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CES 2017: Microsoft zeigt gemeinsam mit Partnern Lösungen für das smarte Auto

Erst gestern hat Claus in einem Gastbeitrag sehr schön die aktuelle Lage zum Thema “Betriebssysteme für Autos” zusammengefasst. Microsoft spielt da praktisch keine Rolle. Das heißt aber nicht, dass die Redmonder keine Pläne mehr haben, was die Präsenz im Auto angeht. Man will, wie bei Microsoft inzwischen üblich, durch Dienste seinen Beitrag zum Automobil der Zukunft leisten. Auf der CES zeigt man gemeinsam mit Partnern, was man sich vorgestellt hat.

“Fahrzeuge werden immer intelligenter und benötigen daher auch immer mehr Software- und Analytikfähigkeiten”, sagt Kevin Dallas, Corporate Vice President Business Development bei Microsoft. “Die Zusammenarbeit auf der CES 2017 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam testen und ermitteln, welche Funktionalität wirklich Zukunft hat. So können wir Autohersteller dabei unterstützen, Fahrern personalisierte Dienste anzubieten, die lernfähig sind und sich basierend auf den individuellen Vorlieben und Verhaltensweisen stetig optimieren lassen.”

Bots sollen mit künstlicher Intelligenz künftig den Fahrer unterstützen. Dabei geht es neben der Sicherheit auch um die Bedienung des Fahrzeugs und die Integration von Kalendern und persönlichen Vorlieben. Außerdem analysiert Microsoft die jeweils aktuelle Verkehrssituation und das Fußgängeraufkommen in Echtzeit auf Basis von Microsoft Azure anhand von Sensordaten, beispielsweise von V2X, Radar, Kamera und LiDar. Zusammen mit dem Unternehmen IAV sollen auf Basis dieser Daten auch Konzepte für das autonome Fahren entwickelt werden.

NXP Semiconductors führt auf der CES vor, wie sich die Verkehrssicherheit und der Verkehrsfluss durch sichere Kommunikation zwischen Fahrzeugen (V2V) sowie zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur (V2I) verbessern lassen. Anwendungen sind Kollisionswarnungen, intelligente Lichtsignalanlagen und die Erkennung gefährdeter Verkehrsteilnehmer – alles auf Basis der NXP RoadLINK-Technologie. NXP kooperiert mit Delphi und Savari für die Kommunikationsgeräte im Fahrzeug (On-Board Unit, OBU) und in den Verkehrsanlagen (Road Side Unit, RSU).

Der Schweizer Versicherungskonzen Swiss Re will auf Basis der anfallenden Daten, die von den vernetzten Fahrzeugen kommen, innovative neue Versicherungskonzepte entwickeln. Ein interessanter Ansatz, der beim Verbraucher aber garantiert für spontanes Stirnrunzeln sorgt. Eine Nacht im Freien parken trotz Garagentarif? Das macht dann 4,85 € extra, bitte…

Abgesehen davon wird uns bei den vernetzten und autonom fahrenden Autos die Sicherheitsdiskussion noch lange und intensiv begleiten. Ich denke dabei nicht nur an Hacker-Angriffe, sondern an so sensible Fragen wie “Wie viele Verkehrstote durch autonome Fahrzeuge nehmen wir als unvermeidlich hin?” Durch menschliche Fehler sterben jedes Jahr abertausende Leute auf den Straßen und niemand käme auf die Idee, das Autofahren deshalb zu verbieten. Von einer technischen Lösung erwartet man natürlich nicht weniger als Perfektion.

Quelle: Pressemitteilung von Microsoft, der Einfachheit wegen habe ich mehrer Auszüge davon wörtlich zitiert (kursiv dargestellt)

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 17 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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