Kein Metro – kein Windows
Die neue Microsoft will mit der Einführung von Windows 8 keinen Raum für Boot-Optionen in den klassischen Desktop zulassen, d.h. dem Benutzer wird bei jedem Windows Start nur die Kachel-Oberfläche, bisher bekannt als „Metro Design“, zur Verfügung gestellt. Erst dann hat er die Möglichkeit, z.B. über das Desktop-Symbol, zur klassischen Windows-Oberfläche zu wechseln. Einen Boot-Vorgang direkt auf das bekannte Interface wird es nicht geben.
Mit dem Wegfall der Boot-Option zwingt Microsoft den PC-Benutzer, das eigentliche Windows nur noch über die neue Oberfläche aufrufen zu können und demonstriert damit, dass bei Windows 8 der Fokus auf der neuen Kachel-Oberfläche liegt.
Das bestätigte auch Rafael Rivera, Autor von „Windows 8 Secrets“. Natürlich wird es wieder Programme von Drittanbietern geben, die die Boot-Option anbieten können, aber das funktioniert nur mit einem tiefen System-Eingriff. Inwieweit Windows 8 dann, nach diesem Eingriff, dauerhaft stabil läuft, steht auf einem anderen Blatt.
Die restriktive Strategie von Microsoft mag sicher einige Benutzer verärgern und manch Interessierten die Entscheidung für Windows 8 erschweren, aber Microsoft ist sich sicher, dass der Normal-Benutzer diese Einschränkung kaum wahrnehmen wird, den Umweg zu Windows über die Kachel-Oberfläche akzeptiert und eher die neue Oberfläche für seine PC-Arbeiten nutzt. Lediglich für Power-User, die Benutzer, die mit Windows auch geschäftlich arbeiten müssen, wird der Zusatz-Klick vermutlich ein lästiger Mehraufwand sein.
Was sich genau hinter der Nachhaltigkeit von Microsoft verbirgt, dem Benutzer unbedingt das Kachel-Design aufzudrängen, darüber kann nur spekuliert werden. Für meinen Teil vermute ich schlicht die Strategie, den Benutzer den Umgang, aber vor allem an das Einkaufen mit den Apps nahezulegen und beizubringen.
Quellen: ZDNet
withinwindows.com
Thema:
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