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Windows 10: Das ewige Gratis-Update?

Seit Ende Juli ist das Gratis-Upgrade auf Windows 10 vorbei. Also zumindest offiziell. Inoffiziell ist es nach wie vor kein Problem, einen PC, auf dem Windows 7 oder Windows 8.1 läuft, auf Windows 10 zu aktualisieren. Ohne Tricks, ohne Cracks, und vor allen Dingen: Ohne Geld. Die durchaus nicht unumstrittene „Get Windows 10 App“, mit der man das Upgrade via Windows Update laden konnte, gibt es zwar nicht mehr, aber es gibt weiterhin zwei zuverlässig funktionierende Wege.

Nach wie vor lässt sich Windows 10 nämlich mit einer gültigen Seriennummer von Windows 7 oder 8.1 installieren. Noch einfacher geht es, wenn eines der beiden Systeme bereits installiert ist. Dann legt man ein Windows 10 Installationsmedium ein, welches leicht zu beschaffen ist, startet die setup.exe, führt das Upgrade durch und findet nach dem letzten Neustart ein elektronisch aktiviertes Windows 10 vor.

Das sind keine Neuigkeiten, die ich hier erzähle, den meisten Lesern dürfte das sicher bereits bekannt sein. Fast vier Monate nach dem offiziellen Auslauf des Gratis-Updates kann man aber wohl kaum mehr von einer Übergangszeit sprechen. Man muss vielmehr vermuten, dass diese Methoden unbefristet funktionieren werden.

Kann oder will Microsoft das nicht stoppen?
Die Frage ist, ob Microsoft diese Prozeduren gerne abdrehen würde, es aber aus technischen Gründen nicht kann, oder ob man diese Hintertür ganz bewusst offen stehen lässt. Eine offizielle Stellungnahme dazu gibt es nicht, und ganz streng genommen kann das „erschlichene Upgrade“ ein Lizenzverstoß sein, obwohl es technisch kein Problem ist. Tatsache ist aber auch, dass das niemanden interessiert, auch Microsoft nicht.

Ich gehe davon aus, dass man in Redmond überhaupt nichts dagegen hat, wenn auf diese Weise weiterhin viele PCs gratis auf Windows 10 aktualisiert werden. Denn genau da will man die Nutzer ja lieber heute als morgen haben. Als börsennotiertes Unternehmen, welches jedes offizielle Gratis-Upgrade als entgangenen Umsatz und damit als Verlust ausweisen muss, konnten sie dieses Angebot aber gar nicht unbegrenzt fortführen. Darum gehe ich davon aus: So, wie es jetzt ist, so soll es auch sein. Und so wird es wohl auch bleiben.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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