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Xbox One ohne Kinect? Sag niemals nie!

Obwohl Microsoft inzwischen davon abgerückt ist, dass Kinect im laufenden Betrieb ständig an die Xbox One angeschlossen sein muss, denkt man nicht darüber nach, die Konsole auch ohne den Kamera-Sensor zu verkaufen. „Xbox One ist Kinect, das sind keine zwei verschiedenen Systeme. Die Xbox hat einen Prozessor, Arbeitsspeicher, ein Blu-ray Laufwerk, Kinect, und einen Controller. Alle diese Dinge sind Teile des Ökosystems“, antwortete Phil Harrison von Microsoft im Rahmen eines Interviews auf der Gamescom auf eine entsprechende Frage.
Anschließend schwelgte er über die tollen Funktionen von Kinect bei der Steuerung von Spielen und die Möglichkeiten, welche die Spracherkennung bietet. Ich will ihm diese Begeisterung ja nicht absprechen – und ganz bestimmt will ich auch keine Xbox One ohne Kinect haben. Ich weiß aber sehr wohl, dass meine Meinung nicht unbedingt repräsentativ ist.

Microsoft hat in den letzten Wochen vieles richtig gemacht, was die Xbox One angeht. Beinahe alle Kritikpunkte, die von den potenziellen Käufern ins Feld geführt (oder von den Medien erst zu Kritikpunkten hochstilisiert) wurden, sind beseitigt. Natürlich gab es auch dafür wieder Kritik und die Frage „warum eigentlich nicht gleich so?“, insgesamt scheint man aber nach mehreren Korrekturen nun auf dem richtigen Kurs zu sein.

Die Äußerung von Microsoft-Manager Harrison zeigt aber, dass eine alte Microsoft-Krankheit immer noch nicht besiegt ist: Geblendet von der eigenen Begeisterung kommt man gar nicht erst auf die Idee, dass es da Draußen Leute gibt, die das nicht haben wollen, weil es sie einfach nicht interessiert. Du musst das kaufen, weil wir das so toll finden – das ist die Begründung, warum man die Xbox One nicht ohne Kinect kaufen kann.
Ich sag dazu nur: Sag niemals nie.
Obwohl es für Microsoft natürlich eine viel einfachere Möglichkeit gibt, diese Diskussion zu beenden, ohne erneut einen Kurswechsel vornehmen zu müssen. Einfach den Preis um hundert Euro senken.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!