Xbox One: Microsoft feiert Verdoppelung der Verkaufszahlen
Freude im Hause Microsoft: Die Verkaufszahlen der Xbox One in den USA haben sich im Juni gegenüber dem Vormonat verdoppelt. Woher diese steile Anstieg rührt, ist kein Geheimnis: Seit Juni wird die Xbox One auch ohne Kinect verkauft und kostet einzeln 399 Dollar, hierzulande ist die Konsole bereits für 359 Euro zu haben.Von daher ist es für mich in der Tat ein wenig verwunderlich, dass Microsoft den Erfolg der „kinect-losen“ Xbox One so offen kommuniziert. Denn die Kritiker werden sich dadurch in ihrer Auffassung bestätigt sehen, dass es ein Fehler war, die Xbox One anfangs nur zusammen mit Kinect zu verkaufen. Schaut man auf das Feedback der Nutzer und eben jetzt auf die Verkaufszahlen, dann kann es diesbezüglich ja auch eigentlich keine zwei Meinungen geben.
Dennoch: Doppelt so viel? Müsste man daraus schlussfolgern, dass die Hälfte aller Xbox One Fans bisher von den 100 Dollar/Euro mehr abgeschreckt wurde? Klar, das ist einerseits viel Geld, kommt mir aber trotzdem seltsam vor. Ich zweifle die Aussage von Microsoft nicht an, ich hab nur Mühe, die Dimension zu verstehen.
Ich zitiere mich an dieser Stelle selbst, denn ich vertrete ja die vielleicht abenteuerliche Auffassung…
…dass es sich für Microsoft langfristig sogar auszahlen könnte, ganz bewusst weniger Xbox One Konsolen zu verkaufen, um durch die Bündelung eine kritische Masse an Kinect-Sensoren in den Markt zu drücken. Diese bieten nun nämlich die Grundlage für die Weiterentwicklung einer Technologie, die nach Touch das „nächste große Ding“ wird: Sprach- und Gestensteuerung.
Ob das nun wirklich eine bewusste Entscheidung war – ok, so richtig glaube ich da selber nicht dran, richtig war dieser Weg aber trotzdem, denn bei meiner grundsätzlichen Auffassung bleibe ich:
Kinect ist tot! Lang lebe Kinect!
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

