Angebote für kreative Stunden gegen den Lagerkoller

Angebote für kreative Stunden gegen den Lagerkoller

Im Angesicht der aktuellen Umstände tut Ablenkung gut. Etliche Softwareschmieden haben daher spezielle Angebote aufgelegt, um über diese ungewohnten Zeiten hinweg zu kommen.

Diese Aktionen müssen nicht immer nur für bereits im kreativen Umfeld tätige Menschen sein, sondern können auch als preisgünstiger Einstiegspunkt in eine neue Leidenschaft für Hobbyisten dienen.

Aus Transparenzgründen sei erwähnt, dass dieser Artikel keinerlei Affiliate-Links oder andere gesponserte Inhalte enthält.

Affinity

Serif (Wiki), die Firma hinter der Affinity Produktfamilie, bietet aufgrund der aktuell herrschenden COVID-19 Pandemie verschiedene, preislich sehr attraktive Möglichkeiten, in Kontakt mit ihrer Software zu kommen.

Einerseits bietet Serif jeweils eine kostenlose 90-Tage-Testversion ihrer Produkte an und gewährt jenen, welche sich anschließend für Affinity Publisher beziehungsweise Photo oder Designer entschließen, einen 50%igen Rabatt auf die jeweiligen Lizenzen. Dies führt zu einem Lizenzpreis von je 27,99 Euro für Windows und Mac wie zu 10,99 Euro für die iPadOS Version.

Affinity Publisher

Beim Publisher handelt es sich um eine Desktop-Publishing-Software (Wiki) als etwaige Alternative für beispielsweise Adobe InDesign an. Hiermit können Flyer erstellt, Broschüren gestaltet und Stanzvorlagen bearbeitet werden.

Affinity Photo

Photo ist eine Alternative zu Adobe Photoshop, eventuell auch zu Adobe Lightroom oder dem kostenfreien darktable. Die Grenzen hier sind relativ fließend, so möchten sich bei Missgefallen und Klarstellungen die Experten bitte in den Kommentaren zum Artikel melden.

Affinity Designer

Bei Designer handelt es sich nicht nur um ein Vektorprogramm wie beispielsweise Adobe Illustrator oder dem freien Inkscape, es bietet auch Möglichkeiten zum pixelbasierten Arbeiten. Anwendungsfälle wären hier unter anderem die Erstellung von Logos, Sprites für Spiele und dergleichen.

Kein Abo dafür Einzellizenz

Anders als bei Adobe handelt sich hier jeweils um einen einmaligen Kauf von Einzelplatzlizenzen. Dies bedeutet, dass wenn man beispielsweise Affinity Photo auf dem Desktop-Rechner zu Hause als auch unterwegs auf einem Apple iPad nutzen möchte, man zwei separate Lizenzen erwerben muss. Bei der Adobe Creative Cloud ist es ein monatliches Abo, welches jedoch das Arbeiten auf allen Plattformen erlaubt.

Android wird im Moment nicht unterstützt, somit ist neben dem iPad ein Microsoft Surface für das mobile und kreative Arbeiten mit Affinity anzuraten.

Welches Vertriebsmodell besser geeignet ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedes hat seine Vor- und Nachteile.

Adobe Creative Cloud Education

In einem Blogpost öffnet Adobe die Möglichkeit für Schüler und Studierende, welche sich unter normalen Umständen in ihrer jeweiligen Bildungseinrichtung mit Adobe Creative Cloud Software beschäftigen, diese bis Ende Mai auch von zu Hause aus zu nutzen.

Nach Meinung von golem.de ist hier jedoch etwas viel Bürokratie vorgeschaltet, da dies händisch und in englischer Sprache vom jeweiligen Betreuer der Bildungseinrichtung beantragt werden muss.

Dennoch sehe ich dies als großen Vorteil vor allem für Diejenigen, welche in der kommenden Zeit Abgaben oder Klausuren basierend auf diesen Produkten von Adobe ausarbeiten und absolvieren müssen.

Kostenfreie Alternativen

Wie bereits erwähnt, muss es nicht immer die Software der Platzhirsche sein. Dies kann im Unternehmensumfeld und Bildungswesen weniger leicht anwendbar sein, da hier die Branchenführer hauptsächlich vertreten sind, dafür können diese für Hobbyisten umso mehr einen Blick wert sein.

Diese Alternativen sind nicht nur immer kostenfrei zu nutzen, sondern verfügen auch oft über entsprechend große Communities, welche mit Rat und Tat auch Anfängern zur Seite stehen.

GIMP

Das GNU Image Manipulation Programm ist mittlerweile nahezu jedem bekannt, der einmal was mit Bildbearbeitung machen wollte. Diese seit vielen Jahren von unzähligen Freiwilligen gepflegte Software kann durchaus als Alternative zu Adobe Photoshop betrachtet werden. Auf der Homepage sind eine Reihe von Tutorials verfügbar, welche sich an unterschiedliche Wissensstände richten.

Paint.NET

Wenn das in Windows 10 integrierte Paint.exe zu wenig ist, aber GIMP und Co. zu mächtig sind, lohnt ein Blick auf Paint.NET. Diese Freeware unterstützt genauso wie große Grafikprogramme beispielsweise verschiedene Ebenen, ist aber weniger komplex aufgebaut als manch andere Software in diesem Segment. Neben der, auf der Herstellerseite herunterladbaren, kostenlosen Version ist Paint.NET auch im Microsoft Store für 6,99 Euro erwerbbar.

darktable

Mit dem quelloffenen darktable gibt es eine kostenfreie Alternative zu Adobe Lightroom, welche sich vorrangig an Fotografen richtet, die mit RAW-Dateien arbeiten oder ihre Fotobibliothek verwaltet haben möchten.

Krita

Wer künstlerisch Zeichen und Malen möchte, für den ist das aus dem KDE-Projekt (Wiki) stammende Krita einen Blick wert. Das auf Windows, Mac und Linux laufende Programm bietet auch für anspruchsvolle Digitalkünstler entsprechende Funktionen.

Inkscape

Das Vektor-Programm Inkcape ist mit Adobe Illustrator zu vergleichen. Hier können Grafiken, Illustrationen und mehr abseits von Pixelbeschränkungen erstellt werden. Für Entwickler ist ebenfalls zu erwähnen, dass für Inkscape auch ein Animations-Exporter zu dem weit verbreiteten und von AirBnB initial entwickelten Lottie Framework existiert.

Blender

Blender hat seinen Ursprung in der 3D-Modellierung von beispielsweise animierten Charakteren. Dies ist gut in dem unlängst zum Kult gewordenen Kurzfilm der „Big Buck Bunny“ (Wiki) zu sehen.

Des Weiteren erfreut sich diese 3D-Software immer mehr Verbreitung im Maker Land, um unter anderem Druckdateien für 3D-Drucker zu erstellen.

Kostenlos muss nicht umsonst heißen

Wie so oft bei freier Software kann der Aspekt vergessen werden, dass hier dennoch Kosten entstehen. So sollte jeder, der quelloffene und kostenlose Software benutzt überlegen, ob er die Macher dahinter nicht über eine Spende oder wie im Falle von Krita über einen Kauf über den Microsoft Store unterstützten möchte.

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Über den Autor
Tobias Scholze
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Bayrischer Open Source- und Community-Enthusiast, Verfechter des neuen Microsoft und Wandler zwischen den Betriebssystemwelten. #communityrocks Von Herzen ein Nerd mit der festen Überzeugung, dass man gemeinsam und durch den Einsatz von moderner IT die Welt für jeden ein Stückchen besser machen kann.
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