Atlas Recall: Microsoft investiert in innovative Suche
Digitale Assistenten, die uns bei der Suche unterstützen und dabei auf neue Technologien wie die Cloud oder maschinelles Lernen setzen, spielen in der Technikwelt eine immer größere Rolle. Neben dem Google Assistant, Siri von Apple oder Alexa von Amazon ist auch Microsoft mit Cortana hier keine Ausnahme.
Anfang November hat das Unternehmen aus Redmond gemeinsam mit seinem ehemaligen CTO Nathan Myhrvold und dem Wagniskapitalgeber Aspect Ventures in ein US-Startup investiert, was im Bereich Suche noch ein ganzes Stück weitergeht. Atlas Informatics heißt das Unternehmen, was in besagter Finanzierungsrunde immerhin 20,7 Millionen US-Dollar einsammeln konnte. Das Produkt, um das es hierbei ging, heißt Atlas Recall und soll die Suche nachhaltig revolutionieren. Jordan Ritter, CEO von Atlas und Mitgründer von Cloudmark und Napster, möchte damit nichts Geringeres als DAS digitale Gedächtnis erschaffen.
Gut fürs Archiv – sehr schlecht für den Datenschutz
Was sich für den normalen Nutzer schnell nach Skynet anhört, dürfte auch für die Datenschützer sehr schnell zum wahren Albtraum werden. Damit Atlas Recall überhaupt funktionieren kann, wird wirklich ausnahmslos alles indexiert. Das betrifft auch umfangreiche Metadaten, die dann miteinander verknüpft werden. Atlas Recall konkurriert dabei nicht mit etablierten Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yandex, sondern setzt darauf, die lokalen Suchen geräteübergreifend aufzubohren und in der Cloud miteinander zu verbinden.
Obwohl der Fall nun schon ein paar Wochen alt ist, zeigt er in meinen Augen doch sehr deutlich, wie wichtig es ist, über solch ernste Themen wie Datenschutz und Datensicherheit sachlich zu diskutieren. Wir werden mit Atlas Recall sicherlich nicht so schnell in Kontakt kommen, aber wir haben mit Cortana immerhin eine digitale Assistentin, die plattformübergreifend verfügbar ist und uns ebenfalls in allen Lebenslagen unterstützen soll. Die Technologie und der Ansatz ist teilweise anders, aber der Effekt könnte mittelfristig unterm Strich ein ähnlicher sein.
via ZDNet
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Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

