Windows 10: Aufforderung zum Upgrade wird aufdringlicher

Windows 10 gibt es kostenlos als Upgrade für Windows 7 und Windows 8.1, das haben wir nun schon oft gehört. Nach wie vor „weigern“ sich aber viele Nutzer, dieses Geschenk anzunehmen, sie wollen lieber bei ihrem System bleiben. Das ist eine legitime Einstellung, es soll ja schließlich jeder nutzen dürfen, was er möchte. Microsoft möchte natürlich, dass so viele Nutzer wie möglich das Upgrade ausführen, und rührt daher weiterhin kräftig die Werbetrommel.

Zu Anfang der Woche hatte der Macher des Tools „GWX Control Panel“, mit dem sich die Upgrade-Aufforderung unterdrücken lässt, davon berichtet, dass bei einigen Nutzern die Einstellungen automatisch wieder zurück gesetzt worden seien. Er vermutete, dass dies die Anzeichen dafür sind, dass Microsoft in Kürze energischer wird, was das Upgrade betrifft. Das war mir für einen Bericht noch zu dünn, ließ mich aber aufmerksam werden.

In der Tat zeigen sich nun auch optische Auswirkungen. Das Popup, welches das Windows 10 Upgrade anbietet, fragt nun sinngemäß: Wann möchten sie Windows 10? Jetzt oder Sofort?

Eine Option, das Upgrade zu vertagen oder abzulehnen, wird an dieser Stelle nicht mehr angeboten. Wenn man das Fenster einfach schließt, passiert zwar nichts, aber viele Nutzer werden an dieser Stelle wohl denken: Mist, jetzt muss ich wohl.

Quelle: PCWorld

Ich habe absolut nichts gegen sanften Druck und auch nichts gegen die permanente Werbung für das Upgrade. Ich bin sicher: Wenn Microsoft das Angebot Ende Juli 2016 tatsächlich beendet (was ich nicht glaube), dann werden sich Leute finden, die sagen: Das geht zu schnell, gebt uns noch Zeit.

Aber man darf den Bogen nicht überspannen. So sehr ich Verständnis dafür habe, dass Microsoft mit Blick auf das Supportende für Windows 7 im Jahr 2020 schon jetzt alles dafür tut, um es „auszurotten“: Der Nutzer muss die Kontrolle haben, und es muss eine Option „Upgrade ablehnen und nie wieder fragen“ geben. Je mehr man die Unentschlossenen nämlich damit nervt, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Upgrade tatsächlich durchführen, und sei es irgendwann nur noch aus Trotz.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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