Acer Swift 3 im Test: Allrounder mit sehr gutem Preis- Leistungsverhältnis

Acer Swift 3 im Test: Allrounder mit sehr gutem Preis- Leistungsverhältnis

Der erste Testkandidat des Jahres 2020 auf meinem Schreibtisch ist das Swift 3 von Acer. Steigen wir doch mit ein wenig Gerätekunde ein: Swift steht bei Acer für den klassischen Notebook-Formfaktor, die 360-Grad-Convertibles erkennt man an der Bezeichnung „Spin“ und die Klasse der 2in1-Geräte am Namen „Switch“.

Zur CES hat Acer zwei neue Modelle der Swift 3-Serie angekündigt, ich hatte die bereits auf dem Markt befindliche Variante mit Intel Core i5 der zehnten Generation bei mir.

Acer Swift 3

Technische Daten des Acer Swift 3 (Modell SF314-57-58VL)

  • 14 Zoll FullHD IPS-Display, matt, ohne Touch
  • CPU: Intel Core i5-1035G1
  • Intel UHD Grafik
  • 8 GB RAM
  • 1 TB PCIe SSD
  • Anschlüsse: HDMI, 1 x USB-C inkl. Thunderbolt 3, 1 x USB Type A 3.1, 1 x USB Type A 3.0 , 3,5mm Audio
  • WiFi 6, Bluetooth 5.0, TPM Modul 2.0
  • 720p Webcam
  • Kensington Lock
  • Windows Hello Unterstützung über Fingerabdruck-Sensor
  • Akku: 48 Wh, offizielle Laufzeit bis zu 10 Stunden
  • Betriebssystem: Windows 10 Home
  • Maße: 319,5x217x15,95mm (BxTxH)
  • Gewicht: 1,19 kg
  • Preis: 799 Euro

Wie schon gesagt, ist das Swift 3 ein klassisches Clamshell-Notebook, dessen Scharnier sich allerdings bis auf 180 Grad öffnen lässt. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, macht einen sehr ordentlich verarbeiteten Eindruck und lässt sich durch insgesamt 11 Schrauben an der Unterseite öffnen. Welche Komponenten sich vom Nutzer tauschen lassen, habe ich allerdings nicht verifiziert.

Von oben und von vorne habt ihr das Gerät ja schon gesehen, nun werfen wir einen Blick auf die Seiten. Rechts befinden sich der kombinierte 3,5mm Audio-Anschluss, ein USB 3.0 Port sowie das Kensington Schloss, um das Swift 3 gegen Diebstahl zu sichern. Zum USB-Anschluss sei erwähnt, dass er „Power off Charging“ unterstützt, also auch zum Aufladen von externen Geräten verwendet werden kann, wenn das Swift 3 ausgeschaltet ist.

Acer Swift 3 Seitenansicht
Auf der linken Seite befinden sich der USB-C Anschluss inklusive Thunderbolt 3, ein USB 3.1 Port sowie ein HDMI-Anschluss. Außerdem wird hier das Netzteil angeschlossen, Acer setzt also noch auf einen proprietären Anschluss, was insgesamt betrachtet immer seltener wird. Über den USB-C Port kann das Swift 3 allerdings ebenfalls geladen werden. (Ich habe dafür mein Ladegerät von Aukey verwendet, welches mir am Surface Book 2 stets gute Dienste leistet).
Acer Swift 3 Seitenansicht

An den äußeren Qualitätsmerkmalen des Acer Swift 3 gibt es bis auf eine Kleinigkeit nichts zu meckern: Die Gumminoppen an der Unterseite des Geräts sind ungewöhnlich hart, was wiederum dazu führt, dass das Gerät auf glatten Untergründen relativ leicht hin und her rutscht. Nicht so, dass es während der Arbeit davon fährt, aber immerhin so, dass es auffällt.

Das FullHD-Display des Swift 3 bietet eine sehr gute Textdarstellung, bei den Farben und beim Kontrast muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen, was für diese Preisklasse aber völlig in Ordnung ist. Die maximale Helligkeit könnte in lichtstarken Umgebungen noch zu wenig sein, an einem gewöhnlich ausgeleuchteten Arbeitsplatz wird man aber keine Probleme bekommen.

Der Intel Core i5 der zehnten Generation verleiht dem Swift 3 genügend Leistung für alle alltäglichen Aufgaben, positiv hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass man mit den aktuellen Intel-Chips nun auch in der Mittelklasse in den Genuss von „Instant on“ kommt. Das Swift 3 startet schneller aus dem Standby, als man den Deckel aufklappen kann, und da auch der integrierte Fingerabdruck-Scanner sehr reaktionsschnell arbeitet, ist man binnen weniger Sekunden arbeitsfähig.

Kein Laptop-Testbericht auf Dr. Windows ohne einen genaueren Blick auf die Tastatur. Sie verkauft sich im Swift 3 unter Wert. Sie ist beleuchtet, hat einen angenehmen Druckpunkt und einen ausgewogenen Tastenhub, insofern bietet sie wenig Anlass zur Kritik. Besonders bei etwas festerem Anschlag ist die Tastatur aber recht laut und klingt – ich weiß gar nicht, wie ich das richtig beschreiben soll – klappriger, als sie ist. Die integrierte Tastenbeleuchtung bietet zwei verschiedene Helligkeitsstufen.

Das Touchpad ist mit 6,5 mal 10,5 Zentimeter ausreichend groß, und da es sich um ein Microsoft Precision Touchpad handelt, kann man damit prima arbeiten.

Acer Swift 3 Tastatur und Touchpad

Der Klang der integrierten Lautsprecher, die links und rechts an der Unterseite des Gehäuses sitzen und nach außen abstrahlen, ist unspektakulär, aber für diese Preisklasse vollkommen ok. Acer preist die vier integrierten Mikrofone als besonders gut für Konferenzen geeignet an, was ich allerdings nicht ausprobiert habe.

Die offizielle Laufzeitangabe von 10 Stunden unterliegt der marktüblichen Übertreibung, in der Praxis kann man mit dem Acer Swift 3 aber locker zwischen 6 und acht Stunden arbeiten, je nach dem, was man ihm abverlangt.

Fazit: Für rund 800 Euro liefert Acer mit dem Swift 3 ein äußerst solides Gesamtpaket ab. Die großzügig bemessene SSD, Sicherheitsfeatures wie Kensington Lock, Fingerprint und TPM 2.0 sorgen für ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis und machen das Gerät nicht nur für Consumer, sondern auch für den Unternehmenseinsatz interessant.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Diese Aufkleber auf dem Gehäuse sind für mich ein absolutes NO-GO. Jedes Gerät damit ist für mich gleich gestorben.
    @gimbley das kann ich aber auch nicht ab. Die Hersteller geben sich so viel Mühe bei der Verarbeitung und klatschen dann einen Aufkleber drauf, der sich nicht richtig abziehen lässt.
    endlich sagt es mal jemand , hab noch nie verstanden warum die da immer riesen Sticker drauf kleben.
    Diese Aufkleber auf dem Gehäuse sind für mich ein absolutes NO-GO. Jedes Gerät damit ist für mich gleich gestorben.

    Und ich dachte schon, ich wäre der einzige den sowas stört!
    Klar gehen die ab. Ein kleiner Stresstest, damit die Kiste schön warm wird, dann fließen die nahezu von selbst vom Gehäuse.
    Spaß bei Seite. Es gibt Etikettlöser zu kaufen. Damit geht das ganz gut. Das abknibbeln ist etwas eventuell etwas mühselig, aber irgendwas muss man ja während der Updates machen.
    Meist sind die Aufkleber aus einer Folie, die sich relativ leicht und rückstandsfrei abziehen lässt.
    Gimbley
    Diese Aufkleber auf dem Gehäuse sind für mich ein absolutes NO-GO. Jedes Gerät damit ist für mich gleich gestorben.

    Ich sehe das Problem nicht... einfach abziehen, und gut ist. Mache ich bei jedem Gerät.
    rullu
    endlich sagt es mal jemand , hab noch nie verstanden warum die da immer riesen Sticker drauf kleben.

    Ganz einfach, weil's schöne Werbung für die Firmen ist.
    P.S.: Sorry für den Doppelpost, ich dachte, der wird automatisch an den vorherigen angehängt.
    Wo bleiben neue 2 in 1 Geräte?
    Schön und gut , dass solch tolle Notebooks auf den Markt geworfen werden. Es fehlen allerdings die Lösungen für den Einstieg bzw. untere Mittelklasse, wenn es um 2 in 1 geht.
    Wo bleibt ein neues Acer Switch?
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