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Activision-Übernahme: Microsoft hat Berufung gegen die Blockade der CMA eingelegt

Activision-Übernahme: Microsoft hat Berufung gegen die Blockade der CMA eingelegt

Am 26. April erlitten Microsofts Pläne zur Übernahme von Activision einen herben Rückschlag: Die britische Wettbewerbsaufsicht CMA hat den Zusammenschluss untersagt. Microsoft kündigte umgehend eine Berufung gegen diese Entscheidung an und hat diese jetzt offiziell eingereicht.

Gegenüber der Bloomberg-Reporterin Katharine Gemmell hat Microsoft bestätigt, dass man die entsprechenden Unterlagen fertiggestellt und dem Competition Appeal Tribunal, kurz CAT, vorgelegt hat. Dieses wird sich nun mit dem Widerspruch befassen.

Activision hatte angekündigt, ebenfalls Berufung gegen die Entscheidung einzulegen, wobei die Argumente beider Parteien naturgemäß weitgehend übereinstimmend sein dürften.

Im Allgemeinen haben derartige Berufungen wenig Aussicht auf Erfolg, in diesem Fall liegen die Dinge allerdings ein wenig anders, denn die CMA musste sich aus Regierungskreisen teils harte Kritik gefallen lassen. Formal ist die CMA zwar unabhängig, praktisch ist sie aber dem zuständigen Ministerium unterstellt, denn dieses entscheidet über die Besetzung. Da wird also noch viel Politik gemacht.

Mit einer kurzfristigen Entscheidung ist eher nicht zu rechnen, die Berufung kann sich noch viele Monate hinziehen. In der Zwischenzeit wird sich Microsoft entweder mit Activision auf eine Verlängerung der Übernahmevereinbarung einigen müssen, die am 18. Juli ausläuft, oder aber man zieht den Deal auf eigenes Risiko durch.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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