Alle Jahre wieder: Surface kaufen - oder warten?

Alle Jahre wieder: Surface kaufen - oder warten?

In rund zwei Wochen wird Microsoft in New York ein neues Surface Lineup präsentieren. Vor einem solchen Event beschäftigt man sich mit vielen Fragen. Ich frage mich zum Beispiel, mit welcher an den Haaren herbei gezogenen Begründung ich mir selbst einreden werde, dass es völlig ok ist, schon wieder ein neues Gerät zu kaufen.

Wer seine Sinne noch etwas besser beisammen hat und derzeit die Anschaffung neuer Hardware plant, der stellt sich eine andere häufige Frage: Soll ich lieber auf die neue Generation warten oder lieber bei einem günstigen Angebot für die „alte“ Version zuschlagen?

Grundsätzlich kann man mit dieser Entscheidung natürlich warten, bis die neue Generation vorgestellt wurde und alle Fakten auf dem Tisch liegen. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass die Lager schon vorher leer sind. Wir wissen nicht, welche Stückzahlen bei den Händlern noch im Lager auf ihren Abverkauf warten. Daher lohnt es sich durchaus, die Schnäppchenangebote im Auge zu behalten. Surface Pro 6 und Surface Laptop 2 habe ich dieser Tage schon mehrfach reduziert gesehen, auch bei Microsoft direkt.

Welche Geräte werden denn überhaupt neu aufgelegt? Da kann man natürlich nur raten, und das tue ich jetzt. Ich liste die Modelle in der Reihenfolge „nach Wahrscheinlichkeit absteigend“ auf:

  • Surface Pro
  • Surface Laptop
  • Surface Go
  • Surface Book
  • Surface Studio

Bei Surface Pro und Laptop würde ich wetten, beim Go halte ich es für wahrscheinlich, hinter das Book würde ich ein Fragezeichen setzen und ein neues Studio möchte ich schon fast ausschließen. Nach wie vor trage ich einen Gedanken mit mir herum, der mir schon lange durch den Kopf geht: Vielleicht sollte man aus drei Gerätetypen (Pro, Laptop, Book) zwei machen, um sie besser gegeneinander abzugrenzen. Eventuell erfahren wir am 2. Oktober dazu Näheres, und vielleicht überarbeitet Microsoft seine Hardware-Strategie ja sogar etwas ausführlicher. Wir werden sehen.

Beschränken wir uns bei der Frage „kaufen oder warten“ also auf Surface Pro und Laptop. Für die aktuelle Generation spricht, dass die Hardware ausgereift ist und beide Geräte eine Leistung bieten, die noch auf Jahre hinaus ausreichen wird. Auch die Akkulaufzeit ist in Ordnung. Das Marketing wird mit abenteuerlichen prozentualen Verbesserungen um sich werfen, in der Praxis wird der Fortschritt dann eher moderat sein. Ebenso ist die aktuelle Generation mit sämtlichem aktuellem Zubehör kompatibel. Der einzige Punkt, der hinter die Zukunftsfähigkeit von Surface Pro und Laptop ein Fragezeichen setzt, ist das Fehlen von USB-C. Ich halte es nach wie vor für verzichtbar, will die Diskussion darum aber nicht neu entfachen. Wenn das für jemanden ein KO-Kriterium ist, dann ist es das auch – Punkt.

Wenn es also irgendwo ein echtes Schnäppchenangebot gibt, dann spricht in der Tat nichts dagegen, sich mit der „alten“ Version zufrieden zu geben. Amazon hatte letzte Woche das Surface Pro 6 mit Core i5, 8 GB RAM und 128 GB SSD mal kurzzeitig für unter 800 Euro im Angebot. Ähnliche Kracher dürften wir in den kommenden Wochen noch öfter sehen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ein Knaller wäre es, wenn die Geräte nicht mehr bis zum Gehtnichtweiter verklebt wären. Vernünftig verschraubt, Mainboard einzeln wechselbar. Beim Laptop/Book evtl. sogar noch eine gesockelte SSD bzw. gesockelten RAM. Und natürlich durchweg wechselbare Akkus - meinetwegen auch erst nachdem man das Ding aufgeschraubt hat. Das wäre was!
    Damit würden die Surface Geräte auch bei mir mal wieder in die Kategorie lohnenswert kommen.
    @ IngoBingo
    Da lob ich mir mein HP Spectre. Schaut auch sehr gut aus, ist mit der Leistung nicht hinterm Berg und im Winter schraube ich den Deckel ab und tausche die 256 GB SSD gegen eine 500 GB SSD. Wenn es sein muss, kann man den Akku jederzeit tauschen. :-)
    Ein Glück gibt es Anfang November Weihnachtsgeld. Surface Pro (4) / Surface Go möchten gerne ersetzt werden. Ist das Ganze sinnvoll und komme ich ohne Ehekrach mit dem Kauf durch? Nö, aber lasse ich mich trotzdem drauf ein? Ja bestimmt. Wobei das Go nur ersetzt würde wenn es einen deutlich schmaleren Rahmen bekäme. Ach und eine neue Surface Tastatur samt BT Profile, Surface in-ear headphones ständen auch auf meiner Liste der Glückseligkeit. ? wobei dafür noch ein Surface Phone fehlt ?
    @IngoBingo: beim dem Formfaktor duerfte gesockeltes RAM nicht mehr moeglich sein - direkt verloetetes braucht einfach weniger Strom...
    @IngoBingo: Deine Wünsche in allen Ehren, aber... damit dürftest du so ziemlich die kleinste Randgruppe der Computernutzer darstellen, die man sich vorstellen kann. Für alle anderen ist ein fest verklebtes Notebook mit nicht wechselbarem Akku wohl gar kein Problem.
    Ich habe mir anfang diesen Jahres das Surface Book 2 gekauft. Das ist immer noch das beste was man bekommen kann. Der abnehmbare Bildschirm war der Hauptgrund für den Kauf gewesen. Somit habe ich jetzt zwei in einem, ein Laptop und ein Tablet. Die Hardware ist sowas von hochwärtig, dass sie noch in fünf Jahren top sein wird.
    @IngoBingo
    Willkommen im Club der kleinsten Randgruppe, so ein verklebter Kram nervt mich beim Smartphone schon gewaltig, aber als Laptop käme mir so ein Teil nicht ins Haus. RAM ohne Sockel geht ebenfalls nicht genauso wenig wie fest verbaute Akkus und Prozessoren. Da könnte ich ja gar nicht mehr schrauben, das geht gar nicht :D
    Granolche

    Da lob ich mir mein HP Spectre.

    Mein größter PC-Fehler war, ein HP 360er zu kaufen. Gerade mal 1 Jahr später ist das Scharnier ausgerissen, was zur Folge hat dass das Display aus seinen Rahmen gesprungen ist.
    Nie wieder, dann doch besser wieder Dell.
    128 GB SSD

    Die Gurken können sie gerne für sich behalten.
    @Setter
    Ich habe täglich noch ein HP 2760p am laufen, ist also kein allgemeines HP Problem.
    Persönlich würde mir auch niemals ein Gerät kaufen, bei dem man nicht auf einfache weise RAM, SSD und Akku wechseln kann. Zu der Hardware bei der neuen Serie, das man dort immer noch 4GB Speicher und eine winzige SSD anbietet ist eigentlich ein Unding. Wer kauft sowas?
    1960tommy

    Willkommen im Club der kleinsten Randgruppe

    Nicht falsch verstehen: Ich meine das nicht böse, und respektiere auch diese Wünsche. Dennoch muss man sich einfach überlegen, wie hoch der Anteil der Leute ist, die sowas "brauchen". Sicherlich verschwindend gering. Der normale Nutzer ist kein Computer- oder Hardware-Geek, und lässt maximal seinen Rechner von einem Bekannten oder Verwandten mal aufrüsten. Wenn überhaupt.
    Das ist doch auch die Sache bei Smartphones: Im Netz liest man immer mal wieder, dass sich jemand eine austauschbaren Akku wünscht. Der Durchschnitt kauft sich nach 1-2 Jahren ein neues Smartphone, wird einen austauschbaren Akku also nie im Leben benötigen. Und, selbst wenn man sein Smartphone 5 Jahre lang hat, was angesichts der Supportzeiträume der Software doch eine ziemlich lange Zeit ist, kann man den Akku noch gebrauchen. Ich kann die Argumentation einfach nicht verstehen. Das sind heutzutage zum großen Teil Wegwerfprodukte, und die Technik entwickelt sich rasant. Wer weiß denn überhaupt, ob es Smartphones in dieser Form in 5 Jahren überhaupt noch gibt?
    @ Setter:
    Nur meine ganz persönliche, und nur für meine Nutzungsart relevante Meinung: Diese "Gurken" mit 128 GB SSD benutze ich jetzt seit mehrenen Jahren. Selbst und in der Familie. Und da bei uns alles relevante auf Onedrive liegt, und nur was unbedingt gerade benötigt wird lokal gecashed wird, habe ich im Schnitt auch immer noch 60 bis 70 GB frei.
    Ich gebe aber zu: Bis ich das in der Familie 'geschult' hatte verging einige Zeit und einige launische Kommentare. Und gerade mit den jetzt Google Telefonen (= Android) bin ich jetzt für die Synchronisation schmerzhaft auf das kostenpflichtige "Onesync" gewechselt. Der Sync von Onedrive auf Android ist schon eine mittlere Frechheit.
    Grüße!
    Ich hab' mir ein neues Surface 6 Pro bestellt. Wird morgen geliefert.
    Eigentlich wollte ich was Gebrauchtes und nicht so viel Geld ausgeben. Aber selbst die 4er-Surface-Generation wird noch zu erstaunlichen Preisen bei ebay gehandelt. Die Surface-Geräte sind so wertstabil wie was von Apple.
    Dann lieber 300 Euro draufgelegt und was Neues, anstatt die Vor-Vor-Generation. Auf die nächste Generation wollte ich allerdings nicht mehr warten.
    Wenn es reicht, dann reicht es. Mir reicht es leider nicht. Mein kleinstes Gerät hat leider nur 256. Mit viel Mühe bringe ich zwischen 50 u 60GB frei und damit stoße ich bei jedem RAW-Import an seine Grenzen. Das Bedeutet, als Reisegerät ist mein Kleines völlig unbrauchbar. Dafür hatte ich es eigentlich gekauft - 360er mit Stift. Gerät ist jetzt eh Schrot aber gut.
    Daher-... solange MS keine Laptop mit i5 und tauglicher Speichergröße bringt werde ich auch kein Kunde mehr - vermutlich auch so nicht, da ich mit keinem Surface-Gerät wirklich glücklich wurde.
    Die Surface-Geräte sind so wertstabil wie was von Apple.

    In Anbetracht der Preise habe ich eher den Eindruck das die Nutzer ihre Investition schön saufen. Das SP4 ist eine Katastrophe. Nicht nur das es sich aufhängt oder manchmal nicht einschalten lässt, spinnte immer mal wieder die Helligkeit.
    @ chakko
    ein Wechselakku macht eigentlich bei jedem Gerät Sinn, alleine schon wegen der Nachhaltigkeit. Handyakkus, die 5 Jahre halten? Also bei meinem vorletzten Handy war das letzte halbe Jahr schon nicht mehr lustig, die Laufzeit war schon so gering geworden, dass das Gerät quasi den halben Tag am Ladegerät hängen musste.
    Bei einem Laptop sieht das für mich noch etwas anders aus, schließlich gibts den nicht alle 2 Jahre im Rahmen einer Vertragsverlängerung gesponsort, außerdem ist dort der Zyklus nicht ganz so kurzlebig wie bei den Smartphones. Wenn ich mir die Leistungsdaten meines 2012er i7 Laptops ansehe, dann gehört der zwar nicht zur Spitze, übertrifft aber immer noch einige aktuelle Prozessoren und man kann damit auch noch ganz vernünftig arbeiten.
    Klar, der hat einen höheren Stromverbrauch als neuere Geräte, aber erstens habe ich mehrere neuwertige Akkus, damit läuft der Rechner schon um die jeweils 5 Stunden, zweitens kann ich in den Laufwerksschacht auch noch einen Zusatzakku schieben. dann komme ich schon auf ca. 8 Stunden, was für ein 15 Zoll Notebook nicht so schlecht ist, das reicht für mich an einen normalen Arbeitstag völlig aus. Es ist ja nicht so, als ob die Hersteller früher nicht auch an längeren Laufzeiten interessiert waren. Wenn alle Stricke reißen, es gibt immer noch Steckdosen...
    Um- und aufgerüstet habe ich den Prozessor, RAM, Bluetooth und WLAN, Webcam, Fingerabdruckscanner, die SSD und das Display. Das war alles recht simpel und da gebraucht gekauft auch günstig, das Gerät ist sehr wartungsfreundlich, etwas, was man bei vielen aktuellen Geräten so nicht mehr findet. Die Industrie freut sich, schließlich wird der Kunde quasi zum regelmäßigen Neukauf gezwungen. Entweder man kauft sich gleich das Spitzenmodell, oder man muss mit der gewählten kleineren Konfiguration leben, weil Aufrüstung stark erschwert bis unmöglich.
    Ich hatte auch schon Laptopsakkus, die nach 2 Jahren schon ziemlich an Kapazität verloren hatten, schön, wenn die leicht austauschbar sind...schön blöd, wenn das nur sehr aufwändig zu machen ist. Die Surface-Geräte sind ja optisch unbestritten ansprechend, leistungsfähig, wertstabil usw. sie entsprechen aber sowieso nicht meinem Beuteschema, weil sie für Leute wie mich, die mit vielen Zahlen zu tun haben, ohne einen Ziffernblock total unpraktisch sind.
    ein Wechselakku macht eigentlich bei jedem Gerät Sinn, alleine schon wegen der Nachhaltigkeit.

    Wie gesagt... damit triffst du absolut nicht das heutige Kaufverhalten. Die neue Geräte-Generation wird viel schneller gekauft als der Akku aufgebraucht ist. Wechselakkus sind einfach nicht realistisch für das Konsumverhalten der Masse.
    Und, wo wir gerade bei Nachhaltigkeit sind: Was denkst du, machen deine Geräte, die du vielleicht etwas länger verwendest gegenüber dem aus, was durch den Konsum "ausgeworfen" wird? Sicher ungefähr so viel, als wenn wir hier in Deutschland ein paar Windrädchen aufstellen, und in China werden wer weiß wie viele Kohle- und Gas-Kraftwerke in Betrieb genommen (von Kernkraftwerken ganz zu schweigen). Ich möchte hier keine Polit-Diskussion lostreten, aber, das ist ein ganz, ganz kleiner Posten, um den es hier geht. Ist ungefähr so, als wolle man die Welt mit LED-Glühlampen retten.
    Die neue Geräte-Generation wird viel schneller gekauft als der Akku aufgebraucht ist. Wechselakkus sind einfach nicht realistisch für das Konsumverhalten der Masse.

    Ähm---Die Masse wurde gerade darauf hin konditioniert, damit die Industrie mehr absetzen kann. Das hat nichts mit Konsumverhalten und Kundenwunsch zu tun. Das ist schlicht ein Diktat der Industrie wie sich der Kunde zu verhalten hat.
    Der Rest deiner Ausführung ist sehr schräg. Kaum ein Gerät wird wirklich wiederverwertet. Teilweise werden auch hier wieder Kinder missbraucht um die Rohstoffe zurück zu gewinnen.
    Die Wegwerfgesellschaft ist einfach zum Kotzen. PC-Smartphones sind die Blutdiamanten des 21jhr. Ein ewig währender Kreislauf von Ausbeutung und Sklaverei. Jeder der sich ständig ein neues Gerät anschafft macht sich Schuldig an der Ausbeutung und Schädigung von Kindern. Ist halt so -
    https://www.youtube.com/watch?v=6jB-WruwVdY
    https://www.youtube.com/watch?v=EDoytOsPWmk
    ich vermute, dass für die meisten ein zwei Jahreswechsel in betracht kommt. Da muss schon etwas richtig gravierendes passieren, damit ich z.B. mein Go aktualisiere.
    USB-C war damals ein Kriterium für mich, da ich damit auch mein x1 lade, und somit immer nur ein Netzteil mitschleppe. Trotzdem kann es für mich leichter, schnellerer Prozessor und meinetwegen auch einen besseren Nettobildschirm werden. Aber den Engpass bleibt ohnehin die Tastatur, und die hat ja vermutlich fixe Maße.
    Das gleiche Gerät als Pro schließe ich übrigens aus, da wechsel ich eindeutig die Marke, habe Schrauben und weniger fancy, dafür aber arbeitstauglich.
    Aber an dem Text oben sieht man schon: Glücklicherweise ist dank MS der Rechnermarkt ja nicht so krank wie der Mobiltelefonmarkt, und man kann beruhigt in hochwertigere Geräte oder Vorjahresserien investieren und diese 2 bis 4 Jahre nutzen -je nach Gusto. Bei den Telefonen bringt derartiges ja keinen Spaß, weiß man schon nach zwei bis drei Jahren das Licht an geht und man aus dem Club geworfen wird.
    Setter
    Ähm---Die Masse wurde gerade darauf hin konditioniert, damit die Industrie mehr absetzen kann. Das hat nichts mit Konsumverhalten und Kundenwunsch zu tun. Das ist schlicht ein Diktat der Industrie wie sich der Kunde zu verhalten hat.

    Quark. Der Konsument ist mündig, und keine Marionette der Industrie. Jedenfalls ist das mein Anspruch. Wenn ich einen Marktstand aufmache, meine Ware gut anpreise, und die Leute kaufen wir verrückt, dann bin ich wohl kaum verantwortlich dafür, dass die Leute mich mit Geld überschütten.
    Ehrlich, diese Einstellung verstehe ich einfach nicht. Als wären wir alle Junkies des Konsums. Ich kann sehr gut für mich selbst entscheiden, was ich kaufe. Und, natürlich bin ich auch beeinflusst von der Werbung, aber, von meinem Geld trenne ich mich immer noch selbst.
    Die Industrie hat bei den Kunden die Erwartungshaltung geschaffen, regelmäßig mit neuen Produkten "überrascht" zu werden. Zu welcher absurden Situation das geführt hat, kann man in der heute gut erkenne. Smartphones mit Kamerawahn, welche aussehen wie eine Küchenzeile. Mobile PC´s , bei denen sich die Hersteller mit irgendwelchen Exklusivitäten Überbieten müssen.
    Die Modeindustrie ist ein Paradebeispiel dafür, wie Erwartungen geweckt werden um diese anschließend zu befriedigen.
    Konsumjunkie trifft es eigentlich ganz gut. Suchtbefriedigung – die Industrie kennt keine Moral.
    Menschen die nach Markenaspekten Kleidung kaufen, die unter gleichen Bedingungen wie Primark-Kleindung hergestellt wird, als Mündig zu betrachte ist absurd. Sie sind Fremdbestimmt und das auf eine Clevere manipulative Art.
    Die Appleesotherik ist ein ein gutes Beispiel für Massenmanipulation. Man vermittelt ein Lebensgefühl das schlicht nicht real ist.
    Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es um nicht reparierbare Notebooks mit Stoffbezug.
    Im Übrigen, die geplante Obsoleszenz ist in Wahrheit auch nur eine Verschwörungstheorie der Verbrauchermafia :rolleyes:
    Die Industrie hat bei den Kunden die Erwartungshaltung geschaffen, regelmäßig mit neuen Produkten "überrascht" zu werden. Zu welcher absurden Situation das geführt hat, kann man in der heute gut erkenne. Smartphones mit Kamerawahn, welche aussehen wie eine Küchenzeile. Mobile PC´s , bei denen sich die Hersteller mit irgendwelchen Exklusivitäten Überbieten müssen.

    Ich sehe das eher als Wechselspiel. Wenn es nicht auf gesundem Nährboden beim Konsumenten stoßen würde, könnten die machen, was sie wollen, es würde niemand kaufen.
    Aus aktuellem Anlass, da ich mich im Moment ein wenig damit beschäftige: Ein Marketing-Experte ist auch immer ein guter Menschenkenner, kann aber auch immer nur die menschliche Natur ansprechen. Insofern würde ich mal behaupten, dass man zumindest bezweifeln kann, dass das alles "fremdgesteuert" ist.
    Sorry übrigens für meinen etwas daneben geratenen letzten Absatz in meinem letzten Post, hab den mal gelöscht. Das war nicht so das Wahre, auch wenn vom Inhaltlichen meiner Meinung nach durchaus zutreffend. Aber, hätte dafür andere Worte finden sollen. ;)
    Ich denke mal, es hat auch viel mit der Erziehung zu tun, während ich noch der Generation angehöre, die nicht mehr jeden Trend mitmacht, nicht ständig die neuesten Gadgets haben muss und Produkte oft erst ausrangiert, wenn sie verschlissen sind, sind jüngere Konsumenten dahingehend konditioniert, stets die neuesten Produkte haben zu wollen, das suggeriert von klein auf schon die allgegenwärtige Werbung, Statussymbole wie das aktuellste Handy oder die beste Spielkonsole/Gaming PC zeugen vom persönlichen Erfolg, entsprechend definiert man sich darüber, es sind schließlich diese Lifestyleprodukte die das nach außen dokumentieren.
    Will man dazugehören, dann braucht man solche Dinge. Das fängt leider schon im Kindergarten bzw. in der Schule an (z.B. Stichwort Markenklamotten), schuld sind die Eltern, die das auch selbst fleißig vorleben, aber das System hat mittlerweile eine solche Eigendynamik entwickelt, dass sie sich dem - selbst wenn sie es wollten - kaum noch entziehen können, ansonsten droht quasi schon im Kindergarten das gesellschaftliche Aus - wer schwimmt schon gegen den Strom...
    Konsum als Selbstzweck, unendliches Wachstum, irgendwann wird uns da noch die Quittung präsentiert werden...
    Es gibt da ein schönes Zitat vom Kabarettisten Volker Pispers:
    Die Industrie drillt uns, indem die Industrie Einheitsbrei produziert. Ob du jetzt Apple, Samsung, Xiaomi oder Huawei nimmst, die geben sich optisch und funktional nichts. Kleine, nicht wechselbare Akkus im gläsernen 19:9 Unibody-Gehäuse sind der Standard. Der Verzicht auf den 3,5mm Klinke Anschluss ebenso - da kommen dann wieder Geräte mit nicht wechselbaren Akku (Bluetooth Kopfhörer) dazu.
    Das hat nichts damit zu tun, dass der Kunde nicht mündig ist oder sich die Produkte so wünscht, nein, es ist die Alternativlosigkeit. Die Industrie gibt die Trends vor, schaue dir dazu Mal die neuen iPhones und das Pixel 4 von Google an: Herdplatten-Kameras lassen grüßen. Und das bei zwei Unternehmen, die in Konkurrenz stehen. Wetten, dass die anderen Hersteller diesem Trend folgen werden und du als Käufer gar keine andere Wahl mehr haben wirst?
    Der Kunde ist wie der Frosch im Kochtopf, wo die Herdplatte Stück für Stück höher gedreht wird. Der springt nicht heraus, der bekommt die kleinen aber stetigen Temperaturerhöhungen gar nicht so mit. Am Ende ist er totgekocht (und für Franzosen lecker).
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