Alexa freut sich auf das Herbst-Update: Windows 10 wird offener für externe Sprachassistenten

Alexa freut sich auf das Herbst-Update: Windows 10 wird offener für externe Sprachassistenten

Ab dem Herbst-Update für Windows 10, welches den Arbeitstitel 19H2 trägt, werden externe Sprachassistenten mehr Kontrolle erhalten. Genau wie es heute schon mit Cortana möglich ist, können dann auch Alexa oder andere Assistenten bei aktiviertem Sperrbildschirm ausgeführt werden.

Dies ist die interessanteste Änderung in der Build 18362.1005, die Microsoft seit heute an die Windows Insider im Slow Ring verteilt. Damit geht man einen weiteren Schritt in die erwartete Richtung: Nämlich jene, dass man in Windows 10 den Sprachassistenten seiner Wahl als Standard definieren kann.

Wie alle drei anderen Neuerungen in dieser Version ist diese Funktion allerdings zwar eingebaut, aber abgeschaltet. Erst mit der nächsten Insider Build soll dann schrittweise die Freischaltung erfolgen. Ich will hier nicht den Meckerfritzen spielen, aber was soll das? Dies ist der Slow Ring des Insider Programms, da sind sowieso nur wenige Leute drin. Wer drin ist, will die Neuerungen testen und sollte das auch können. Ich verstehe nach wie vor nicht, warum es innerhalb des Insider Programms ein Glücksspiel ist, ob man neue Funktionen sieht oder nicht.

Aber sei’s drum, die anderen drei Neuerungen in der Build 18362.10005 sind:

  • Windows Container erforderten bisher eine identische Version von Host und Container. Ab dem Herbst-Update wird es auch möglich sein, ältere Container-Versionen zu benutzen.
  • Die Latenz eines Eingabestifts kann künftig durch den Hersteller verändert (reduziert) werden, OEMs sind nicht mehr an die Vorgaben des Betriebssystems gebunden.
  • Verbesserungen beim Mobile Device Management, was die Wiederherstellung von Geräten betrifft. Vor allen Dingen der sichere Umgang mit Bitlocker-Wiederherstellungsschlüsseln wird verbessert

Quelle: Windows Blog

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Bzgl. der offeneren Einbindung von Alexa und Co. muss ich vorsichtig nachhaken, aber ist der "Hype" nicht längst um? Ich höre nämlich das Jahr 2016 rufen.
    Das soll kein Schlechtgerede sein und mich freut das für diejenigen, die solche Sprachassistenten gerne nutzen. Irgendwie beschleicht mich aber dabei das Gefühl, als würde Microsoft damit nur eine Lücke schließen, die seit 3 Jahren besteht.
    Also: Kein Schlechtgerede. Sorry, sollte das so rüberkommen, ist definitiv so nicht gemeint. Ich verstehe nur die extreme zeitliche Verzögerung von MSFT nicht.
    Ich verstehe, was du meinst. 2017, als die Kooperation mit Amazon bekannt gegeben wurde, hätten den Worten sofort Taten folgen sollen. Ich erinnere mich, dass ich damals gesagt habe, es sei eine gute Sache, wenn der Hype um Alexa auch ein bisschen auf Windows abfärbt. Leider wurde das Thema aber verschleppt, im Grunde bis heute. Es weiß ja eigentlich immer noch niemand, was aus dieser Zusammenarbeit eigentlich werden soll.
    Was ist eigentlich mit dem Cortana Speaker von Harman Kardon geworden ? Ich nutze Alexa jetzt auch schon seit 2 Jahren und wird immer besser.
    Danke Martin. Da mir meine Frau mit Smart Home in den Ohren liegt und es hier gewiss tolle Sachen gibt, wäre die Nutzung der Assistenten ein erster richtiger Schritt (macht meine Frau nicht :D). Da sie als Prime Kundin und begeisterte Amazon-Käuferin mit Alexa sicher einiges anfangen könnte, wäre die offenere Einbindung gewiss vorteilhaft.
    Microsoft, gib Gas!
    muss man nicht haben - smart home= Kinder und jetzt kommt`s, die kaufen auch ganz smart die Brötchen Sonntag morgen.
    Schreckliche Entwicklung, Missbrauch und Ausspionierung werden noch mehr Tore geöffnet.
    Kann nur raten, jegliche "Abhörwanze" auszuschalten oder zu deinstallieren.
    Wird uns zwar alles als Fortschritt verkauft, zielt aus meiner Sicht aber nur auf noch mehr Kommerz und Individualitätsverlust ab!
    @Droda:
    Auf den ersten Blick mag Deine Bemerkung hier ja etwas abwegig erscheinen, ideologisch statt technisch. Auf den zweiten Blick trifft sie ins - auch technologisch - Schwarze. Denn: in technisch fortschrittlichen Gesellschaften, wie etwa dem materialistischen China oder dem kapitalistischen Westen, stellt sich Individualität nicht mehr romantisch freiheitlich dar, sondern durch den Vollzug und die Realisierung von Konsum. Es ist hier gerade der Kommerz, der Individualität möglich macht. Und da steht nun einmal Alexa als Pforte für den größten (was ist mit Alibaba?) online-Shop der Welt.
    Von daher sehe ich die Verknüpfung von Alexa und MS ganz folgerichtig und auf der Höhe der Zeit. Ist nicht auch Windows durch seine häufige und immer häufiger werdende Reklame zunehmend ein Consumer-Portal? Ich bin gespannt, ob Alexa nicht auch ein Joint-Venture mit MS bedeutet in Hinsicht auf Werbungen im Win10-System. Für mich ergeben sich hier ungeahnte Perspektiven.
    Blöd dass auf Alexa für Windows noch die Möglichkeit für Text- und Sprachnachrichten (und Anrufe) fehlt. Das nutze ich mitunter noch am meisten.
    Für Amazon Kunden sicherlich interessant, aber ich selber brauche das nicht, da ich bei Amazon eh nichts mehr kaufe
    Sprachassistenten und Smart-Home brauche ich nicht. Noch kann ich lesen, meinen Hintern selbständig aus der Wohnung bewegen und "altbacken" kommunizieren.
    Frankie0815
    Ist nicht auch Windows durch seine häufige und immer häufiger werdende Reklame zunehmend ein Consumer-Portal?

    Werbung im BS Windows lässt sich abschalten, ebenso lässt sich Werbung auf Webseiten filtern.
    So eine Alexa auf dem Windows PC ist sicher eine ganz tolle Sache -wenn da nicht die Nutzungsverschiebung auf mobile Endgeräte wäre. Und nein, ein Surface Go schickt sich nicht an die Weltherrschaft an sich zu reißen.
    Mir fehlt da einfach ein sinnvolles Nutzerscenario das mir verdeutliche warum Amazon mir bei meinem täglichen Workflow am PC helfen kann.
    Ich denke, es geht auch gar nicht darum, dass die Arbeit am PC dadurch irgendwie anders wird, sondern einfach nur darum, dass der bevorzugte Sprachassistent einfach überall verfügbar ist. Wer Alexa intensiv nutzt und sie nur einmal im Jahr vom PC aus anspricht, der freut sich in diesem Moment darüber, dass er es kann.
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