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Bericht: Microsoft bezuschusst Installation eigener Apps auf Android-Geräten

Was mit Samsung begonnen hat, soll mit anderen Android Herstellern fortgesetzt werden: Microsoft möchte die Produzenten von Smartphones mit dem grünen Männchen dazu bringen, seine eigenen Dienste wie Office, Skype, OneDrive ab Werk zu installieren und in den Fokus zu stellen, so dass die Käufer nicht mehr automatisch zu den Google Diensten wandern. Ermöglicht werden soll das mit dem einfachsten aller Antriebe in der Wirtschaft: Geld.

Microsoft hat mit sehr vielen Android-OEMs eine Lizenzvereinbarung. Sie überweisen für jedes verkaufte Gerät einen Betrag nach Redmond und befreien sich dadurch von dem Risiko, wegen zahlreicher Microsoft-Patente, die Android verletzen soll, verklagt zu werden. Obwohl es offiziell nicht bestätigt ist, geht man allgemein davon aus, dass ein mindestens teilweiser Verzicht auf jene Gebühren die Grundlage der Vereinbarung zwischen Microsoft und Samsung ist. Denn genau darüber hatten sich die beiden Unternehmen zuvor gestritten.

Wie Digitimes erfahren haben will, bietet Microsoft allen anderen Android-Herstellen nun ähnliche Deals an. Das ist durchaus naheliegend und glaubwürdig. Microsofts Motivation ist nachvollziehbar, und für die Hersteller könnte sich das nicht nur finanziell lohnen. Denn die meisten Android-OEMs fühlen sich in der Rolle, Google mehr oder weniger ausgeliefert zu sein, nicht so richtig wohl. Ein Angebot von Microsoft würde ihnen zumindest ein Druckmittel in die Hand geben.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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