Update-Sperre für alte Windows-Versionen und neue CPUs lässt sich austricksen

Wie im letzten Jahr angekündigt, hat Microsoft den Support für Windows 7 und Windows 8.1 eingestellt, wenn diese auf einem PC ausgeführt werden, in dem eine Intel Kaby Lake oder AMD Ryzen CPU verbaut ist. Auf den aktuellen Prozessor-Generationen wird nur noch Windows 10 unterstützt. Die Reaktionen auf diese Maßnahme reichten von „richtig so“ bis „skandalös“.

Die Art und Weise, wie diese Sperre umgesetzt wird, ist recht simpel: Mit dem Update KB4012218 wurde zum März-Patchday ein CPU-Check eingeführt. Windows Update prüft, ob in dem PC eine unterstützte CPU steckt – sofern eine nicht unterstützte CPU entdeckt wird, werden keine verfügbaren Updates angezeigt.

Ein Nutzer, der sich auf GitHub Zeffy nennt, hat für diese Sperre nun einen „Anti-Patch“ entwickelt. Er besteht aus vier Batch-Scripten, welche die an der CPU-Prüfung beteiligten DLL-Dateien manipulieren und dafür sorgen, dass die Prüfung ergebnislos verläuft – Windows Update liefert daraufhin wieder brav die neuesten Patches aus. Die Scripte stehen auf GitHub zum Download zur Verfügung.

Systemdateien zu manipulieren, mag in diesem Fall als Notwehr interpretiert werden, ist und bleibt aber natürlich keine empfehlenswerte Vorgehensweise. Schon alleine deshalb, weil es zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann, deren Ursache nicht immer klar ersichtlich ist. Außerdem können die Dateien mit künftigen Updates natürlich jederzeit wieder durch neuere Versionen ersetzt werden.

via borncity

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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