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Activision-Übernahme: Microsoft will die EU mit 10-Jahres-Deal für Call of Duty überzeugen

Activision-Übernahme: Microsoft will die EU mit 10-Jahres-Deal für Call of Duty überzeugen

Der Kampf um die Übernahme von Activision ist für Microsoft derzeit hauptsächlich ein Kampf gegen die Befürchtung, wichtige Marken wie Call of Duty könnten künftig nur noch exklusiv für PC und Xbox verfügbar sein. Um die Kartellwächter der EU zu überzeugen, soll Microsoft nun planen, ein langfristiges Angebot vorlegen.

Bereits in der letzten Woche machte die Meldung die Runde, Microsoft habe Sony einen Vertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren angeboten, der den Verbleib von Call of Duty auf der PlayStation langfristig garantiert. Von beiden Unternehmen wurden diese Berichte weder bestätigt noch dementiert.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun berichtet, soll eben dieser 10-Jahres-Vertrag eine wichtige Rolle bei der Genehmigung der Activision-Übernahme durch die EU Kommission einnehmen. Microsoft soll demnach diverse Zugeständnisse vorbereiten, und besagtes Angebot an Sony soll eines davon sein.

Die EU hatte Anfang November eine detaillierte Untersuchung der geplanten Übernahme angekündigt, nachdem Microsoft zuvor eine Frist verstreichen ließ, innerhalb derer die EU diverse Garantien eingefordert hatte. Dass man den Wettbewerbshütern in Brüssel wird entgegenkommen müssen, war Microsoft sicherlich schon vorher klar, und wie ich in dieser Angelegenheit schon mehrfach geschrieben habe, wird es am Ende wohl zugehen wie auf einem orientalischen Basar: Es wird so lange gefeilscht, bis beide Seiten zufrieden sind.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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