OneNote: Britische Kleinstudie zeigt Effektivität bei Dyslexie

Neben der Legasthenie, der Schreibschwäche, und der Dyskalkulie, der Rechenschwäche, gehört die Dyslexie, die Leseschwäche, zu den Störungen, die betroffenen Schülern im Schulalltag besonders zu schaffen machen. Eines der Programme, welches sich hier besonders hervorgetan hat, war Microsoft OneNote. Nachdem Microsoft im vergangenen Jahr die neuen OneNote Learning Tools vorgestellt hatte, wurde OneNote unter anderem von der Non-Profit-Organisation Dyslexia Advantage als eines der besten dyslexia-freundlichen Tools des Jahres 2016 ausgezeichnet.

Wie gut OneNote aber tatsächlich ist, wollte die British Dyslexia Association (BDA) in einem kleinen Feldversuch an der Knowl Hill School in Surrey (England) herausfinden. Über einen Zeitraum von 11 Wochen wurden insgesamt 20 Schüler in ihrer Arbeit mit OneNote begleitet. Das Ergebnis: Mindestens 11 von 16 Schülern haben ihre Lesefähigkeiten deutlich verbessern können, während bei mindestens 16 von 18 Schülern auch allgemeine Verbesserungen in ihrem Verhalten festzustellen waren.

Zwar sehr klein, aber aussagekräftig
Auch wenn diese Kleinstudie nicht repräsentativ ist, verbucht man sie bei Microsoft UK doch als Erfolg und hofft auf weitere Fortschritte und Erkenntnisse in einer größer angelegten Studien. Derweil erwartet BDA-Chefin Kate Saunders deutliche Fortschritte aus der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und den Nutzern in den nächsten 5 Jahren.

In Surrey ziehen auch die Lehrkräfte ein durchaus positives Fazit. Jan Lusty, Lehrer an der Knowl Hill School, hob vor allem die gestiegene Unabhängigkeit seiner Schüler hervor. Dank OneNote hatten sie ihre Art zu Lernen wieder mehr in der eigenen Hand, was auch in einem gestiegenen Selbstvertrauen während der 11-wöchigen Studie mündete.

via Neowin und Sky News

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Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Finde ich klasse! Oftmals werden "Lese-Rechtschreib-Schwächler" als dumm abgetan. Aber das ist das Letzte, was sie sind. Das merke ich bei meinem Kind. Sehr intelligent und große Kombinations- und auch sprachliche Auffassungsgabe. Aber da hapert es. Und wenn sich ein Unternehmen so dafür einsetzt, kann es den Blick der Anderen auf diese Kinder/Schüler/Betroffenen ändern.
    Hübsche sache. Aussagefähig ist die Studie leider trotzdem nicht. Zu wenig teilnehmer. Außerdem ist hier zu wenig zu den hintergründen der teilnehmer genannt. Abgesehen machen die zahlen wenig Sinn? 20 Teilnehmer aber 11 von 16 und 16 von 18 währen auf 20 hochgerechnet 13,75 und 17,77 menschen? Also wen haben se in der studie denn bitte zerteilt?
    Kenne OneNote nur als Notizen-App vom Windows Smartphone. Dass durch deren Gebrauch die Lesefähigkeit gesteigert wird, ist beachtlich. Bei mir hat OneNote schlechte Auswirkungen: Je mehr ich auf dem Smartphone tippe, um so schlechter wird meine Handschrift-Qualität. :D
    Bald kann ich gar nicht mehr schreiben, weil ich's verlernt hab' ...
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