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Neuer Name, alte Schwäche: Samsung präsentiert das Galaxy Book in zwei Versionen

Schon im Vorfeld der CES gab es Gerüchte um neue 2in1 Geräte von Samsung mit Windows 10, nun haben sie sich bestätigt: Am Rande des MWC 2017 in Barcelona stellte Samsung das Galaxy Book mit Windows 10 vor. Es ist der Nachfolger des Galaxy Tab Pro S, und auch wenn der Name ein anderer ist, so handelt es sich dennoch um das identische Konzept. Neben aktueller Hardware bringt das Galaxy Book weitere Verbesserungen, zwei grundsätzliche Schwächen sind allerdings geblieben.

Beginnen wir mit den technischen Daten – die nachfolgende Tabelle stammt aus der Pressemitteilung von Samsung und enthält auch die Infos zum Galaxy Tab S3 mit Android, welches ebenfalls heute vorgestellt wurde:

Beide Modelle sollen Mitte 2017 erscheinen, endgültige Preise gibt es noch nicht. Das kleinere Modell wird ab 800 Euro zu haben sein, dass große Galaxy Book beginnt bei 1.200 Euro. Der Samsung Active Pen wird im Lieferumfang enthalten sein, die Tastatur-Hülle gehört bei Samsung ebenfalls zum Standard.

Das Touchpad wurde um 50 Prozent vergrößert, außerdem ist die Tastatur jetzt im “Island-Style” gehalten, was für angenehmeres Tippen sorgen soll. Das kann man natürlich erst beurteilen, wenn man es selbst ausprobiert hat. Ohne unfair sein zu wollen: Anhand der Fotos sieht es für mich nicht so aus, als könnte es Samsung in diesem Punkt mit dem exzellenten Type Cover des Surface Pro aufnehmen.

Bildquelle: TheVerge

Neues Modell wiederholt Schwächen des Vorgängermodells
Das Galaxy Tab Pro S hatte in unserem Test gut abgeschnitten – bemängelt hatte ich damals nur, dass es “zu sehr Tablet” sein möchte und die Produktivität darunter leidet. USB-C ist zwar nett, ein vollwertiger USB-Anschluss ist aber nach wie vor deutlich wertvoller, und der fehlt weiterhin. Man wird also einen Adapter benötigen, um USB-Geräte anschließen zu können.

Ein weiterer Schwachpunkt ist das Cover, welches gleichzeitig als Ständer dient. Ich weiß nicht, ob Samsung dieses Konzept selbst besser findet oder ob man vielleicht nur zu stolz ist, um das Kickstand-Prinzip vom Surface zu übernehmen, aber die Cover-Variante ist zu wenig flexibel, und das Arbeiten auf dem Schoß ist damit auch umständlicher.

Man kann dem Galaxy Book zu Gute halten, dass es konsequenter auf Mobilität ausgelegt ist. Mir persönlich gefällt das Surface-Prinzip, auf das inzwischen viele OEMs setzen, deutlich besser.

Ein Highlight des Galaxy Book ist sicherlich Samsung Flow. Wer gleichzeitig ein Galaxy-Smartphone besitzt, kann mit diesem das Galaxy Book entsperren, Benachrichtigungen synchronisieren und auf einfache Weise einen Hotspot einrichten.

Weitere Bilder und einen ersten Bericht zum Galaxy Book gibt es z.B. bei Computerbase.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 16 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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