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Xbox One: Kinect kann komplett abgeschaltet werden

Vorwort: Die Tatsache, dass diese Meldung einen Artikel wert ist, zeichnet ein düsteres Bild von der deutschen Medienlandschaft.
Kaum war die Xbox One heute vor einer Woche vorgestellt, da wurden um die neue Generation der Kinect schon die wildesten Verschwörungstheorien entwickelt. Von ständiger Bespitzelung durch die Kameras und Mikrofone war die Rede, sogar unser oberster Datenschützer Peter Schaar sah sich zu einer Stellungnahme genötigt. Die Horrorszenarien sah zwar auch er als übertrieben an, dennoch hielt er für höchstbedenklich, was da alles an Informationen aufgezeichnet und ausgewertet wird.
Ich freute mich schon, mit Peter Schaar bald ein neues Mitglied in der Techblogger-Familie begrüßen zu dürfen, hatte er die neue Konsole doch ganz offensichtlich schon bei sich zu Hause stehen und intensiv getestet.

Und nun nimmt Microsoft all diesen Datenschutz-Untergangspropheten mit einem Schlag den Spaß und gibt bekannt: Das Ding kann man abschalten! Wer mit seiner Xbox One nicht sprechen und Kinect nicht in die Augen schauen will, der knipst den Sensor einfach aus. Na so ein Mist, was machen wir denn nun mit all der mühsam angestauten Entrüstung?

Nein, das Thema ist damit noch nicht gegessen – es gilt in der Tat ein waches Auge darauf zu haben, was Kinect tut, wenn es ‚im Dienst‘ ist. Das sollte allerdings mit der nötigen Sachlichkeit geschehen. Diese wiederum kann nur auf Fakten basieren, und die werden wir wohl erst bekommen, wenn die Xbox One auf dem Markt ist.
Was es grundsätzlich dazu zu sagen gibt, habe ich hier schon getan:
Xbox One und Kinect: Wie Trolle eine sachliche Datenschutz-Diskussion verhindern

Es sollte mich trotzdem nicht wundern, wenn morgen bei heise zu lesen ist, dass Microsoft aufgrund deren investigativer Berichterstattung jetzt schnell eine Abschaltfunktion eingebaut wurde, die es sonst natürlich nie gegeben hätte. Die Skype-URL-Spoofing-Luftnummer lässt schön grüßen.

Quelle, via

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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