Jamboard: Google präsentiert günstigen Nachbau des Surface Hub

Microsofts digitales Whiteboard und Konferenz-System Surface Hub ist zwar ein Nischenprodukt, aber ein durchaus erfolgreiches. Viele Vorbesteller warten noch auf die Auslieferung, weil die Nachfrage die Produktionskapazitäten übersteigt. Nun will auch Google in diesem Geschäft mitmischen und hat das „Jamboard“ vorgestellt. Es hat ein 4k Display mit einer Diagonalen von 55 Zoll, welches selbstverständlich Touch- und Stifteingabe unterstützt (16 Touch-Punkte, also auch Bedienung durch mehrere Personen gleichzeitig möglich). Neben den üblichen Schnittstellen (USB 3.0, WiFi, Bluetooth) sind im Jamboard natürlich auch Mikrofone sowie eine Weitwinkel-Kamera verbaut.

Interessant ist der Preisunterschied: Etwa 6.000 Dollar soll das Jamboard kosten, die „kleine“ Version des Surface Hub, die ebenfalls 55 Zoll groß ist, kostet rund 9.000 Dollar.

Natürlich ist das Jamboard voll und ganz auf das Google-Ökosystem ausgerichtet. Konferenzen laufen über Hangout, auf das Gerät gestreamt wird via Google Cast. Dokumente (natürlich in Googles eigenem Format) können via Google Docs geteilt werden.

Da ich mir nicht vorstellen kann, dass Google ein Gerät wie das Jamboard baut, weil sie mit dem Verkauf der Hardware Geld verdienen wollen, rechne ich damit, dass es so gut als irgend möglich gegen Dienste von anderen Anbietern abgeschirmt werden soll. Über das technische Innenleben ist nicht allzu viel bekannt, es soll jedoch eine angepasste Version von Android Marshmallow darauf laufen. Über den Play Store könnten dann natürlich auch Microsoft-Anwendungen ihren Weg auf das Jamboard finden – sofern dieser überhaupt verfügbar ist.

via Mary Jo Foley

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich traue es Google auch zu, das sie das schaffen. Microsoft muss sich warm anziehen. Über all liest man das die PC Absätze rückläufig sind. In den Schulen der USA werden mehr Cromebooks eingesetzt. Im Business Bereich kommen mehr Mac zum einsatzt. Die Unternehmen setzten bei Handys auf iPhone und Samsung und im Cloud Bereich schlafen die Anderen auch nicht ( Amazon und co. ).
    Was soll den an der Hardware so besonders sein, es ist ein Surface ( Tablet ) als 55 Zoll.
    Macht Sinn. One Google. Telefon, Tablet, Laptop und Konferenz-System.

    Auf einem Laptop macht Android kein sinn :D auf dem telefon auch nicht. Also für mich :P
    Auf einem Laptop macht Android kein sinn :D auf dem telefon auch nicht. Also für mich :P

    Aber für viele andere außer mich
    Auf einem Laptop macht Android kein sinn :D auf dem telefon auch nicht. Also für mich :P

    Schon mal ausprobiert? Im Grunde ein ziemlich guter Ansatz, wenn der Anwenduns- und Verwendungszweck natürlich beim Nutzer auch passt ;)
    Wie vertragen sich die Geräte mit Tageslicht und mit dem spiegelfreien Blickwinkel aus?
    Wir haben einige Klassenzimmer in meiner Schule mit ActiveBoards ausgestattet. Das Anwendungsszenario ist bis auf die Hardware eigentlich dasselbe. Mit den Boards läuft fast jeder übliche PC oder Chromebook und sie sind um ein Vielfaches größer als das Display.
    Dummerweise hat man den kleinen Anhang und die Fensterfront der gegenüberliegenden Gebäude vergessen. Im Sommer wird das Tageslicht so hell reflektiert, dass ein Arbeiten nur bei voller Verdunklung möglich ist. Genauso sieht es aus wenn der Schnee das Tageslicht vom Abhang reflektiert. Dazu braucht es nicht mal Sonne, weiße Wolke reichen aus. Wir haben jetzt wieder zusätzlich normale Kreidetafeln installiert und die Boards an die Seite gerückt. Ersatzteile bei Defekt gibt erstmal keine, da das Projekt alle Räume damit auszustatten daher erstmal nicht mehr verfolgt wird. Das ist ärgerlich, da normale Tafeln oft sogar deutlich teurer sind. Dokumentenprojektor und PC haben wir eh in jedem Raum, so dass die Boards keine Intelligenz mitbringen müssten.
    Mhh wie verbreitet ist Google und Android denn in der Geschäftswelt? Als Außenstehender habe ich davon keinen Plan.
    Naja Google und Android ist da genauso verbreitet wie die im Privatbereich. Gibt aber auch viele Firmen die iPhones verteilen.
    "Hat ja das sicherste OS" (Kotz, würg) Und das alles nur, weil sie denken, dass es so ist...
    Mmh, Microsoft macht doch schon ewig mit dem Surface Hup rum. Wird höchste Zeit einen schlankeren und günstigeren Nachfolger zu bringen. Sonst fährt der Zug auch noch ab.
    Gibt auch firmen die auf windows 10 phone setzen. So ist es nicht

    Bahn und New Yorker Polizei fallen mir da spontan ein.
    Jiimska
    Auf einem Laptop macht Android kein sinn :D auf dem telefon auch nicht. Also für mich :P

    Na ja...dieser Android-PC sieht IMO aber recht interessant aus.
    Remix IO: AIO-PC, Streaming-Box und Konsole mit 4K / Ultra HD
    da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass so ein Gerät in vielen Fällen(natürlich nicht
    allen), einen herkömmlichen Windows-PC problemlos ersetzen kann.
    Als so unumstösslich und unverückbar würde ich daher
    die Kombination:
    PC = WINDOWS
    nicht mehr betrachten. denn das o.g. Android-Gerät
    hat eigentlich alles, was einen PC ausmacht.
    Microsoft sollte da also wirklich aufpassen, dass es da
    nicht von solchen
    Geräten abgehängt wird....wäre ja nicht das erstemal, dass
    man in Redmond Trends verpennt.Und solche Geräte laufen
    im Ökosystem von Google...und nicht in der MS-Wolke
    armin2302
    .........zur Zeit nur nicht lieferbar aber ein netter Ansatz alla Surface.
    und vor allem, noch nicht mal ansehbar ;)
    bitte mal die Links korrigieren
    Ich dachte RemixOS kommt nicht mehr mit vorinstalliertem Play Store?
    Finde das Konzept immer noch spannend. Die Ähnlichkeiten zu Windows 10 sind ja enorm.
    Interessant finde ich ja, dass sobald es um Produktivität geht MS Office gezeigt wird. Das ist fast immer so. MS täte gut daran die Office Apps zu erweitern.
    Wer sich Android und Google Dienste ins Unternehmen holt, kann auch seine Firmenunterlagen gleich Open Content stellen.
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