Book One: Das Windows-Notebook von Porsche-Design ist ein innovatives Prachtstück

Hier kommt das vielleicht abgefahrenste Notebook des Jahres 2017: Auf dem Mobile World Congress wurde heute das bereits im letzten Jahr angekündigte Windows Notebook von Porsche Design enthüllt, und das Warten hat sich gelohnt. Das „Book One“, so der offizielle Name, ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern hat auch ein paar Innovationen im Gepäck.

Es handelt sich um das erste Windows-2in1 überhaupt, welches zugleich ein Convertible als auch ein Detachable ist. Bedeutet: Das Display lässt sich im „Yoga-Style“ um 360 Grad umklappen oder alternativ auch von der Tastatur abdocken und als reinrassiges Tablet verwenden.

Die zweite Innovation ist der Book One Pen: Es ist der erste aktive Stylus für Windows, der von Microsoft und Wacom gemeinsam entwickelt wurde.

Wie bei Porsche Design üblich, steht die Ästhetik an oberster Stelle: Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem Aluminium, das zusätzlich sandgestrahlt und matt eloxiert ist. Tablet- und Tastatur-Einheit sind symetrisch und jeweils 7,7 mm dick, quasi nebenbei ist das Book One damit auch eines der dünnsten Convertibles, die derzeit auf dem Markt sind.

Der absolute Hingucker, in den ich mich sofort verliebt habe, ist aber das aus Edelstahl gefertigte Scharnier, welches den Namen „VarioGrip“ trägt. Es soll an die Zahnräder eines Sportwagen-Getriebes erinnern und sieht einfach nur – Verzeihung – geil aus.

Äußerliche Schönheit ist nicht viel wert, wenn die inneren Werte nicht stimmen. Die technischen Spezifikationen könnt ihr weiter unten in aller Ausführlichkeit nachlesen, hier die wichtigsten Rahmendaten: Das 13,3 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixel, angetrieben wird das Book One von einem Intel Core i7-7500U, dem 16 GB DDR3-RAM zur Seite stehen. Daten finden auf der 512 GB großen SSD Platz, außerdem ist ein microSD-Slot integriert.

Natürlich unterstützt das Book One auch die Anmeldung per Gesichtserkennung mit Windows Hello.

Eingaben erfolgen über das Precision Touchpad aus Glas oder die Tastatur, die über eine dimmbare Hintergrundbeleuchtung verfügt. Im Tablet findet man einen USB-C Anschluss sowie einen 3,5 mm Audio-Ausgang, in der Tastatur-Einheit befindet sich ein weiterer USB-C/Thunderbolt-Port sowie zwei USB 3.0 Type A Slots. Über den beigelegten USB-C auf HDMI-Adapter (HDCP 2.2) können externe Displays mit 4k-Auflösung angesteuert werden.

Das OneBook bringt 1.580 Gramm (Tablet: 758 g) auf die Waage, die Laufzeit ist mit bis zu 14 Stunden angegeben, das Tablet alleine soll bis zu fünf Stunden laufen. Dank Schnelladefunktion ist das Book One binnen 2 Stunden wieder voll aufgetankt.

Der Stift
Ein echtes Premium-Gerät ohne Stift ist im Jahr 2017 und im Angesicht des Creators Update für Windows 10 nicht mehr denkbar. Der Book One Pen stammt von Wacom, unterstützt 2.048 Druckpunkte, ist 140 mm lang und wiegt mit Batterie etwa 19 Gramm. Er ist wie das Book One aus eloxiertem Aluminium gefertigt.

Der Book One Pen verfügt über zwei Tasten, eine konfigurierbare Funktionstaste sowie eine zum Löschen von Inhalten. Wie beim Surface Book haftet der Pen magnetisch am Gehäuse. Die Batterie soll 7,5 Monate durchhalten.

Und was kostet das Book One?
Machen wir es kurz spannend: Als ich die ersten konkreten Infos zu dem Gerät erhielt, habe ich im Gedanken daran, dass das Huawei Mate 9 in der Porsche Design Edition 1.400 Euro kostet, mit einem Preis weit über 3.000 Euro gerechnet. Porsche Design ist eine Premium-Lifestyle-Marke, die nicht für preisbewusste Käufer gedacht ist. Darum war ich tatsächlich überrascht, dass das Book One „nur“ 2.795 Euro kosten wird. Das liegt sogar noch unter der UVP des Surface Book in vergleichbarer Ausstattung.

Es fällt natürlich trotzdem in die Kategorie „muss man wollen“. Wer will, kann ab April im Fachhandel oder in den Porsche Design Stores zugreifen.

Ich finde es fantastisch, dass es ein solches Gerät im Windows-Ökosystem gibt. Vom sparsamen Kleinwagen bis zur Luxus-Karosse ist alles geboten. Das Porsche Design Book One ist ein echtes Prestige-Produkt – wer hätte es vor nicht allzu langer Zeit überhaupt für möglich gehalten, dass ein solches Gerät mit und für Windows erscheint? Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, es zum ersten Mal in die Hand zu nehmen. Die Einladung zur offiziellen Präsentation in Barcelona konnte ich leider nicht wahrnehmen, so bleibt mir und euch vorerst nur der folgende Teaser. Es sind aber etliche Medienvertreter vor Ort, die ersten Hands on Videos dürften nicht allzu lange auf sich warten lassen.



Hier nun noch das komplette Datenblatt des Book One. Man kann es ein bisschen schlecht lesen, darum habe ich es hier als PDF abgelegt. Außerdem findet ihr unter porsche-design-computing.com ebenfalls alle Infos.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Hab Porsche gelesen und musste lachen. Erst recht bei der Überschrift "innovatives Prachtstück". Jetzt bin ich total baff. Denn es trifft tatsächlich zu. Und auch der Preis ist nicht völlig überzogen.
    Besonders der Stift würde mich interessieren. Porsche Design und dann nicht nur Premium Name und Design, sondern auch mal top Technik. Dass ich das noch erleben darf.
    Nach allem was es an Daten so gibt das bessere Surface Book.
    Sieht schon Klasse aus!
    Bin gespannt wann das Surface Pro 5 und Surface Book 2 kommen und was die dann können.
    Sieht echt sehr gut aus und das Innenleben ist auch TOP. Da ich aber nur n Golf fahre ist es nix für mich, wenn ich mir n Porsche kaufe liegt es sicher eh bei!
    Klasse da Teil, nur leider wieder ohne LTE.
    Ich hatte so gehoft das Porsche für uns Europär etwas mit LTE bringt.
    Sonst der totale haben will Effekt :-)
    ....ich habe mal zu mir selbst gesagt:"Irgendwann kaufe ich mir einen Porsche!" Na ja, vielleicht bleibe ich bei meinem VW und hänge ein "Design" an das Porsche.
    Ein tolles Gerät welches einen Kaufreflex bei mir auslöst....
    Hätte es noch zusätzlich einen Kickstand für den Tabletmodus und e-sim oder LTE wäre es mein Traum. So ist es einfach "nur" toll.
    Hmm... Performance Base oder Porsche... Porsche hat kein SD Karten Leser und das Display sieht vom Design her beim SB besser und durchdachter aus, wenn man sich die Ränder anschaut
    Stefan
    Nach allem was es an Daten so gibt das bessere Surface Book.

    Naja ohne dedizierte GPU kann es dem Surface Book nicht ganz das Wasser reichen.
    Wie Martin angemerkt hat ist es ja in etwa so teuer wie das vergleichbar teure Surface Book und da ist dann eben noch die GPU drin... und mobile GPUs sind ziemlich teuer!
    Aber so wie ich das mitbekommen habe der erste Laptop nach dem Surface Book, wo man den Bildschirm "abmachen" kann. Bin mal gespannt ob da noch weitere folgen werden.
    Da würde man sich jetzt nur noch wünschen, dass es Surface Phone im Porsche Design gäbe ... na ja, man kann ja mal träumen.
    Aluminium - dachte immer das wäre so ein "Alzheimer-Beschleuniger" wenn man damit ständig in Kontakt ist?
    Deshalb wäre Magnesium o. Ä. besser!
    free
    Wie wird es gerechnet?

    Garnicht, der horizontale Wert der Auflösung wird einfach als Bezeichner genommen.
    Die Bezeichnung 2k und 4k kommen eigentlich vom Film (Kinokameras) und stehen für 2048 und 4096. Die Digitalen Auflösungen weichen da etwas mehr ab, dennoch wird einfach ab oder aufgerundet und die entsprechend passende Bezeichnung genommen.
    Somit haben wir hier vereinfacht eine 3k Auflösung.
    So müssen Notebooks heutzutage aussehen. Für mich als nicht Porschefahrer leider zu teuer. Daher gebe ich mich mit meinem Einsteiger Surface Book zufrieden.;)
    Aluminium - dachte immer das wäre so ein "Alzheimer-Beschleuniger" wenn man damit ständig in Kontakt ist?
    Deshalb wäre Magnesium o. Ä. besser!

    Ideal für mich! Dann weiss ich morgen nicht mehr, was ich gestern für das Teil bezahlt hatte.
    @Nase: Was du da vorrechnest, ist die Anzahl der Pixel. Dann darf hinter der Zahl aber kein k stehen, das steht nämlich für Tausend. Es sind aber 5,67 Millionen :).
    "das erste Windows-2in1 überhaupt, welches zugleich ein Convertible als auch ein Detachable ist"
    Wieso das erste? Was ist mit dem Surface Book?
    blue max
    Hmm... Performance Base oder Porsche... Porsche hat kein SD Karten Leser und das Display sieht vom Design her beim SB besser und durchdachter aus, wenn man sich die Ränder anschaut

    Also SD Karte hat das Teil
    Es soll an die Zahnräder eines Sportwagen-Getriebes erinnern und sieht einfach nur - Verzeihung - geil aus

    Schaut wirklich interessant aus, aber erinnern tut mich das eher an einen Dübel.
    im übrigen
    https://www.microsoftstore.com/store/msde/de_DE/pdp/Surface-Book/productID.332719100
    180° und abnehmbar. Aber(!) dazu muss das Display abgenommen und gedreht werden ;-)
    In sofern ist das Porsche-Design tatsächlich das Erste mit 180° Scharnier bei dem die Displayeinheit auch abgenommen und einzeln verwendet werden kann.
    Bläckerl Roy (G)
    Aluminium - dachte immer das wäre so ein "Alzheimer-Beschleuniger" wenn man damit ständig in Kontakt ist?
    Deshalb wäre Magnesium o. Ä. besser!

    Huhnagack
    Ideal für mich! Dann weiss ich morgen nicht mehr, was ich gestern für das Teil bezahlt hatte.

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