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Kaspersky arbeitet an Anti-Trust-Beschwerde gegen Microsoft

Es ist mal wieder soweit: Nachdem Microsoft vor etlichen Jahren bereits Ärger mit der EU-Kommission wegen dem Internet Explorer bekommen hat und daraufhin eine entsprechende Browserauswahl implementieren musste, brauen sich nun schon wieder dunkle Wolken am Horizont zusammen. Stein des Anstoßes ist diesmal der Windows Defender, der nach Ansicht von Kaspersky wieder ein Instrument von Microsoft darstellt, seine eigene Marktmacht zu missbrauchen. Aus diesem Grund arbeiten die Russen nun an einer entsprechenden Beschwerde in Brüssel.

Auch die EU-Komission sieht demnach eine Gefahr, wird aufgrund der gebundenen Ressourcen im Kartellverfahren gegen Google aber wohl nicht sofort aktiv werden. Microsoft wollte sich dazu bisher noch nicht äußern.

Ohnmacht einer Industrie
So wenig überraschend dieser Schritt jetzt auch kommt, so zeigt er doch auch in einem gewissen Maße die Ohnmacht eines ganzen Industriezweiges innerhalb der Informationstechnik. Während Microsoft den Defender mittlerweile in ein umfassendes Sicherheitskonzept von Windows 10 integriert hat, müssen sich die AV-Unternehmen mehr und mehr scharfe Kritik etablierter Sicherheitsforscher gefallen lassen und patzen unter anderem bei den verschlüsselten Zertifikaten immer mehr.

Gerade auch vor dem Hintergrund heutiger Bedrohungen ist es daher umso wichtiger, dass sich die entsprechenden Entwickler neu erfinden und wirklich neue Strategien vorlegen. Was wir im Team dazu sagen, darüber haben unter anderem Martin und ich schon entsprechende Beiträge vorgelegt.

via WinFuture und Investigate Europe

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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