Alex Kipman: HoloLens noch nicht gut genug für den Consumer-Gebrauch

Alex Kipman: HoloLens noch nicht gut genug für den Consumer-Gebrauch

Die erste Generation der HoloLens war ein reines Business-Produkt, der zweiten Generation wird es nicht anders ergehen. In einem Interview mit cnet spricht Microsofts „Mr. HoloLens“ Alex Kipman einen einfachen Grund aus, warum die HoloLens noch nicht für den Consumer-Bereich bereit ist: Sie ist nicht gut genug.

„Ich habe kein Interesse daran, einen Hype zu erzeugen, um mir dann von Leuten anzuhören, dass sie dieses Produkt weder als Ersatz für ein Telefon, einen Fernseher, einen Computer oder einen Bildschirm verwenden werden. Diese Geräte müssen komfortabler zu tragen sein, das virtuelle Erlebnis muss noch realistischer werden, und selbstverständlich muss sich das Preis-/Leistungsverhältnis dramatisch verbessern. Wir werden im Laufe der Entwicklung an einen Punkt kommen, an dem alle diese Voraussetzungen erfüllt sind, und dann werden wir mit Freude ein Consumer-Produkt ankündigen. Die HoloLens 2 aber ist es noch nicht.“

Mit einer Prognose, wann das soweit sein wird, tut sich Kipman schwer, er ist sich aber sicher, dass sich der gesamte Markt in den kommenden zwei Jahren exklusiv um Business-Anwendungen drehen wird, denn dort lassen sich mit den derzeit bestehenden Möglichkeiten schon jetzt zahlreiche Lösungen umsetzen.

Kipman glaubt generell nicht, dass AR-Brillen geeignet sind, 1:1 bestehende Szenarien abzulösen. „Werden sie viel Geld ausgeben, sich dieses Ding (die HoloLens) auf den Kopf setzen und dann mit Maus und Tastatur arbeiten, anstatt sich für 500 Dollar einen 30-Zoll-Monitor zu kaufen? Wahrscheinlich nicht, also müssen wir uns um die Szenarien konzentrieren, die man gar nicht anders umsetzen kann als mit der HoloLens.“

Worin all die Bemühungen eines Tages münden sollen, formuliert Kipman so: „Mein Traum ist, dass ich in ein Flugzeug steige, und alle Leute tragen unser Produkt. Es ist nicht dieses Produkt (HoloLens 2), und es wird wahrscheinlich auch nicht das nächste sein. Das ultimative Ziel aber bleibt es, die Welt zu verändern und es Leuten zu ermöglichen, Dinge zu tun, die sie zuvor nicht tun konnten. Es ist eine Lebensaufgabe, aber ich wüsste nichts Besseres, dem ich mein Leben widmen könnte.“

Quelle: cnet

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Sehr gute Selbsteinschätzung. Gefällt mir an ihm.
    Auch das sie nicht den gleichen Fehler machen wollen wie die VR Produkte.
    Nausia, Grafik, Preis, Kabel, erforderliche PC Performance, etc. Alles noch große Mankos der VR.
    Dann lieber kein Produkt auf dem Markt. Gut so.
Nach oben