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Die Zukunft der Lumia Smartphones: Drei Modelle für drei Käuferschichten

Microsoft hat eine Milliarden-Abschreibung und Entlassungen in seiner Smartphone-Sparte angekündigt. Nun fragt man sich, was das in der Konsequenz bedeutet. Ist es der Einstieg in den Ausstieg oder der notwendige Neustart, um sich zu sortieren und mit langem Atem auf langfristigen Erfolg zu bauen?

Wenn man Satya Nadella fragen könnte, würde er sicher Letzteres sagen. Tatsache ist, dass es Beides bedeuten kann, und welcher von beiden Fällen nachher eintritt, liegt letztlich in der Hand des Kunden.

In dem Rundschreiben, welches Nadella an die Belegschaft verschickt hat, steht ein sehr interessanter Satz, der die Zukunft der Lumia-Modellreihe beschreibt:

We’ll bring business customers the best management, security and productivity experiences they need; value phone buyers the communications services they want; and Windows fans the flagship devices they’ll love.

Natürlich kann man auf Basis dieser Aussage nur spekulieren, sonderlich schwer fällt die Schlussfolgerung allerdings nicht. Ich denke, dass wir in Zukunft noch genau drei verschiedene Lumia-Modelle sehen werden. Ein Einsteiger-Phone im unteren Preisbereich für die Leute, deren Smartphone-Nutzung im Wesentlichen aus WhatsApp und Facebook besteht, dazu ein Business-Gerät mit mittlerer Ausstattung und mittlerem Preis, und dann eben die Flaggschiffe für Diejenigen, die viel Geld für ein Lumia ausgeben, weil sie das so wollen.

In Summe werden es dann wohl sechs verschiedene Lumias sein, wenn es von jedem Modell noch eine XL-Variante gibt.

Dass die Business-Geräte von Nadella zuerst genannt werden, ist kein Zufall. Das ist der Bereich, wo der Absatz der Lumias derzeit am schnellsten wächst und wo sich auch in Zukunft das Maximum heraus holen lässt, wenn man die vom Business geforderten Features liefert. Eine fehlende Sonos-App ist da kein Killerkriterium.

Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu der Überzeugung, dass das der richtige Weg ist. Eine klar abgegrenzte und übersichtliche Modellpalette, die für den Kunden verständlich ist, und außerdem noch Lücken lässt, in die dann vielleicht doch irgendwann der eine oder andere OEM stoßen kann – das klingt doch nach einem guten Plan.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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