Umfangreicher Stellenabbau bei Microsoft geplant?
Schon längere Zeit kursieren Gerüchte, Microsoft plane einen mehr oder weniger umfangreichen Stellenabbau. Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass nach einer größeren Übernahme die Belegschaft reduziert wird. Die Übernahme von Nokia mag finanziell nicht der dickste Brocken gewesen sein, personell hat Microsoft dadurch aber kräftig aufgestockt, denn die Belegschaft hat sich durch die 30.000 Nokia-Mitarbeiter mal eben um ein Drittel erhöht. Vieles davon sind Produktionsmitarbeiter, die es in der Form bei Microsoft gar nicht gibt, insofern hinkt der direkte Vergleich natürlich.
Nun berichtet Bloomberg, die schon länger kolportierten Stellenstreichungen würden im Lauf der Woche bekannt gegeben werden. Nominell soll das Abbauprogramm mehr Jobs kosten als 2009, als Microsoft schon einmal rund 5.800 Stellen kürzte. Über Details werde aber noch verhandelt.
Ein Stellenabbau ist ja gleichermaßen unpopulär wie populär. Die Börse reagiert oft paradoxerweise freundlich darauf, weil dadurch letztlich auch Kosten gesenkt werden, für das Image eines Unternehmens ist es dagegen weniger förderlich.
So von Außen betrachtet würde ich behaupten, Microsoft braucht eher mehr Personal, um bei der Produktentwicklung noch mehr Gas geben zu können. Aber das ist natürlich nur ein kleiner Teil. Was die reinen Verwaltungsaufgaben angeht, kann ich mir schon vorstellen, dass durch die Nokia-Übernahme ein Überhang entstanden ist, weil im Moment ja viele Tätigkeiten doppelt gemacht werden.
Mal sehen, wann es Konkretes dazu gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man noch während der Partnerkonferenz etwas dazu verlauten lässt.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!


