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Surface Pro 3: Akkulaufzeit in der Praxis

In Kürze wird das Surface Pro 3 auch auf dem hiesigen Markt zu haben sein. Dass die deutschen Kunden zwei Monate länger warten mussten, hat auch Vorteile: Inzwischen hat das Surface Pro 3 durch mehrere Firmware-Updates an Leistung gewonnen und vor allen Dingen bei der Akkulaufzeit zugelegt. Aber was ist in der Praxis tatsächlich drin? Kommt man mit dem Surface Pro 3 bei normaler Nutzung gut über den Tag?

Für die Ungeduldigen: Ja, kommt man. Danke für’s Lesen.

Und nun noch ein paar mehr Infos für Diejenigen, die es etwas genauer wissen möchten. Ich kann an dieser Stelle allerdings nicht mit Labormessungen und synthetischen Rundowns aufwarten, sondern nur mit meiner erlebten Praxis. Das ist für mich auch das, worauf es ankommt.

Ein normaler Arbeitstag besteht bei mir aus sehr viel Internet-Zugriffen, d.h. WLAN bleibt natürlich dauerhaft an. Internet Explorer, Outlook und Skype laufen grundsätzlich dauerhaft (Skype meist in der App-Version), dazu kommen Office-Programme, sowie ab und an ein wenig Bildbearbeitung. Besonders rechenintensive Programme kommen an einem Durchschnittstag selten vor. Unter diesen Umständen hält das Surface Pro 3 (ich habe die i5 Version) mit einer Akkuladung locker acht Stunden durch, und es bleibt auch noch was übrig.

Das Display ist dabei meist auf eine Helligkeit zwischen 50 und 60 Prozent eingestellt. Im Freien reicht das allerdings nicht aus, bei Tageslicht muss man die Helligkeit meist voll aufdrehen und dann geht es auch mit der Laufzeit ziemlich deutlich bergab, mehr als fünf bis sechs Stunden sind dann nicht mehr drin.

Da selbst mein ebenfalls noch recht neues Ideapad Yoga da nicht mithalten kann, ist das Surface Pro 3 mein primäres Unterwegs-Gerät geworden, zumal es sich in der Kombination aus variablem Kickstand und dem zusätzlich „aufstellbaren“ Type Cover viel besser im Notebook-Modus schlägt, als ich das erwartet hätte. Dazu ist aber noch ein separater Beitrag in der Mache.

Ein bisschen Stress musste ich dem Surface Pro 3 dann aber doch antun:
Zwei Stunden HD-Stream (WLAN) über Xbox Video bei voller Helligkeit saugtem dem Surface Pro 3 glatt vierzig Prozent der Kapazität aus dem Akku. Abendfüllende Unterhaltung wird so also ziemlich schwer. Liegt die Filmdatei allerdings auf der Festplatte und reduziert man die Helligkeit auf 80 Prozent (was bei Tageslicht zu wenig ist, aber am Abend dicke ausreicht), dann gehen in zwei Stunden nur 24 Prozent verloren. Für mein persönliches Nutzungsverhalten ist das akzeptabel – das mag jeder einschätzen, wie er möchte.

Wer den Akku des Surface Pro 3 in einer einzigen Stunde leer bekommen möchte, dem empfiehlt Stephan das Spiel „Microsoft Sudoku“. Das hat anscheinend einen CPU-Bug, der das SP3 bis an die Grenze auslastet, den Lüfter auf Hochtouren laufen lässt und binnen 60 Minuten den Akku trocken legt. Aber das wollen wir dem Gerät nicht anlasten.

Unter dem Strich muss man wohl festhalten, dass das Surface Pro 3 in Sachen Laufzeit nicht mit aktuellen Highend-Tablets mithalten kann, man aber gleichzeitig die Frage stellen muss, ob dieser Vergleich denn überhaupt angebracht ist. Schließlich steckt im Surface Pro 3 bei nun ansprechender Dicke und moderatem Gewicht ein vollwertiger PC, der auch als Tablet eine schicke Figur macht. Unter diesem Gesichtspunkt bin ich mit der Akkuleistung vollauf zufrieden.

Nachtrag: In den Kommentaren wurde gefragt, ob denn der Ladestecker des Surface Pro 3 etwas weniger „fummelig“ wäre als bei den Vorgängern. Und ob er das ist, er springt quasi von selbst in die Ladebuchse. Ich hab das mal in einem Video auf Vine festgehalten: https://vine.co/v/M9UA1rLEDib

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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