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Microsoft unterstützt Bittorrent-Störsender

Pirate Pay sabotiert P2P-Netze
Das russische Unternehmen “Pirate Pay” hat eine Software entwickelt, die sich aktiv in das P2P-Netzwerk Bittorrent einklinkt und durch gezielte Manipulation die Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material wie zum Beispiel Filmen verhindert.

Auch Microsoft gehört zu den prominenten Unterstützern von Pirate Pay – mit rund 100.000 Dollar hat man sich an der Entwicklung beteiligt, wie Chip heute berichtet. Vor allem die Hollywood-Studios hoffen darauf, die unkontrollierte Verbreitung von aktuellen Kinofilmen auf diesem Weg eindämmen oder gar vollständig verhindern zu können.

Allerdings ist die Technologie hinter Pirate Pay zumindest fragwürdig, denn sie stellt einen Eingriff in ein fremdes Netz mit dem Ziel der Sabotage dar – ob diese Form der Selbstjustiz mit deutschem Recht in Einklang zu bringen ist, ist fraglich. Allerdings ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ein Bittorrent-Nutzer oder gar der Betreiber eines Servers gerichtlich dagegen vorgehen wird und sich somit selbst der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzt.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 17 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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