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Schrumpfender PC-Markt: Welche Hersteller werden am Ende übrig bleiben?

Die Marktforscher von IDC und Gartner haben ihre aktuellen Schätzungen zu den PC-Absätzen im ersten Quartal 2016 vorgelegt. Obwohl sie sich im Detail leicht unterscheiden, sprechen beide Berichte im Tenor die selbe Sprache: Der Absatz geht weiter deutlich zurück, laut Gartner wurden mit 64,8 Millionen Einheiten so wenig neue PCs verkauft wie zuletzt im Jahr 2007. Gartner spricht im Jahresvergleich von einem Rückgang um 9,6 Prozent, IDC hat 11,5 ausgerechnet, allerdings rechnet IDC die 2in1 Geräte nicht als PCs – und das ist die einzige Geräteklasse, die derzeit wächst.

Nachfolgend die entsprechenden Tabellen. Die Rangfolge ist weitgehend gleich, IDC sieht Apple allerdings vor Asus, vermutlich genau wegen der im letzten Satz genannten Tatsache.

Gartner:

IDC:

Wer da jetzt besser gerechnet hat, ist gar nicht so wichtig, denn die grundsätzlichen Erkenntnisse sind wie gesagt gleich: Es geht weiterhin abwärts, und der Rückgang trifft die kleinen Hersteller (siehe „Others“) wesentlich heftiger als die großen. Und wenn wir hier von den „Kleinen“ sprechen, dann gehören dazu auch Namen wie Acer oder Toshiba.

Auf Dauer ist zu befürchten, dass sich das Feld der PC-Hersteller ausdünnen wird. Wir werden Fusionen und Pleiten erleben, und am Ende werden deutlich weniger OEMs übrig bleiben, als das heute der Fall ist. Mit Stückzahl ist auf jeden Fall kein Geld mehr zu verdienen, gerade die kleineren Hersteller müssen versuchen, über Qualität und pfiffige Features zu kommen.

Allerdings sehen sowohl IDC als auch Gartner Licht am Ende des Tunnels. Noch in diesem Jahr wird eine deutliche Belebung des Marktes erwartet, wenn Firmen im großen Stil auf Windows 10 umsteigen und in diesem Zusammenhang auch neue Hardware beschaffen. Dazu kommt der Boom bei den 2in1 Geräten, die in den kommenden Jahren noch deutlich an Bedeutung gewinnen werden.

Quellen: IDC, Gartner – via Neowin

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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