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Apache erlaubt Ignorieren von "Do not track" im Internet Explorer 10

In den Streit zwischen Microsoft und der Werbeindustrie bezüglich der “Do not Track” Einstellung im Internet Explorer 10 schaltet sich nun auch die Apache Foundation ein. Weil Microsoft mit seiner Entscheidung, Do not track im IE10 standardmäßig einzuschalten, gegen einen geplanten Webstandard verstößt, hat man für den weit verbreiteten Apache Webserver einen Patch veröffentlicht, der das entsprechende Signal einfach ignoriert, wenn es vom IE 10 stammt.

Pikant: Der Patch stammt von Roy T. Fielding, der gleichzeitig im W3C-Konstortium für die Entwicklung eben jenes Standards verantwortlich ist. Fielding bevorzugt den derzeitigen Diskussionsstand, dass ein Browser keine Voreinstellung haben darf – verabschiedet ist dieser Standard aber noch nicht. Folglich werfen im Kritiker nun vor, es ginge ihm nur um seine persönlichen Interessen.

Aber von diesem politischen Geplänkel mal abgesehen: Es zeigt sich einmal mehr, dass Microsofts eigenmächtiges Vorpreschen in dieser Sache mehr schadet als nutzt – wie hier schon geschrieben: Do not Track – Microsoft erweist Nutzern einen Bärendienst.
Es wird in der Sache nicht vorwärts gehen, wenn jede Seite nun versucht, ihren Standpunkt mit Gewalt durchzusetzen. Am Ende könnte es das vollständige Aus für diese eigentlich gute Sache bedeuten.

via heise

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 16 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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