Aktueller Antivirus-Vergleich: Microsoft Defender ohne Bestnote, aber trotzdem vorn dabei

Aktueller Antivirus-Vergleich: Microsoft Defender ohne Bestnote, aber trotzdem vorn dabei

Die Sicherheitsspezialisten vom Magdeburger Unternehmen AV-Test haben sich im Juli und August einmal mehr Antivirus-Programme für Firmen und Privatkunden angeschaut und nach dem bekannten Schema bewertet: In den Kategorien Schutzwirkung, Performance und Usability gibt es maximal sechs Punkte zu holen, für Schwächen in den jeweiligen Kategorien gibt es entsprechende Abzüge.

Die gute Nachricht: Mit Ausnahme von Malwarebytes Premium haben sich alle getesteten Programme in der wichtigsten Disziplin, dem Erkennen von Schädlingen, keine Blöße gegeben. Auch bei den Fehlalarmen zeigten sich die meisten Testkandidaten stabil, hier fielen lediglich G Data und das weitgehend unbekannte PC Matic aus dem Rahmen.

Und was macht der Microsoft Defender, auf den wir bei diesen Tests immer etwas genauer schauen? Er liefert erneut solide Ergebnisse ab, zeigte in beiden Monaten eine 100%ige Trefferquote und leistete sich einen einzigen Fehlalarm, bei dem ein unkritisches Programm als schädlich klassifiziert wurde. Für die Bestnote von 18 Punkten wie beim letzten Testdurchlauf hat es trotzdem nicht ganz gereicht, denn bei der Installation bekannter Programme bremst der Defender das System ein klein wenig stärker aus, als es die Konkurrenz im Durchschnitt tut.

Volle 18 Punkte bekamen dieses Mal die Produkte von Kaspersky, McAfee und Symantec. Nachfolgend wie immer die Tabellen, in der ihr euch euren Favoriten aussuchen könnt. Alle Testergebnisse gibt es auch online auf der Homepage von AV-Test.

Antivirus-Vergleich Juli und August 2019
Antivirus-Vergleich Juli und August 2019

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Und da die meisten auf ihren Rechnern ja auch nicht von morgens bis abends nur Programminstallationen vornehmen - ist es eigentlich völlig uninteressant, ob der Defender die Fertigstellung von Programminstallationen um ein oder zwei Sekunden verzögert. Ich schätze mal, dass man das mit etwas Feintuning der Defenderkonfiguration auch gänzlich eliminieren könnte.
    Sehe ich genauso. Ich setze nur auf den Defender, alle andere ln nerven nur immer wieder, ich soll doch auf ne bezahlte Version umsteigen.
    areiland
    Und da die meisten auf ihren Rechnern ja auch nicht von morgens bis abends nur Programminstallationen vornehmen - ist es eigentlich völlig uninteressant, ob der Defender die Fertigstellung von Programminstallationen um ein oder zwei Sekunden verzögert. Ich schätze mal, dass man das mit etwas Feintuning der Defenderkonfiguration auch gänzlich eliminieren könnte.

    Anders verhält es sich auf wenig leistungsstarken Laptops mit langsamer HDD. Da kann der Defender stark das System auslasten, bspw. wenn der Laptop gerade hochgefahren wurde.
    Nur gut, wenn solche Defizite herausgestellt werden, denn, sowas ist sicher förderlich für die weitere Entwicklung. Sorry, kann mich nur wiederholen: Gegenüber der Konkurrenz ist der Defender beim Scannen eine lahme Ente, und, das sollte Microsoft definitiv verbessern.
    @areiland: Du bist doch auch nur so ein Fanboy, der offensichtliche Schwächen des Programms auch noch schönzureden versucht. Pfui, schäm dich :D.
    (Im Übrigend bin ich exakt deiner Meinung).
    @Martin
    Logisch kommt da bei mir der Fanboy raus. Ich hab halt gelernt diese Schwäche zu umgehen - indem ich einfach nicht ständig neue Programme auf meine Rechner prügle. :bäh
    Sieht man wiedermal ganz deutlich was man nicht braucht um weniger Probleme zu haben. ;)
    Und die Geschwindigkeit ist nicht das Problem. :hallo
    Und man wird auch nicht ständig mit "wichtigen" Nachrichten genervt. :D
    Und den Gelbeutel schont es auch noch. :D
    Das einzige was am Defender Echtzeitschutz nervt ist, dass der auf Teufel komm raus alles jedes Mal aufs Neue scannt, auch wenn es sich nicht geändert hat.
    Da ich zu faul bin meinen Downloads Ordner regelmäßig zu leeren, rödelt der Defender oft ewig lang rum, wenn ich den Ordner im Explorer aufmache. Sieht man auch daran, dass sämtliche exe Dateien erstmal für ne halbe Minute kein Icon haben.
    Andere Scanner sind da etwas schlauer und scannen Dateien bei simplen Directory-Listings nicht mehr, wenn sie schon mal gescannt wurden.
    OK, halbe Minute ist stark übertrieben :D
    Aber es ist eben eine Verzögerung, die auffällt.
    Das einzige was am Defender Echtzeitschutz nervt ist, dass der auf Teufel komm raus alles jedes Mal aufs Neue scannt, auch wenn es sich nicht geändert hat

    Mit wie vielen anderen Virenscannern hast Du das auf Deinem Rechner verglichen? Waren die alle schneller?
    Mein Download-Ordner enthält übrigens genau 1 Datei: desktop.ini
    Wer zwingend auf ein Antivirus setzt, macht sowieso was falsch. Und dann muss man es eh noch verstehen, was verlangt wird.
    Um einen Kontrapunkt zu setzen: ich benutze Norton Antivirus seit Jahrzehnten und bin bis jetzt wunderbar vor jeglicher Malware bewährt worden. Ein Produkt, dass meinen Rechner spürbar durch Scanvorgänge ausbremst (hatte mal Panda Antivirus) kommt für mich nicht in Frage. Ich bin mir bewusst, dass ich mit der Meinung in dieser Diskussion allein dastehe, das ist mir aber egal.
    Die Fans des Windows Defender und der berühmten Brain.exe (lese ich immer wieder?), sollten es ertragen können, dass es auch andere Meinungen gibt. Ich muss nicht bekehrt werden!!!?
    Hier wird niemand bekehrt, aber die Tatsachen sprechen nun mal gegen viele Drittprogramme dieser Art.
    Ich bin mir bewusst, dass ich mit der Meinung in dieser Diskussion allein dastehe

    Don Quijote hat auch immer allein gekämpft, allenfalls seine Rosinante und Sancho Panza als Gefährten :D
    Hat auch nichts gebracht :p
    PS wer heutzutage "brain.exe" anführt, hat sich eh gleich wieder disqualifiziert. Bei Millairden von Operation pro Sekunde muss man nicht überlegen, ob CPU schneller ist beim Verschlüsseln von Dateien (Ransomware) oder "brain" bei dessen Verhinderung.
    Wie gesagt, ich stehe zu
    Wer zwingend auf ein Antivirus setzt, macht sowieso was falsch.

    Wer immer hinter sich ins Tor greifen muss zum Ball, hat schon in der Abwehr Schwächen.
    Jeder hat seine eigene Meinung zum Thema "Antivirus" und das ist auch gut so. Während ich mich heute auf den Defender verlasse, Brain.exe ist ja zusätzlich aktiviert ;), hatte ich in früheren Windowsversionen verschiedene Scanner im Einsatz, im Endeffekt haben alle das System ausgebremst, geht auch gar nicht anders, weil ja im Hintergrund diverse zusätzliche Prozesse ausgeführt werden...
    Ansonsten: "Ein Virenscanner, der nie etwas findet, muss nicht immer die beste Software sein, vielleicht ist er einfach nur schlecht" :D
    Abgesehen davon, ernsthafte Probleme mit Viren hatte ich in all den Jahren noch nie, einzige Ausnahme war mal eine frühe Version vom BKA Trojaner, danach habe ich dann auch den Virenscanner getauscht... und die Sicherheitseinstellungen bei Brain.exe erhöht :lol
    antonrumata
    :-) Genau auf einen solchen Kommentar habe ich gewartet!!!

    Beruht auf Gegenseitigkeit. Wobei ich vermutlich auf ~30 Jahre Antivirus-Erfahrung mehr zurückblicken kann, inklusive Norton :p
    .Bernd

    Wie gesagt, ich stehe zu
    Wer immer hinter sich ins Tor greifen muss zum Ball, hat schon in der Abwehr Schwächen.

    Sehe ich ja ehrlich gesagt genauso. Dennoch bin ich froh, dass ein Antivirenprogramm die Sachen, die ich aus dem Internet lade überwacht. Das ist aber dann auch der einzige Einsatz. Ich erwarte nicht vor den "unheimlichen Gefahren" des Netzes bewahrt zu werden. Das ist, wenn dann, meine eigene Aufgabe als Nutzer.
    Du kannst gerne Deine externe Antiviren-Lösung vorziehen, solltest aber bei Problemen (insbes. Updates und Zugriffsberechtigungen) immer das Antiviren-Programm als Fehlerursache im Hinterkopf behalten, da die Updates von den Antiviren-Herstellern häufig nicht Schritt halten mit den Windows-Updates.
    .Bernd
    ...Wobei ich vermutlich auf ~30 Jahre Antivirus-Erfahrung mehr zurückblicken kann, inklusive Norton ...
    Übrigens, bei mir dito! :hallo
    Ich kann auch ohne mein GDATA und mit 29,90 mehr in der Tasche ruhig schlafen. Der Defender läuft nun 9 Monate, rausgekommen ist nichts, außer er hat mich zuverlässig beschützt.
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