Microsoft unterstützt Bittorrent-Störsender

Pirate Pay sabotiert P2P-Netze
Das russische Unternehmen „Pirate Pay“ hat eine Software entwickelt, die sich aktiv in das P2P-Netzwerk Bittorrent einklinkt und durch gezielte Manipulation die Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material wie zum Beispiel Filmen verhindert.

Auch Microsoft gehört zu den prominenten Unterstützern von Pirate Pay – mit rund 100.000 Dollar hat man sich an der Entwicklung beteiligt, wie Chip heute berichtet. Vor allem die Hollywood-Studios hoffen darauf, die unkontrollierte Verbreitung von aktuellen Kinofilmen auf diesem Weg eindämmen oder gar vollständig verhindern zu können.

Allerdings ist die Technologie hinter Pirate Pay zumindest fragwürdig, denn sie stellt einen Eingriff in ein fremdes Netz mit dem Ziel der Sabotage dar – ob diese Form der Selbstjustiz mit deutschem Recht in Einklang zu bringen ist, ist fraglich. Allerdings ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ein Bittorrent-Nutzer oder gar der Betreiber eines Servers gerichtlich dagegen vorgehen wird und sich somit selbst der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzt.

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare

  1. Wenn das stimmt, was im Original Artikel steht, dann schauen die einfach, welcher Client, sprich: Benutzer, gerade einen Torrent mit urheberrechtlich geschütztem Material laufen hat und bombardieren den so lange mit P2P Anfragen, bis dessen Torrent Client die originalen Verbindungen zu den einzelnen Seeds unterbricht. Damit fallen dann auch gleich die Seeds dieses Clients für die anderen weg ...
    So grau ist die Zone dann nicht mehr, da sie sich nicht wirklich gegen ein "Netz" richtet und auch nicht die Server plättet, sondern ziemlich gezielt gegen die einzelnen Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material.
    Bei der stark verteilten Topologie des Bit Torrent "Netzwerks" liegt allerdings die Vermutung nahe, dass die Maßnahmen nicht ohne massiven Aufwand durchgeführt werden können, denn die einzelnen Adressen können nur über den Umweg über einen Tracker oder den Seed Server ermittelt werden und diese wiederum entstehen schneller, als Pilze aus dem Boden schießen - es muss ja nicht immer direkt ein so großer wie Pirate Bay sein ...
    Meiner Meinung nach sollte das Geld lieber dafür verwendet werden, vernünftige Angebote zu machen, damit sich der Kauf auch lohnt. Bei iTunes klappt es ja auch ...
    PS:
    Mir ist es letztendlich völlig gleichgültig ob das Bit Torrent Protokoll funktioniert oder nicht, ich lade so einen Kram nicht herunter, ich will meine CDs und DVDs etc. in vernünftig gepresst hier liegen haben, mit ordentlichem gedruckten Cover etc.
    Der aktuelle Musik Müll kommt eh im Radio und Kinofilme nach einem halben Jahr eh im Fernsehen - da kann man dann selektieren und sobald es nicht mehr in der heavy rotation läuft, kann man sich das, was man später behalten will, für kleines Geld auf Plattenbörsen oder vom Grabbletisch kaufen.
    Hat auch den Vorteil, dass man mal unter die Leute kommt und nicht ständig vor dem Computer hängt. ;)
Nach oben