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Highlights der Ultrabook-Präsentation

Ein Blick auf die Top-Modelle von Asus, Fujitsu, Acer und Toshiba
Wie bereits berichtet, hat Intel am Donnerstag die Deutschland-Premiere der neuen Ultrabook-Generation auf Ivy Bridge Basis gefeiert. Vor Ort waren auch zahlreiche Hersteller, die ihre neuen Geräte präsentierten. Teilweise sind diese bereits im Handel, auf manche werden wir noch etwas warten müssen. Da es an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde, auf jedes Gerät einzeln einzugehen, habe ich mir einige Highlights heraus gepickt – jedes der folgenden Geräte hat im Ultrabook-Segment ein Alleinstellungsmerkmal.

Toshiba Satellite U840W
Das Toshiba Satellite U840W verfügt über ein außergewöhnliches Format – es ist das erste und bisher einzige Ultrabook mit einem Seitenverhältnis von 21:9. Das 14,4 Zoll große Display löst mit 1792 mal 768 Bildpunkten auf und ist leider nicht entspiegelt. Das außergewöhnliche Format spielt seine Stärken bei der Wiedergabe von Hollywood-Filmen aus, weil hier keine schwarzen Balken auftreten. Beim normalen Arbeiten und Surfen erlaubt die ungewöhnliche Breite die Darstellung von zwei Fenstern nebeneinander, der kurze Eindruck beim Hands-On-Test vor Ort war dennoch zwiespältig – es wirkt einfach sehr ungewohnt.

Die Vorderseite des U840W ist teilweise und die Rückseite vollständig gummiert, was sich äußerst angenehm anfühlt. Anders als bei den Modellen mit Metallgehäuse hat man nicht ständig Angst, es könne einem im nächsten Augenblick aus den Fingern gleiten.
Für satten Multimedia-Sound sorgen beim U840W Lautsprecher von harman&kardon, und die beleuchtete Tastatur sorgt auch in dunkeleren Umgebungen dafür, dass man die richtige Taste trifft.
Das Toshiba Satellite U840W kommt voraussichtlich im Juli auf den Markt. Der Preis steht noch nicht endgültig fest, er dürfte aber um 1.200 Euro liegen.

Fujitsu Lifebook U772
Das Fujitsu Lifebook U772 richtet sich an Business-Anwender. Es verfügt über einen Fingerprint-Sensor und als einzig aktuelles Ultrabook über einen Anschluss an eine Docking Station.
Dank des Magnesium-Gehäuses ist das 14-Zoll-Ultrabook 1,4 kg leicht. Das Display löst mit 1366 mal 768 Pixeln auf. Das ausgestellte Gerät hatte im direkten Vergleich einen schwachen Blickwinkel, und der Deckel fing bei leichten Erschütterungen stark zu schwingen an – das könnte beispielsweise im Zug sehr störend sein. Allerdings handelte es sich – obwohl das U772 brereits im Handel erhältlich ist – um ein Vorseriengerät.
Die Laufzeit gibt Fujitsu mit acht bis zehn Stunden an. Eine Tastaturbeleuchtung fehlt bisher aus patentrechtlichen Gründen, soll aber baldmöglichst nachgerüstet werden.
Die Preise des Lifebook U772 beginnen bei 999 Euro und variieren je nach Ausstattung.
Es ist in Silber und in einem knalligen Rot erhältlich.

Acer Aspire S5
Das Aspire S5 wird von Acer als das momentan dünnste Ultrabook beworben – es ist gerade mal 15 Millimeter flach und 1,2 kg leicht. Das komplett in schwarz gehaltene Gerät hat ein 13,3 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten.
Von der Seite betrachtet wirkt das Aspire S5 in der Tat flach wie eine Flunder.

Zur Realisierung dieses Designs hat sich Acer eine originelle Technik mit dem Namen Magic Flip einfallen lassen. Die rückwärtigen Anschlüsse für HDMI, USB 3.0 und – Achtung – Thunderbolt – befinden sich hinter einer Klappe im Boden, die auf Knopfdruck ein- und ausgefahren werden kann. Wie das funktioniert, haben Maddes und ich gemeinsam im Video festgehalten:



Diese pfiffige Lösung hat noch den angenehmen Nebeneffekt, dass das S5 bei ausgefahrenen Schnittstellen leicht geneigt steht, was das Tippen angenehmer macht.
Die Akkulaufzeit gibt Acer mit “bis zu sieben Stunden” an, was in der Praxis wohl bedeutet, dass es bei intensiverer Nutzung die Ultrabook-Norm von fünf Stunden gerade so erfüllt.

Die UVP des Aspire S5 liegt bei 1199,- Euro, der Straßenpreis dürfte sich mit Erscheinen (voraussichtlich im Juli) wohl schnell etwas darunter einpendeln.

Asus Zenbook UX31A
Asus hat nach eigener Aussage im Ultrabook-Segment aktuell die Marktführerschaft.
Und wenn man das Zenbook UX31A gefühlt und ausprobiert hat, dann glaubt man das auch.
Das Gehäuse besteht komplett aus Aluminium und wird aus dem vollen Block gefräst, dadurch wirkt es trotz seiner filigranen Maße – an der dünnsten Stelle ist es gerade mal drei Millimeter dick – ausgesprochen stabil. Das Gewicht ist mit 1,3 kg angegeben.

Das 13,3 Zoll große, entspiegelte Display mit IPS-Panel bietet FullHD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Bildpunkten und spielt auch dank seines wirklich beeindruckenden Blickwinkels in einer eigenen Liga. Selbst wenn man den Bildschirm im spitzen Winkel betrachtet, ist das Bild noch bestens zu erkennen:

Die FullHD-Auflösung ist im Multimedia-Betrieb natürlich ein Hingucker, beim Internet-Surfen oder beim Lesen von Dokumenten wird die Schrift aber schon fast unangenehm klein und es muss gezoomt werden. Das konnte meinen persönlich “besten Eindruck” aber nicht trüben.
Der Preis des Zenbook UX31A beginnt bei 1099,- € (i5-CPU mit 128 GB SSD) und reicht bis 1399,- € (i7-CPU mit 256 GB SSD). Alle Modelle haben 4 GB Arbeitsspeicher. Es ist bereits im Handel, jedoch bei den meisten Händlern schon wieder ausverkauft.

Insgesamt kann man sich dem Charme der Ultrabooks nur schwer entziehen – ich habe an diesem Abend kein Gerät in den Fingern gehabt, von dem ich hätte sagen können, dass ich es niemals haben wollte. Als ich am nächsten Tag mein Thinkpad wieder in die Finger nahm, fühlte ich mich in die Steinzeit zurück versetzt – obwohl ich die fast schon militärische Robustheit des Thinkpads ebenfalls nicht missen möchte.
Grundsätzlich glaube ich jedoch, dass das Ultrabook-Konzept sich durchsetzen und die “klassischen” Formen zumindest im Consumer-Bereich schon bald nahezu vollständig verdrängt haben wird.

Siehe dazu auch:
Intel stellt neue Ultrabook-Generation in Deutschland vor

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 17 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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