oder tatsächlich u.a. an der von Martin erwähnten "German Angst", was die Datensicherheit betrifft.
    Bei den Jüngeren widerum ist dieses Gedankengut nicht ganz so ausgeprägt und hier stellt sich dann die frage, erziehen wir sie "dahin", oder sind wir "älteren" die doofen ;)
    ich glaube das MS mit der treuhänderischen "deutschen Cloud" eine wichtige und richtige Entscheidung getroffen hat, die genau auf das Zielland zurecht geschnitten ist
    jetzt gilt es nur diese mit "leben zu füllen"
    und das kann MS halt nicht alleine
    Also bei mir auf dem Dorf wurde grad Glasfaser verlegt ist ja nicht so als gab's kein Kabel mit 200mbit aber he jetzt gibt's auch noch eine 50er Glasfaser für den gleichen Preis...
    Ich arbeite seit monaten in der cloud.
    Macht riesig spass wenn 8 Rechner sich 7000Mbit down- und upload teilen. Einfach mal ein Wort tippen und ein paar sekunden warten ob es korrekt war. Der Gedanke ist perfekt. Nur leider wird das ohne eine schnelle Verbindung um User zur Cloud nix.
    Hmmmm, also ich komme da nicht mehr so richtig mit. Ich behaupte mal, dass ich in einem technisch sehr versierten Unternehmen arbeite, aber dieses ganze Cloud-Zeug ist letztendlich fast nur für Großkonzerne interessant. Letztendlich haben Unternehmen schon jahrelang die Unzulänglichkeiten z.B.: Outlook über (teils kostenlose) Dienste von 3.Anbietern gelöst. Diese ganzen Szenarien, wo 500 Leute an dem gleichen Dokument arbeiten sind rar gesäat werden aber immer wieder als Argument angeführt. Braucht man wirklich Multibearbeitung hat man entweder nen Ftp aufgemacht oder auf Googledrive genutzt oder irgendeinen der zig anderen vorhandenen Dienste. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der klassische Mittelständer da mitmacht. Letztendlich wird der Bedarf von Großkonzernen zum künstlich generierten Bedarf der Firmen gemacht. Natürlich sind in dieser Cloudgeschichte auch interessante Punkte dabei, z.B.: Ersatz des klassischen Desktop-Pcs oder Workstation durch Rechenpower aus dem Netz. Natürlich dann alles schön über ein Abomodell mit Zukaufoption von Diensten, welche vor 10 Jahren schon kostenlos state of the art waren. Naja, schau mer mal.
    Solange es hier Gewerbegebiete mit 16 mbit oder gar 2 mbit maximaler Bandbreite gibt und Dörfer ganz ohne jegliches Internet ist es kein Wunder das sich Cloud Services nur schleppend durchsetzen. Deutschland ist garnicht bereit für mehr cloud. Das sollte man MS mal sagen. Was nützt eine deutsche Cloud wenn man garnicht zugreifen kann :)

    Ist meiner Meinung nach auch nur eine Ausrede. Jede Firma in Deutschland kann die Bandbreite haben, die sie wollen. Zur Not und mit den nötigen kleinen Münzen schickt ein Provider auch einen Bagger vorbei.
    Also hier geht's um deutsche IT-Dienstleister, die Microsoft-Produkte und -Dienste bei den Kunden an den Mann, also den Geschäftskunden, bringen sollen.
    Der zögert noch, weil viele Microsoft-Dienste Daten mit der Cloud synchronisieren bzw. dort speichern, was ja bezweckt ist. Wenn die Rechner in den Unternehmen die geschäftlichen Daten in der deutschen Cloud speichern, ist alles "in Butter".
    Die Daten bleiben in deutschen Rechenzentren von Microsoft im Land.
    Ist es aber nicht so, dass viele Unternehmen Windows 10 nicht wollen, und bei Windows 7 verharren, weil das neue 10er System viel mehr Daten im Hintergrund eben doch nach Redmond in die USA funkt, das 7er aber nicht?
    Wenn es beim Consumer z.B. nur um seine Standortdaten und den Browserverlauf geht, steht bei Firmenkunden viel mehr auf dem Spiel, wie Daten zu teuren Produktentwicklungen und Forschungsergebnisse.
    Kann alleine nur die deutsche Cloud sämtliche Bedenken deutscher Firmenkunden zerstreuen? Was ist mit Hintertüren in Windows 10?
    Wahrscheinlich zu kurz gegriffen von MS. Vorbehalte von deutschen Firmenkunden werden wohl bleiben.
    Die Daten bleiben in deutschen Rechenzentren von Microsoft im Land

    Es sind keine Rechenzentren von Microsoft, die gehören der Telekom. Das ist das Entscheidende beim Modell der "Deutschen Cloud" von Microsoft. Die Telekom ist Treuhänder, Microsoft hat keinen direkten Zugriff mehr auf die Daten. Selbst wenn sie von einem US-Gericht verdonnert würden, die Daten rauszugeben, könnten sie es gar nicht. Dieses Modell "wasserdicht" zu machen, daran hat eine Armee von Juristen in Deutschland und den USA monatelang gearbeitet. Microsoft ist auch das einzige Unternehmen, welches so arbeitet. Wenn z.B. Dropbox Daten ebenfalls in Deutschland speichert, ist das im Grunde überhaupt nicht vergleichbar. Die Absicherung, dass keine US-Behörde auf legalem Weg an die Daten kommt, haben die deutschen Kunden aktuell nur bei Microsoft.
    Also hier geht's um deutsche IT-Dienstleister, die Microsoft-Produkte und -Dienste bei den Kunden an den Mann, also den Geschäftskunden, bringen sollen.
    Der zögert noch, weil viele Microsoft-Dienste Daten mit der Cloud synchronisieren bzw. dort speichern, was ja bezweckt ist. Wenn die Rechner in den Unternehmen die geschäftlichen Daten in der deutschen Cloud speichern, ist alles "in Butter".
    Die Daten bleiben in deutschen Rechenzentren von Microsoft im Land.
    Ist es aber nicht so, dass viele Unternehmen Windows 10 nicht wollen, und bei Windows 7 verharren, weil das neue 10er System viel mehr Daten im Hintergrund eben doch nach Redmond in die USA funkt, das 7er aber nicht?
    Wenn es beim Consumer z.B. nur um seine Standortdaten und den Browserverlauf geht, steht bei Firmenkunden viel mehr auf dem Spiel, wie Daten zu teuren Produktentwicklungen und Forschungsergebnisse.
    Kann alleine nur die deutsche Cloud sämtliche Bedenken deutscher Firmenkunden zerstreuen? Was ist mit Hintertüren in Windows 10?
    Wahrscheinlich zu kurz gegriffen von MS. Vorbehalte von deutschen Firmenkunden werden wohl bleiben.

    Ich kann es nicht mehr hören mit Win 10 es ist das beste Windows was es je gab und 7 spioniert genauso welche os macht das nicht?? Nur lässt sich das abschalten und die Enterpreis Version ist nicht mit det Normalen zu vergleichen... Die deutsche Cloud gehört der Telekom als Treuhänder da kommen die Amis garnicht ran!!
    Es sind keine Rechenzentren von Microsoft, die gehören der Telekom. Das ist das Entscheidende beim Modell der "Deutschen Cloud" von Microsoft. Die Telekom ist Treuhänder, Microsoft hat keinen direkten Zugriff mehr auf die Daten. Selbst wenn sie von einem US-Gericht verdonnert würden, die Daten rauszugeben, könnten sie es gar nicht. Dieses Modell "wasserdicht" zu machen, daran hat eine Armee von Juristen in Deutschland und den USA monatelang gearbeitet. Microsoft ist auch das einzige Unternehmen, welches so arbeitet. Wenn z.B. Dropbox Daten ebenfalls in Deutschland speichert, ist das im Grunde überhaupt nicht vergleichbar. Die Absicherung, dass keine US-Behörde auf legalem Weg an die Daten kommt, haben die deutschen Kunden aktuell nur bei Microsoft.

    +1
    Ist es aber nicht so, dass viele Unternehmen Windows 10 nicht wollen, und bei Windows 7 verharren, weil das neue 10er System viel mehr Daten im Hintergrund eben doch nach Redmond in die USA funkt, das 7er aber nicht?
    Wenn es beim Consumer z.B. nur um seine Standortdaten und den Browserverlauf geht, steht bei Firmenkunden viel mehr auf dem Spiel, wie Daten zu teuren Produktentwicklungen und Forschungsergebnisse.
    Kann alleine nur die deutsche Cloud sämtliche Bedenken deutscher Firmenkunden zerstreuen? Was ist mit Hintertüren in Windows 10?
    Wahrscheinlich zu kurz gegriffen von MS. Vorbehalte von deutschen Firmenkunden werden wohl bleiben.

    Wo hast Du denn den Schmarrn wieder her, dass Windows 10 Unmengen an Daten nach Redmond funkt?
    Ja, das ist so, wenn Du im Insider Programm bist. Das Insider Programm macht nur Sinn, wenn Telemetrie Daten an Microsoft geschickt werden.
    Bist Du nicht im Insider Programm kannst Du die Übermittlung von Daten abschalten, dann aber mit dem Manko, dass Du die angebotenen Dienste der Synchronisierung nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt nutzen kannst. Du bist wahrscheinlich auch einer von denen, die die Positionsbestimmung ausschalten und damit auf Komfort verzichten.
    Ist meiner Meinung nach auch nur eine Ausrede. Jede Firma in Deutschland kann die Bandbreite haben, die sie wollen. Zur Not und mit den nötigen kleinen Münzen schickt ein Provider auch einen Bagger vorbei.

    Im Glasfaserbereich ist das durchaus Standard, dass der Provider den Bagger vorbeischickt.
    W10MNutzer
    Wo hast Du denn den Schmarrn wieder her, dass Windows 10 Unmengen an Daten nach Redmond funkt?
    Ja, das ist so, wenn Du im Insider Programm bist. Das Insider Programm macht nur Sinn, wenn Telemetrie Daten an Microsoft geschickt werden.
    Bist Du nicht im Insider Programm kannst Du die Übermittlung von Daten abschalten, dann aber mit dem Manko, dass Du die angebotenen Dienste der Synchronisierung nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt nutzen kannst. Du bist wahrscheinlich auch einer von denen, die die Positionsbestimmung ausschalten und damit auf Komfort verzichten.

    Bin ja selbst kein Business-Kunde. Von daher kann es mir egal sein. Kenne auch die Schieberegler in den Einstellungen von W10, die man deaktivieren kann. Aber geht dann wirklich "nichts mehr durch"? Die Unternehmen mit sensiblen Daten müssen W10 und die Cloud akzeptieren lernen. Ob sie das tun, ist die Frage.
    Martin
    Es sind keine Rechenzentren von Microsoft, die gehören der Telekom. Das ist das Entscheidende beim Modell der "Deutschen Cloud" von Microsoft. Die Telekom ist Treuhänder, Microsoft hat keinen direkten Zugriff mehr auf die Daten. Selbst wenn sie von einem US-Gericht verdonnert würden, die Daten rauszugeben, könnten sie es gar nicht. Dieses Modell "wasserdicht" zu machen, daran hat eine Armee von Juristen in Deutschland und den USA monatelang gearbeitet. Microsoft ist auch das einzige Unternehmen, welches so arbeitet. Wenn z.B. Dropbox Daten ebenfalls in Deutschland speichert, ist das im Grunde überhaupt nicht vergleichbar. Die Absicherung, dass keine US-Behörde auf legalem Weg an die Daten kommt, haben die deutschen Kunden aktuell nur bei Microsoft.

    Dann sieht es natürlich anders aus. Die Info, dass die deutschen Rechenzentren der Telekom gehören, war dem Artikel so ja nicht zu entnehmen.
    Ich finde es sehr interessant, dass gerade Microsoft die Vorgabe mit "einen Schritt voraus" trompetet und sogar ein "wer nicht mitzieht, auf den werden wir nicht warten" proklamiert. Man ist nämlich leider in der unglücklichen Situation, selbst mit einigem nicht nur NICHT einen Schritt voraus sondern sogar hinterhechelnd zu sein. Das ist n sehr gewagtes Statement und wenn das die Großzahl der User in dieser Form an Microsoft heran tragen und auch konsequent umsetzen und beherzigen würde, dann könnte man sich in Redmond in Bezug auf seine Kunden in Europa sehr warm anziehen
    Michael_W
    Olarf hat völlig recht. Die beste Cloud Technik bringt nix wenn die Leitungen nix bringen.

    Online-Speicher und Cloud-Computing sind nur bedingt vergleichbar.
    Für Cloud-Computing ist die verfügbare Bandbreite eher nebensächlich, weil dabei vom sog. EVA-Prinzip
    (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe)der rechenintensivste Teil (die Verarbeitung) auf den Rechnern in den
    Rechenzentren der Cloud-Computing Anbieter ausgeführt wird und die verfügbare Internet-Verbindung
    überhaupt nicht belastet.
    Beispiel:
    Wenn ich z.b. in ein Textdokument folgenden Cloud-Sript einfüge:
    ----------------------------------------------
    function onOpen() {
    DocumentApp.getUi()
    .createMenu('Eigenes Menü')
    .addItem('Beispieldokument erstellen', 'createDoc')
    .addToUi();
    }
    function createDoc()
    {
    var dokument =DocumentApp.create('Beispieldokument');
    var body = dokument.getBody();
    var rowsData =,
    ,
    ,
    ];
    body.insertParagraph(0, dokument.getName()).setHeading(DocumentApp.ParagraphHeading.HEADING1);
    table = body.appendTable(rowsData);
    table.getRow(0).editAsText().setBold(true);
    }
    ----------------------------------------------------
    dann benötigt dieser Cloud-Script keinerlei Bandbreite, weil er ja vollständig auf
    irgendeinem Rechner, in irgendeinem Rechenzentrum des Cloudanbieters (hier Google)
    durchgeführt wird.
    Oder anders ausgedrückt...für Cloud-Computing, war die angeblich fehlende Bandbreite
    schon immer nur eine Ausrede.
    Das Problem liegt eher in fehlendem KnowHow. Und das lässt sich ganz einfach
    mit der Frage aufzeigen:
    "Was macht denn dieser oben gezeigte Cloud-Script überhaupt ?"
    Er ist ja nicht groß und auch nicht schwer zu verstehen...wenn zumindest die
    einfachsten Grundlagen des Cloud-Computing vorhanden sind.
    Deshalb kurz erklärt.
    Der Script hat den Trigger "onOpen" d.h. er wird beim laden eines Textdokuments
    in "Google Docs" automatisch ausgeführt. Zuächst erweitert der Script die Menüzeile
    in "Google Docs"mit einem neuen Menüpunkt namens "Eigenes Menü".
    In diesem Menü gibt es dann einen Menüpunkt namens "Beispieldokument erstellen".
    Und wenn man das anklickt, wird die Funktion "createDoc" aufgerufen.
    Diese erstellt dann (wie der Name ja schon sagt)...ein Beispieldokument, mit
    Beispieldaten und speichert das auf GDRIVE ab. Ausprobieren kann jeder in Google Docs selbst
    Und das alles wird aber auf den Rechnern und der Rechenleistung von Google gemacht(und
    das ist Cloud-Computing) ..und hat nichts mit der verfügbaren Internet-Bandbreite
    zu tun.Und bei Azure ist das nicht viel anders
    Also Microsoft, fordert hier durchaus berechtigt, dass
    die Entwickler neue Wege gehen, anstatt zu lammentieren
    Ich finde es sehr interessant, dass gerade Microsoft die Vorgabe mit "einen Schritt voraus" trompetet und sogar ein "wer nicht mitzieht, auf den werden wir nicht warten" proklamiert. Man ist nämlich leider in der unglücklichen Situation, selbst mit einigem nicht nur NICHT einen Schritt voraus sondern sogar hinterhechelnd zu sein. Das ist n sehr gewagtes Statement und wenn das die Großzahl der User in dieser Form an Microsoft heran tragen und auch konsequent umsetzen und beherzigen würde, dann könnte man sich in Redmond in Bezug auf seine Kunden in Europa sehr warm anziehen

    Im Bereich Cloud Computing hechelt Microsoft niemanden hinterher. Dort ist man nämlich der zweitgrößte Platzhirsch nach Amazon Web Services und Microsoft verzeichnet die höchsten Wachstumsraten (alle Cloudangebote zusammengenommen).
    Meine Erfahrungen mit schnellem Internet im ländlichen Bereich der USA sind auch nicht die besten. Sicher, die Entfernungen sind dort andere, aber wenn es sich nicht lohnt, buddelt auch dort keiner. ;-)
    Online-Speicher und Cloud-Computing sind nur bedingt vergleichbar.
    Für Cloud-Computing ist die verfügbare Bandbreite eher nebensächlich, weil dabei vom sog. EVA-Prinzip
    (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe)der rechenintensivste Teil (die Verarbeitung) auf den Rechnern in den
    Rechenzentren der Cloud-Computing Anbieter ausgeführt wird und die verfügbare Internet-Verbindung
    überhaupt nicht belastet.
    Beispiel:
    Wenn ich z.b. in ein Textdokument folgenden Cloud-Sript einfüge:
    ----------------------------------------------
    function onOpen() {
    DocumentApp.getUi()
    .createMenu('Eigenes Menü')
    .addItem('Beispieldokument erstellen', 'createDoc')
    .addToUi();
    }
    function createDoc()
    {
    var dokument =DocumentApp.create('Beispieldokument');
    var body = dokument.getBody();
    var rowsData =,
    ,
    ,
    ];
    body.insertParagraph(0, dokument.getName()).setHeading(DocumentApp.ParagraphHeading.HEADING1);
    table = body.appendTable(rowsData);
    table.getRow(0).editAsText().setBold(true);
    }
    ----------------------------------------------------
    dann benötigt dieser Cloud-Script keinerlei Bandbreite, weil er ja vollständig auf
    irgendeinem Rechner, in irgendeinem Rechenzentrum des Cloudanbieters (hier Google)
    durchgeführt wird.
    Oder anders ausgedrückt...für Cloud-Computing, war die angeblich fehlende Bandbreite
    schon immer nur eine Ausrede.
    Das Problem liegt eher in fehlendem KnowHow. Und das lässt sich ganz einfach
    mit der Frage aufzeigen:
    "Was macht denn dieser oben gezeigte Cloud-Script überhaupt ?"
    Er ist ja nicht groß und auch nicht schwer zu verstehen...wenn zumindest die
    einfachsten Grundlagen des Cloud-Computing vorhanden sind.
    Deshalb kurz erklärt.
    Der Script hat den Trigger "onOpen" d.h. er wird beim laden eines Textdokuments
    in "Google Docs" automatisch ausgeführt. Zuächst erweitert der Script die Menüzeile
    in "Google Docs"mit einem neuen Menüpunkt namens "Eigenes Menü".
    In diesem Menü gibt es dann einen Menüpunkt namens "Beispieldokument erstellen".
    Und wenn man das anklickt, wird die Funktion "createDoc" aufgerufen.
    Diese erstellt dann (wie der Name ja schon sagt)...ein Beispieldokument, mit
    Beispieldaten und speichert das auf GDRIVE ab. Ausprobieren kann jeder in Google Docs selbst
    Und das alles wird aber auf den Rechnern und der Rechenleistung von Google gemacht(und
    das ist Cloud-Computing) ..und hat nichts mit der verfügbaren Internet-Bandbreite
    zu tun.

    Prima, für die normale Datenverarbeitung wie an diesem Beispiel ist das richtig. Aber bei einem Roboter, der Meßdaten in Echtzeit verarbeiten muß, sieht es schon anders aus....
    Noch ein anderes Beispiel aus der Praxis: Für ein mobiles Meßdatenprojekt fallen pro Tag ca. 3TB Daten an. Die bräuchten ewig mit der vorhandenen mobilen Netzstruktur zur Weiterverarbeitung in die Cloud der Firma zu übermitteln. Schneller ist, die Daten auf Festplatte zu speichern und per Kurier zu schicken. Plus sicherer Datenschutz als die mobile Übermittlung.
    Die deutsche Cloud gehört der Telekom als Treuhänder da kommen die Amis garnicht ran!!
    Wie naiv muss man sein sowas zu glauben? Der Datenverkehr läuft über große Internetknotenpunkte wie zum Beispiel in Frankfurt. Und dort werden sie abgegriffen bevor sie im großen Datenspeicher der Telekom in Dodendorf bei Magdeburg gespeichert werden. Darum ist es völlig egal ob man seine Daten sofort im Original auf Servern in den USA ablegt oder nur eine Kopie davon.
    Hoffe du hast dein Alu Hut auf, und benutzt sicher linux weil du denkst es ist das sicherste der welt ;-) .
    lemotor
    Prima, für die normale Datenverarbeitung wie an diesem Beispiel ist das richtig. Aber bei einem Roboter, der Meßdaten in Echtzeit verarbeiten muß, sieht es schon anders aus....

    Robotik mit Azure, GSuite oder AWS..ja schon eine etwas bizarre Vorstellung, aber bei der geballten
    Rechenleistung der Cloud nicht unmöglich.Daten müssen ja nicht RAW verschickt werden...das geht
    auch in komprimierter Form(z.B. Befehle zu Token verkürzen , das hat man schon beim C64 so gemacht o.ä).
    Und wenn eine Firma Roboter und Cloud einsetzt, dann hat sie wahrscheinlich auch eine entsprechende
    IT-Infrastruktur, die mit einem Allerwelts-DSL16000-Anschluss wohl kaum vergleichbar ist.
    Hoffe du hast dein Alu Hut auf, und benutzt sicher linux weil du denkst es ist das sicherste der welt ;-) .

    Vielleicht solltest Du einen Aluhut aufsetzen, denn dein Kurzzeitgedächtnis scheint zu leiden. Der Kommentar auf den du dich beziehst hat nämlich vollkommen recht. Die Einflussnahme auf den Backbone in Frankfurt durch die USA via unseres BND ist noch gar nicht lange her.....
    GSGRUSHER
    Hoffe du hast dein Alu Hut auf, und benutzt sicher linux weil du denkst es ist das sicherste der welt ;-) .

    Wer auf diesen Einwand hin mit einem Aluhutspruch kommt, der hat wohl länger keine Nachrichten gesehen. Ist ja nicht so, als wäre das inzwischen öffentlich geworden.....:o
    Die Flächen deckende Verfügbarkeit hat sich doch extrem verbessert in den letzten 2 Jahren, was noch fehlt sind günstigere Preise und Abschaffung der Drosselung.

    So sehe ich es auch ! Ganz wichtig auch die mobile Sparte ! Preisgefüge ist unzureichend ebenso Datenvolumen und Drosselung !!!
    Also zunächst hoffe ich mal, dass das mit "keine Ausreden mehr" auch für MS gilt.
    Da wurde den Consumern ja doch so einiges versprochen, was letztlich nicht oder zumindest nicht pünktlich gehalten wurde.
    Zum anderen die hier angesprochene Verfügbarkeit von schneller Internet-Anbindung:
    Bei mir in der Gegend hat sich auch was gebessert - aber ist das wirklich genug?
    Bis letztes Jahr gab es hier 3000er DSL. Das ist schon viel, Luftlinie 2 km musste man sich mit 768 begnügen. Abhilfe kam, da es Fördermittel gab. Es gibt im Umkreis aber noch genügend kleinstädte, Siedlungen, Dörfer, bei denen nicht absehbar ist, wann es mal etwas wird mit schnellem Internet. Wer jetzt denkt, das wäre hier mitten im Niemandsland: Luftlinie 5 km und ich bin in Berlin.
    Und während es für unseren Ort gerade mal 1 Anbieter gibt, der jetzt bis zu 100Mbit ermöglicht, hat man im Nachbarort jetzt plötzlich größere Auswahl. Zunächst gab es dort den selben Anbieter wie hier, jetzt hat die Telekom wohl nachgerechnet, dass es sich ort doch lohnt und will nun bis zu 200Mbit anbieten.
    Manche Gegenden können offenbar froh sein, wenn sie einmal erschlossen werden, in anderen Gegenden verlegen gleich mehrere Anbieter ihre Leitungen. Klar, ist auch eine wirtschaftliche Entscheidung - und dabei fallen einige Gebiete wohl hinten runter.
    gast (G)
    Wie naiv muss man sein sowas zu glauben? Der Datenverkehr läuft über große Internetknotenpunkte wie zum Beispiel in Frankfurt. Und dort werden sie abgegriffen bevor sie im großen Datenspeicher der Telekom in Dodendorf bei Magdeburg gespeichert werden. Darum ist es völlig egal ob man seine Daten sofort im Original auf Servern in den USA ablegt oder nur eine Kopie davon.

    In Dodendorf wird auch nichts gespeichert, da gibt es nicht mal Server von der Telekom.
    Zur Kernbotschaft fällt mir der Spruch "folge der Spur des Geldes" ein. Ein Blick in den letzten Geschäftsbericht hülfe. Aber ich denke, die deutschen Unternehmen werden recht unaufgeregt analysieren, wo sie mit ihrer IT-Infrastruktur hin wollen und müssen. Da dürften irgendwelche platten Sprüche auf einer Partnerkonferenz nicht unbedingt Leitlinie sein - sondern die Gesamtlösung samt Integration in die bestehende Infrastruktur gibt den Weg vor. Wird spannend sein, zu verfolgen, wo die Reise hin geht ...

    Zitat von Candyman1SFT
    In Dodendorf wird auch nichts gespeichert, da gibt es nicht mal Server von der Telekom.
    DANKE +1

    Bedank dich besser nicht, denn das ist falsch.
    Auch hier hat der ursprüngliche Kommentar recht. Die 2km bis Biere sind wohl zu vernachlässigen....
    Ist meiner Meinung nach auch nur eine Ausrede. Jede Firma in Deutschland kann die Bandbreite haben, die sie wollen. Zur Not und mit den nötigen kleinen Münzen schickt ein Provider auch einen Bagger vorbei.

    Solange deine Firma nicht im Hamburger Hafen angesiedelt ist. ;)
    Hier mal ein Zitat aus einem Beitrag des NDR:
    Dobrindt appellierte deshalb an Hamburg, sich um einen Teil der vier Milliarden Euro zu bewerben, den der Bund für den Ausbau des Breitbandinternets bereitstellt. Hamburg hinke hier deutlich hinterher, so Dobrindt.
    olarf
    Solange es hier Gewerbegebiete mit 16 mbit oder gar 2 mbit maximaler Bandbreite gibt und Dörfer ganz ohne jegliches Internet ist es kein Wunder das sich Cloud Services nur schleppend durchsetzen. Deutschland ist garnicht bereit für mehr cloud. Das sollte man MS mal sagen. Was nützt eine deutsche Cloud wenn man garnicht zugreifen kann :)

    16Mbit würden wir hier schon alle feiern. Seit Jahren verspricht die Telekom + Stadt mehr Power, aber es geschieht nichts. Wenn ich mal von Außen auf meine private Cloud zugreife, kann ich in der Zwischenzeit auch ne Woche Urlaub machen.
    Cloud ist für mich erst dann interessant, wenn die Infrastruktur in Deutschland stimmt. Da sind wir aber, wie bekannt, weit hinterher.
    Hmmmm, also ich komme da nicht mehr so richtig mit. Ich behaupte mal, dass ich in einem technisch sehr versierten Unternehmen arbeite, aber dieses ganze Cloud-Zeug ist letztendlich fast nur für Großkonzerne interessant. Letztendlich haben Unternehmen schon jahrelang die Unzulänglichkeiten z.B.: Outlook über (teils kostenlose) Dienste von 3.Anbietern gelöst. Diese ganzen Szenarien, wo 500 Leute an dem gleichen Dokument arbeiten sind rar gesäat werden aber immer wieder als Argument angeführt. Braucht man wirklich Multibearbeitung hat man entweder nen Ftp aufgemacht oder auf Googledrive genutzt oder irgendeinen der zig anderen vorhandenen Dienste. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der klassische Mittelständer da mitmacht. Letztendlich wird der Bedarf von Großkonzernen zum künstlich generierten Bedarf der Firmen gemacht. Natürlich sind in dieser Cloudgeschichte auch interessante Punkte dabei, z.B.: Ersatz des klassischen Desktop-Pcs oder Workstation durch Rechenpower aus dem Netz. Natürlich dann alles schön über ein Abomodell mit Zukaufoption von Diensten, welche vor 10 Jahren schon kostenlos state of the art waren. Naja, schau mer mal.

    Den Eindruck hab ich auch. Wahrscheinlich ist den Amis nicht bewusst, dass in Deutschland der größte Teil der Wirtschaft im Mittelstand und Handwerk abläuft. Warum zur Hölle sollen solche Unternehmen ihre Geschäftsdaten dritten in die Hände gebe und den zugang zu diesen daten ebenfalls nicht 100% in eigener Hand zu haben. Die brauchen auch keinen zugriff von aussen, weil wenn sie ausserhalb des werkes sind haben sie feierabend.
    Matthias 059 (G)
    ....... weil wenn sie ausserhalb des werkes sind haben sie feierabend.
    sorry, aber da sehe ich einen Widerspruch in sich selbst. ich gebe dir recht, dass ein handwerklich orientierter Arbeiter am Fließband nach Feierabend keinen zugriff auf die Cloud benötigt
    die Situation sieht schon ganz anders aus für die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung dieses Werkes
    und was ist mit den Unternehmen, die einen "Help-Sevice" für Ihre Kunden anbieten, mit entsprechenden Monteuren
    KMUs, wie du sie beschreibst können nämlich ganz schön groß sein, weil es auch mit der Besitz Art des Unternehmens zu tun hat
    und, übrigens, diese kleinen und mittelständischen unternehmen erwirtschaften gerade mal 35% der gesamten Umsätze
    ganz anders sieht es dann aber auch im dienstleistungssektor aus, der mittlerweile locker 50-60% der Gesamtumsätze ausmacht, in manchen Regional Bereichen (große städte) teilweise 90%
    dazu zählen natürlich auch alle öffentlichen Ämter
    je nach Branche hast du da einen 24-stunden dienst
    je nach dem können sich natürlich die einzelnen Grenzen überlappen
    aber die Frage muss natürlich gestellt werden, ob sich solche unternehmen eher eine eigene Cloud aufbauen oder einen anmieten
    Könnt ihr mal damit aufhören Märchen zu verbreiten, das Deutschland im Internet hinterher hinkt?!
    Wer sich als Firma auf dem Land niederlässt, macht das aus einem Grund: billig! Ja, und genau das bekommt man dann auch: billiges Internet.
    Man kriegt nur das, was man auch bezahlt.
    Wem das Internet wichtig ist, muss entweder selber investieren oder sich in einem gut versorgten Gewerbegebiet ansiedeln. Dann bekommt man auch schnelle Internet-Anbindung.
    Ich sehe auch nicht ein, warum heute der Staat und somit der Steuerzahler Luxus-Internet für Firmen subventionieren soll? Ich muss als privater Internet-Nutzer für besseres Internet selber bezahlen.
    Das Internet ist kein Neuland mehr, die Pionierzeiten sind vorbei. Wir haben freie Marktwirtschaft, kein Sozialismus.
    Und was denkt ihr sieht es in den "tollen" USA aus? Auch nicht anders. Eigentlich ist es bei denen noch schlimmer! Es wird immer gesagt, das die USA technologisch so geil sind. Aber das sagen nur die, die entweder noch nie da waren, oder nur die Metropolen kennen. Sobald man in den USA aus einer Großstadt raus geht, ist dort Mittelalter angesagt. Besonders die USA sind auf dem Land ganz schlecht versorgt.
    Die Probleme dabei habe ich in den letzten 10 Wochen sehr deutlich kennen gelernt.
    1. Umzug der Firma auf einem Gelände von einem Gebäude ins nächste.
    Resultat, die Telekom war nach eine 50 Meter Umzug nicht mehr in der Lage eine 50K VDSL Leitung anzubieten. Da wir diese Aber bestellt hatten wurde im System ein solcher Fehler ausgelöst, dass wir auch 10 Wochen später kein Telefon und Internet nur durch den Privaten Einsatz des Hausmeisters auf dem Gelände haben.
    2. Entscheidung für Backups und Archivierung in der Cloud.
    Bei uns hat keiner ein Problem mit Cloudlösungen. Wir brauchen viel Speicher ca. 1TB pro Monat. für Backup und Archiv. Ich hatte für Backup und Archiv bei Amazon, einem kleinen Anbieter und bei einem Microsoft Partner, der für die Deutschland Cloud gelistet war, um Angebote gebeten. Amazon hat innerhalb einer Stunde ein Angebot zugeschickt, der kleine Anbieter innerhalb 5 Stunden, auf das Angebot des Microsoft Partners warte ich bis heute, was 4 Wochen her ist. Mag ja sein, dass 16TB + 1TB zusätzlich pro Monat zu klein ist, ich hatte aber eher den Eindruck, dass man einfach keine Lust hatte uns was anzubieten.
    Wir haben uns für den kleinen Anbieter entschieden, der das ganze über eine NextCloud löst. Ist zwar nicht schön, aber Preis und persönlicher Service sind ein Menge wert.
    Das Problem sind also die IT Infrastruktur, die selbst im Ballungsraum Ruhrgebiet zu einer Katastrophe werden kann wenn man 50 Meter weiter zieht und die Ablehnende Haltung der MS Partner wenn man Azure Dienste anfragt.
    Wer bestellt denn auch VDSL? VDSL ist ein Workaround, keine Lösung. Schon alleine die ganzen neuen weißen Kästen am Straßenrand deuten darauf hin, das etwas mit VDSL nicht stimmen kann.
    Weil VDSL nun mal nur bis 25 oder 50 Meter funktioniert, danach muss ein neuer Kasten aufgestellt werden. Horror!
    Da bestellt man sich als Firma Kabel-Internet oder am besten Glasfaser-Internet. Das sollte sich eine Firma, die vom Internet strategisch abhängt leisten können. Denn selbst als privater Nutzer kann ich mir Kabel-Internet mit 400 Mbit oder Glasfaser bei unserem lokalen Kommnukations-Anbieter buchen. Da brauche ich nicht die VDSL-Krücke.
    Wir gehen jetzt los - mit denen, die wollen. Wer jetzt nicht startet, auf den warten wir nicht mehr.

    Da sind MS und ich uns ja doch noch einig, denn genau so habe ich es jetzt auch gemacht. Statt immer weiter den ewigen Versprechungen von Microsoft zu glauben, daß mit dem nächsten Release und dem nächsten Update alles ganz toll wird starte ich jetzt einfach mit der Konkurrenz durch. Ich warte nämlich auch nicht mehr. :angel
    Warum ausgerechnet der Ankündigungsweltmeister Microsoft meint sich solche Sprüche leisten zu können, bleibt wohl deren Geheimnis. Hochmut kommt vor dem Fall.
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