Apps im Touchpad: Asus ScreenPad auf der IFA ausprobiert

Apps im Touchpad: Asus ScreenPad auf der IFA ausprobiert

Im Juni hatte Asus auf der Computex eine Innovation für Notebooks vorgestellt: Das Touchpad wird in ein zweites Display für Apps verwandelt. Auf der IFA stellt Asus diese Neuerung mit dem Namen ScreenPad erstmals auch dem deutschen Publikum vor. Ich habe es ausprobiert und war sehr angetan.

Das Touchpad kann ganz regulär verwendet werden, verwandelt sich aber durch ein Wischen vom oberen Rand in einen 5,5 Zoll großen Touch-Bildschirm, der FullHD-Auflösung bietet. Die Darstellungsqualität ist auf der matten Oberfläche erstaunlich gut. Über die Einstellungen kann man sogar ein eigenes Wallpaper festlegen.

Das ScreenPad von Asus verwandelt das Touchpad in einen zweiten Bildschirm

Damit sind wir auch schon mitten in der Bedienung. Wischt man von oben in das ScreenPad, erscheint eine Art Mini-Startmenü:

Das ScreenPad von Asus verwandelt das Touchpad in einen zweiten Bildschirm

Welche Verknüpfungen dort zu sehen sind, lässt sich in den Einstellungen festlegen (Symbolleiste) Hier regelt man auch die Helligkeit und kann sich eine Einführung in die Bedienung anschauen.

Das ScreenPad von Asus verwandelt das Touchpad in einen zweiten Bildschirm

Was kann man nun alles mit dem ScreenPad anstellen? Es lassen sich verschiedene Apps darauf starten, wie zum Beispiel der Taschenrechner, die Mail- und Kalender-App von Windows 10 und auch Spotify. Welcher Aufwand erforderlich ist, um eine App „ScreenPad-tauglich“ zu machen, vermag ich leider nicht zu sagen.

Aber schon mit dem, was ich ausprobieren konnte, hat mich das Konzept überzeugt. Das auf Notebooks meist fehlende Nummernpad dort anzeigen zu lassen oder den Taschenrechner auf dem ScreenPad zu starten – das sind zwei Szenarien, die mich sofort ansprachen. Ich habe in der Tat immer noch einen klassischen Taschenrechner auf dem Schreibtisch, weil mir die App auf dem Bildschirm quasi immer im Weg ist.

Das ScreenPad von Asus verwandelt das Touchpad in einen zweiten Bildschirm Das ScreenPad von Asus verwandelt das Touchpad in einen zweiten Bildschirm

Das ScreenPad kann aber nicht nur als primäre Anzeige für Apps verwendet werden, sondern einen schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen von Programmen ermöglichen, die auf dem Haupt-Bildschirm ausgeführt werden. Microsoft Office gehört zu den Vorreitern, die das unterstützen.

Das ScreenPad von Asus ist eine wirklich sinnvolle Innovation, von der ich hoffe, dass auch andere Hersteller sie aufgreifen. Während meinem Test bettelte mein Smartphone um Aufmerksamkeit, weil einige Nachrichten eingingen, und da dachte ich spontan: Wäre cool, wenn ich jetzt einfach den Bildschirm meines Telefons auf das ScreenPad spiegeln könnte, groß genug wäre es ja.

Wenn ihr das ScreenPad in Aktion sehen möchtet, schaut mal in diesen Beitrag, da sind noch einige Videos eingebunden.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Asus ist ein Hersteller, der bei mir ganz tief im "Vergiss es" vergraben liegt, aber hier muss ich sagen: Toll, sinnvoll und naheliegend. Eine erheblich bessere Idee als die Touchleiste bei Apple. Das hat auf jeden Fall Potential, zum Standard zu werden, ich wünschte es mir jedenfalls.
    Habe mir gerade mal ein Video von Asus zum Thema angeschaut und ja, es sieht interessant aus. 2 Fragen kommen mir dabei allerdings in den Kopf. Haben die Geräte mit dem Screenpad dann auch noch ein Touch Display, oder lässt Asus das in dem Fall weg? Die 2. Frage ist eher eine Feststellung, wenn ich die Funktionen des Screenpads nutze, also über die Toolbar öffne, dann kann ich es nicht mehr parallel as Trackpad nutzen, oder?
    Ich finde es schön das man hier einen neuen Weg geht, auch wenn mich die Funktionsweise jetzt auch nicht komplett flasht, denn (Achtung festhalten) eigentlich tut das Screenpad für mich auf den ersten Blick nichts viel anderes als die immer wieder belächelte TouchBar am Macbook. @wi.du.kind, rein Interessehalber, welche Vorteile siehst du im Trackpad, die es besser machen als die Mac-TouchBar? Ein Vorteil für diejenigen die es brauchen ist natürlich die Funktion das Nummernpad einzublenden, das meiste andere kann ich an der Macbook- TouchBar auch so konfigurierendes es schnell verfügbar ist, ohne vorher ein Menü zu wählen oder mir das Trackpad wegzuschalten. Ich finde die Idee trotzdem toll, da ich persönlich den Touchscreen am Windows- Gerät sehr wenig nutze. Liegt wahrscheinlich daran das ich in Natura ja auch lieber auf dem Tisch schreibe als an der Wand ;-). Vermutlich wird die Nahe Zukunft eh dahin gehen das die komplette Tastatur als Bildschirm ausgeführt wird, dieses Touchpad ist ein erster Schritt in diese Richtung.
    Sicherlich eine ganz putzige Idee, aber allein durch die Position des Mini-Displays sehe ich da eher wenig Sinn. Da muss man ja ständig den Blick vom Schirm abwenden, um was sehen oder bedienen zu können.
    @daissernu
    Neben der im Artikel erwähnten Möglichkeit den Taschenrechner vom Bildschirm zu verbannen (ein, bei mir sehr häufiges, Arbeitsszenario, dass mit viel Hin- und Herklickerei verbunden ist), sehe ich für kleine Bildschirme, für die das gedacht ist, auf anhieb so einige Anwendungsbeispiele. Auslagerung von Werkzeugpaletten bei der Bildbearbeitung, Tastaturunterstützung im Bereich der Sonderzeichen, Popupscreen für Benachrichtigen, Informationseinblendung zu nebenher laufenden Medien etc. Voraussetzung ist natürlich eine gut funktionierende Umschaltung zwischen Trackpad- und Touchscreenfunktion (der Screeninhalt muss für die Trackpadfunktion ja nicht ausgeblendet werden). Weitergesponnen, an ARM-Geräte gedacht, ergebe sich die Möglichkeit der stromsparenden Infoausgabe, die Nutzung als Telefon- und Nachrichteninterface und der Zugriff auf kleine Apps, die der Bildschirmzuschaltung nicht bedürfen. Das ist jetzt nur mal so schnell und unbedarft dahergeschrieben, ich kann mir gut vorstellen, dass sich da so einiges Sinnvolles ergeben wird, wenn es sich als Idee ausbreiten würde.
    Inwiefern "weiß" Windows denn was da unten abgeht? Es scheinen ja Windows-Anwendungen zu sein (Edge, Mail, Spotify (wtf))...
    Sieht gut aus und fällt bei mir direkt unter die Kategorie: Warum nicht das eine auch noch fürs andere verwenden.
    Definitiv eine witzige und tolle Idee.
    Aber, und jetzt kommt's. ;)
    Irgendwie ist das, so wie einiges anders was man momentan sieht, nur eine weitere müde Erweiterung in der Evolution. Ein "nettes" Gadget, nichts weiter. Ist nett, braucht man aber nicht.
    Ich muss da an Martin denken, wie er über Smartphones redet: Alles gleich, nur vereinzelte Evolutionen.
    Wo bleibt die Revolution?? Die nächste Generation von: "Wow, das ist möglich?"
    Im Grunde, was die HoloLens oder die Surface vorgemacht haben.
    Du meinst sowas wie ein kleiner PC mit zwei Bildschirmen zum Aufklappen, der in die Hosentasche passt? :D
    Du meinst sowas wie ein kleiner PC mit zwei Bildschirmen zum Aufklappen, der in die Hosentasche passt? :D

    Haha...... Genau. :)
    Das scheint ja Samsung schon sehr bald auf den Markt zu bringen, glaubt man Medienberichten.
    Aber wie erwähnt, die HoloLens, z.B., hat bei mir diesen: Wow Effekt ausgelöst. Revolution, statt Evolution. Ich glaube, das waren deine Worte.
    Wow! So ein Touchpad ist wahrlich eine Innovation. Da frage ich mich warum es so was nicht schon seit Jahren Standard ist. Das gibt es bei mir eher selten, dass ich etwas sehe und es gleich haben will. So ein Touchpad im Surface Pro und ich würde die Knete dafür sofort locker machen.
    wenn man das touchpad jetzt noch herausnehmen könnte und damit telefonieren könnte, hätte asus das smartphone erfunden...
    Das TouchPad liegt nicht im Blickfeld. Für den Taschenrechner hat meine Tastatur eine eigene Taste. Und er ist auch nie im Weg. Dafür gibt's schließlich die wichtigste und häufigste Tastenkombination von Windows: Alt-Tab. (+sehr oft auch Alt festhalten und 2 oder 3x Tab)
    Wenn ich Alt+Tab drücke, ist der Rechner aber weg und ich sehe die Zahlen nicht mehr.
    Für mich ist es praktisch, du kannst mir also nicht erklären, dass es das nicht ist - das kannst du ja gar nicht wissen. So, wie ich nicht wissen kann, was für dich praktisch ist und was nicht ;).
    Mir gefällt das. Wie weiter oben schon angesprochen: eine clevere Umschaltung wäre sinnvoll; man muss den Bildinhalt ja nicht gleich ausblenden, wenn man das Touchpad verwenden will. Wir haben uns das hier angesehen, und sofort kam der Einwand: früher wäre sowas von Apple gekommen. Bin gespannt, wer diese Idee als nächstes übernimmt. Ein Surface Book mit 6"-Touchdisplay - cool!
    Martin
    Wenn ich Alt+Tab drücke, ist der Rechner aber weg und ich sehe die Zahlen nicht mehr.
    Für mich ist es praktisch, du kannst mir also nicht erklären, dass es das nicht ist - das kannst du ja gar nicht wissen. So, wie ich nicht wissen kann, was für dich praktisch ist und was nicht ;).

    Erstens arbeite ich selten mit Fenstern im Vollbildmodus, zweitens stelle ich mit Alt-Tab den Focus um. Das Berechnungsergebnis ist, wenn ich es benötige, natürlich längst mit Strg-C in der Zwischenablage zum Einfügen in der Anwendung, aus der ich den Rechner mit dem Tastendruck auf meinem Keyboard aufgerufen habe. Wenn du einen externen Taschenrechner benutzt, "kennst" du das natürlich nicht aus dem Tagesgeschäft... Die Maus nutze ich nur, wenn sie effizienter als die Tastatur ist, was durchaus oft der Fall ist. Ganz bestimmt aber nicht beim Taschenrechner, da ich auch numerische Eingaben blind tippe.
    Ich habe im Leben schon so viele Handwerkerrechnungen zur Genehmigung und Zahlung vorgelegt bekommen, dass ich sie heute noch nachrechne. Bei mehreren Positionen aber natürlich mit einer Excel-Vorlage, weil das oftmals noch schneller, vor allem übersichtlicher ist. Da ich ausreichend Bildschirmfläche habe, ist immer Platz für den Rechner. Und ich will beim Arbeiten ja keinen "Tennisnacken" bekommen...
    @OliverL
    von welcher Bildschirmgröße gehst du aus? Hier geht es doch eindeutig um kleinere Bildschirme, da wir von einer ausschließlich in mobilen Geräten angewandten Hardware sprechen. Außerdem geht es nicht unbedingt immer nur um das zu übernehmende Ergebnis, sondern manchmal auch um die Eingabe mehrerer Operanden z.B. auch mal aus Zeichnungen, wo ich ständig am Hin- und Herschieben des Taschenrechners bin. Ein Computer ist nun mal ein ziemlich universell einsetzbares Gerät in verschiedensten Bauformen, weshalb es immer problematisch ist, aus seinen eigenen Erfahrungen heraus zu verallgemeinern.
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