Windows Auto Pilot soll die Bereitstellung von Windows 10 vereinfachen

Achtung, nicht falsch verstehen. Hinter Windows Auto Pilot steckt kein neuer Ansatz Microsofts zum Thema selbstfahrende Autos, und mit Fliegerei hat es ebenfalls nichts zu tun. Windows Auto Pilot ist der Oberbegriff für eine Sammlung von Werkzeugen und Services, mit denen die Bereitstellung von Windows PCs in Unternehmen so einfach werden soll wie nie zuvor. Auspacken – einschalten – arbeiten.

Wer schon beruflich damit zu tun gehabt hat, der weiß, wie es heute oft läuft. Neue PCs landen erst mal bei der IT, dort werden sie betriebsbereit gemacht und mit der für das Unternehmen wichtigen Software betankt. Große Unternehmen haben meist irgendwann ein eigenes Windows-Image erstellt, mit dem sie die neuen Geräte bespielen, bevor sie den Mitarbeitern übergeben werden können.

Mit Windows Auto Pilot soll es grundsätzlich möglich sein, dass ein neuer PC direkt an den Mitarbeiter ausgeliefert wird. Der schaltet ihn ein, und das Gerät konfiguriert sich wie von Geisterhand komplett von selbst.

Wie soll das funktionieren? OEMs oder Reseller verknüpfen die bestellten PCs beispielsweise über die Seriennummer direkt mit dem Kunden, den entsprechenden Cloud-Service dafür stellt Microsoft zur Verfügung. Sobald der Empfänger das Gerät einschaltet und sich via Azure Active Directory erfolgreich als Mitarbeiter des Unternehmens authentifiziert, wird die über Intune (oder ein anderes Mobile Device Management) hinterlegte Konfiguration aufgespielt. Dabei werden Gruppenrichtlinien angewendet, Programme zur Installation vorgemerkt etc. – eben alles, was so dazugehört, um den PC fit für den Arbeitseinsatz zu machen.

Getreu dem Motto „Eat your own dogfood“ wird Microsoft den neuen Windows Auto Pilot mit seinen Surface Geräten und ausgewählten Kunden noch in diesem Sommer pilotieren. Ab dem Fall Creators Update im Herbst soll der Auto Pilot dann allen Kunden zur Verfügung stehen.



Quelle und weitere Infos: Microsoft

Das klingt spannend und verspricht erhebliche Einsparpotenziale, gleichwohl wird man auch über Risiken diskutieren müssen. Wird ein PC z.B. auf dem Transportweg von jemandem gestohlen, der sich zuvor das Passwort eines Mitarbeiters erschlichen hat, könnte das unangenehme Folgen haben. Ich gehe aber mal davon aus, dass die erstmalige Inbetriebnahme in irgendeiner Form zusätzlich abgesichert ist.

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Naja, aber Intune ist halt leider auch nicht gerade günstig. Wir haben das jeweils über ein im Netzwerk hinterlegtes Image gemacht bei meinem letzten Arbeitgeber. Intune hat den Rest gemacht mit dem Vorinstallieren von Software. Hat auch nicht immer geklappt.
    Ah und für den Privatgebrauch: Wer sich nicht mühsam überall seine Software zusammensuchen will, soll sich mal bei ninite.com umsehen. Ansehen, anklicken, downloaden und mit drei Klicks wird alles ausgewählte installiert.
    Für den Privatgebrauch haben wir doch bald nur noch Windows 10 S mit allen Apps aus dem Store :angel
    Im Unternehmen richte ich das seit Jahren über WDS MDT SCCM ein, je nach Größe.
    In der Cloud braucht es wohl einen neuen Namen.
    Programme zur Installation vorgemerkt

    und installiert wird es dann von der IT-Abteilung oder wie kommen da jetzt die Programme drauf?
    Ah und für den Privatgebrauch: Wer sich nicht mühsam überall seine Software zusammensuchen will, soll sich mal bei ninite.com umsehen. Ansehen, anklicken, downloaden und mit drei Klicks wird alles ausgewählte installiert.

    was ninite.com an Programmen anbietet ist ja nun wirklich nur noch für Win7 oder kleiner, sonst sind diese Programme eigentlich ja überflüssig.
    Die Idee ist ja schon ein bisschen umgesetzt mit den Provisioning Packages. Und der AAD join geht gut mit 2FA zu sichern Martin:)
    was ninite.com an Programmen anbietet ist ja nun wirklich nur noch für Win7 oder kleiner, sonst sind diese Programme eigentlich ja überflüssig.

    Bitte? Firefox, TeamViewer, VLC, Winrar, Antivirenprogramm. Das sind so die, die ich den Leuten standardmässig drauflade. Einige wünschen noch so Programme wie Google Earth und Co.
    Bitte argumentier jetzt aber nicht damit, dass man alles im Store findet...sonst muss ich lachen.
    Das ist doch schon lange nicht mehr so.. Dass pcs mit images betankt werden... Mac adresse eintragen rechner zum kunden und beim erstem boot wird über pxe alles gezogen und der anwender kann in 15 min loslegen.. Dazu braucht es keine cloudlosungen... Das mach ich sogar zuhause teilweise so ?
    @br403 jepp, das war auch mehr ein konstruiertes Beispiel. Wenn ich Geheimnisse ausspionieren will, klau ich mir sowieso ein fertig eingerichtetes Gerät :D. Oder ich setze mich einfach neben den Typen in die Bahn, dort bekommt man so ziemlich alles mit.
    Naja, aber Intune ist halt leider auch nicht gerade günstig. Wir haben das jeweils über ein im Netzwerk hinterlegtes Image gemacht bei meinem letzten Arbeitgeber. Intune hat den Rest gemacht mit dem Vorinstallieren von Software. Hat auch nicht immer geklappt.
    Ah und für den Privatgebrauch: Wer sich nicht mühsam überall seine Software zusammensuchen will, soll sich mal bei ninite.com umsehen. Ansehen, anklicken, downloaden und mit drei Klicks wird alles ausgewählte installiert.

    Danke für den Tipp, da ich als insider öfters mal den oc neu aufsetzen muss und immer wieder den ganze kram zusammen suchen muss und da ist sowas natürlich um einiges einfacher
    Danke für den Tipp, da ich als insider öfters mal den oc neu aufsetzen muss und immer wieder den ganze kram zusammen suchen muss und da ist sowas natürlich um einiges einfacher

    Wie wäre es mit einmal die ganzen .exe Dateien auf ein USB Stick zu ziehen?
    Manche Leute kennen nur "Kompliziert"...
    Wie wäre es mit einmal die ganzen .exe Dateien auf ein USB Stick zu ziehen?
    Manche Leute kennen nur "Kompliziert"...

    Und jedes Mal wenn es ne Aktualisierung gibt den Stick aktualisieren und die Dateien ersetzen? Wozu bitte, wenn man auf ner Website immer die aktuellsten Downloads auf einmal runterladen kann?
    Oder mit anderen Worten: Wieso kompliziert, wenns auch einfach geht?
    Ich habe auch einen Ordner mit Anwendungen, aber für Notfälle, den halte ich aktuell, aber meist hole ich übers Netz alles neu und frische den Ordner auf bei Bedarf; das ist gut, wenn man mal kein Netz hat. Ansonsten nutze ich FileHippo, bin damit aber nicht mehr so glücklich.
    Was anderes, das ich nutze, ist PortableApps.com, wo ich viele Programme portabel bekomme und sie direkt nutzen kann wie vorher nach einer Windows-Installation.
    Herrje, das geht mit Intel vPro seit ca. 10 Jahren schon so, und wenn\'s sein soll, auch nur an einer LAN-Buchse oder einem bestimmte WLAN AP. Enterprise-Technologie eben. Hier nicht das richtige Forum dafür... Neu ist, dass all das nun auch mit beliebigen Systemen und Microsoft-Werkzeugen allein funktioniert. Und ggf. dank Cloud auch ohne eigene Infrastruktur dafür.
    Noch mal meine Frage zu dieser Aussage:
    Programme zur Installation vorgemerkt

    und installiert wird es dann von der IT-Abteilung oder wie kommen da jetzt die Programme drauf?
    ich meine die Frage durchaus ernst......Programme vorgemerkt: Bedeutet es in diesem Fall, das der Anwender die Rechte dazu hat diese Programme zu installieren?
    OliverL
    Und ggf. dank Cloud auch ohne eigene Infrastruktur dafür.

    Stimmt schon, das ist die eigentliche Nachricht. Es geht ja am Ende auch nur darum, genau diese Cloud-Dienste an den Mann zu bringen.
Nach oben