Antivirus-Charts für Windows 10: Alte Bekannte an der Spitze

Antivirus-Charts für Windows 10: Alte Bekannte an der Spitze

In den Monaten September und Oktober hat AV-Test wieder zahlreiche Antivirus-Programme für Windows 10 unter die Lupe genommen und daraus eine aktuelle Rangliste sowohl für Privatnutzer als auch für Unternehmen erstellt.

Gegenüber der letzten Erhebung vom August 2018 hat sich nicht sehr viel getan, und das ist überaus erfreulich, denn es bedeutet, dass alle getesteten Programme einen soliden Schutz bieten. Gleichwohl fallen die Ergebnisse einen Hauch schlechter aus. Im August erkannten elf Testkandidaten 100 Prozent aller Schädlinge, jetzt sind es nur sieben. Um das aber gleich wieder zu relativieren: Mit Ausnahme von Malwarebytes kamen alle getesteten Programme auf eine Erkennungsrate von durchschnittlich 99,x Prozent.

Wir schauen bei der Gelegenheit immer ganz besonders auf den in Windows 10 integrierten Defender, auch dieser zeigte minimale Schwächen und erkannte „nur“ 99,3 Prozent der 0-Day-Schädlinge, was bei den strengen Testkriterien dazu führt, dass nur 5,5 von 6 möglichen Punkten erzielt werden. Die größte Schwäche des Defender in diesem Test ist eine altbekannte: Im Vergleich zu anderen Lösungen bremst der Defender Programm-Installationen stärker aus und bekommt daher auch bei der Performance einen halben Punkt abgezogen.

Die Traumnote von 18 Punkten erreichen bei den Programmen für Privatkunden in diesem Test Avira, Bitdefender, Bullguard, Kaspersky, Microworld und Symantec.

Nachfolgend wie immer die Grafiken, aus denen ihr euch euren Favoriten aussuchen könnt. Alle Ergebnisse zum Nachlesen gibt es auf der Homepage von AV-Test, von der Übersicht aus könnt ihr dann auch die Detailergebnisse zu jedem getesteten Programm abrufen.

Antivirus-Programme für Windows 10 im Vergleich - Privatanwender Antivirus-Programme für Windows 10 im Vergleich - Unternehmen

 

 

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Das der Defender mein System stark ausbremst ist mir noch nie aufgefallen.Andernseits vertraue ich einem Scan der mehr Resourcen braucht,weil er vielleicht gründlicher arbeitet als Andere,eher als Dehnen,
    die nur schnell und oberflächlich scannen.Eine Systembelastung halte ich, von diesem Gesichtspunkt aus gesehen, für durchaus zumutbar und gerechtfertigt.
    Für mich sind diese Tests eher uninteressant. Werde mir keinen Drittpartei-Scanner mehr installieren (außer Malware Bytes). Und das obwohl der Defender zehn Mal so lange braucht wie jeder andere Scanner, zum Datei scannen. Dafür ist er werbefrei, und versucht nicht an allen Ecken und Enden mich vor den unglaublichen Gefahren des Netzes zu warnen. Oder mir eine Vollversion zu verkaufen.
    Statt des Defenders setze ich weiterhin auf McAfee Total Protection Version 2019. Der Defender bremst mir im laufenden Betrieb zu stark. Die maximal 16,- € /Jahr für die Nutzung des McAfee auf bis zu 10 Rechnern zahle ich gerne.
    Ich habe jahrelang auf GData Internetsecurity gesetzt. Habe seit ca. 6 Monaten nur noch den Defender laufen und viel weniger Systemabstürze (laut Zuverlässigkeits- und Problemverlauf des Computers)
    Bin mir aber immer noch unsicher was nun besser ist.
    Mich wundert es immer wieder, warum die Performance bei Programm-Installationen überhaupt in die Wertung einfließt. Wie oft kommt das im Alltag denn vor? Die wenigsten User werden ständig Programme installieren. Eine Erwähnung ist es vielleicht wert, aber als echtes Kriterium praktisch doch eigentlich irrelevant. Wie seht ihr das?
    Hey leute, was habt ihr nur immer wieder mit eurem jammer uber das gebremse vom Defender????
    Wie viele Programme installiert ihr am Tag, als dass sich das bemerkbar machen würde???
    Es bremst nur bei der Installation, nicht bei der Nutzung, und svhon gar nicht das gesamte system.
    Martin, da solltest Du immer mal wieder darauf hinweisen. Hier gibt es anscheinend Missverständnisse.
    Hallo, dass wollte ich auch grad bemängeln, dass Programm Installierungen mit in der Wertung fallen. Unter Windows Defender halte ich diese Verzögerung sogar für gut , denn von Hause aus der Antivirlösung vertraue ich vor allem unter Windows 10. Die von MS wissen am besten Bescheid, was ihr System vertragen tut. 100%ige Sicherheit gibt es so wie so nicht und so lasse ich alle 3...4 Wochen die Kasper-Boot-Scan-CD über unsere Rechner laufen.
    Da sich der Einfluss auf die Performance im niedrigen Prozentbereich bewegen wird, sehe ich das auch nicht als sehr wichtiges Kriterium. Da sehe ich die Geschwindigkeit des Scanners beim Defender als größeres Problem an. Auf meinem Laptop dauert das meist mehrere Stunden bei einer 500Gb Festplatte, die gerade mal zur Hälfte belegt ist.
    NurEinUser
    Mich wundert es immer wieder, warum die Performance bei Programm-Installationen überhaupt in die Wertung einfließt. Wie oft kommt das im Alltag denn vor? Die wenigsten User werden ständig Programme installieren. Eine Erwähnung ist es vielleicht wert, aber als echtes Kriterium praktisch doch eigentlich irrelevant. Wie seht ihr das?

    Ich sehe es zumindest so, dass man das anders gewichten sollte. Der Performance-Einfluss auf Standard-Aktionen wie das Starten von Programmen, Kopieren von Dateien etc. sollte sehr viel stärker gewichtet werden. Allerdings weiß ich auch nicht, ob AV-Test genau das tut. Ich bekomme immer die Tabellen mit den genauen Messwerten, die dürfen aber nicht rausgegeben werden. Der Messwert bei den "verzögerten Installationen" ist beim Defender schon sehr viel höher als bei den anderen Programmen. Der Grund dafür wäre interessant zu erfahren.
    Was hatte ich in der Vergangenheit schon Ärger mit Anti-Virensoftware von Drittanbietern. Der Defender hingegen ist ein wahrer Segen.
    Für mich gibt es keine bessere Lösung, die obendrein auch noch kostenfrei ist.
    Ich muss dazu sagen, dass ich schon einige Programme ausprobiert habe, aber am besten ist und bleibt der Defender... Und mit der Performance, fällt auch nur auf, wenn man Spiele mit mehr als 50 GB installiert, aber da kommt es mir auf die paar Minuten mehr auch nicht an.
    Iskandar
    Das der Defender mein System stark ausbremst ist mir noch nie aufgefallen.

    Die Real-time Protection ist befriedigend - Games in 2160p büßen 5 FPS ein und die Frametimes sind im Durchschnitt um 20 ms zu schlecht. So das Ergebnis nach der Deaktivierung des Windows Defender auf dem Computer meines kleinen Bruders. Doch was mehr Performance kostet, das ist auf Intel-Plattformen Meltdown, gefolgt von Spectre V2.
    Bei den Ergebnissen für die Privatanwender werden da die Free Versionen von Avast und Avira getestet oder die Bezahlversionen?
    Ich habe jahrelang auf GData Internetsecurity gesetzt. Habe seit ca. 6 Monaten nur noch den Defender laufen und viel weniger Systemabstürze (laut Zuverlässigkeits- und Problemverlauf des Computers)
    Bin mir aber immer noch unsicher was nun besser ist.

    Kann ich bestätigen. Habe auch lange GData benutzt und war sehr zufrieden, allerdings häuften sich irgendwann die Fehlermeldungen, der Bildschirm fror ein, das System wurde immer langsamer etc.. Ich bin dann auf Bitdefender umgestiegen und seitdem läuft der PC wieder reibungslos.
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