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ARM-CPUs für Laptops: Qualcomm setzt künftig auf hauseigenes Chipdesign

ARM-CPUs für Laptops: Qualcomm setzt künftig auf hauseigenes Chipdesign

Die Snapdragon-CPUs von Qualcomm basierten bisher auf den Referenzdesigns des Unternehmens ARM. Damit ist in Zukunft aber zumindest in Laptops Schluss. Für künftige Hochleistungs-Prozessoren setzt man auf das Chipdesign von NUVIA, das seit der Übernahme im März 2021 offiziell zu Qualcomm gehört.

Man hat bei diesem Thema sehr schnell einen Knoten in den eigenen Gedanken, wenn man sagt: Qualcomms ARM-CPUs setzen in Zukunft nicht mehr auf das ARM-Design. Man muss hierbei zwischen ARM als Plattform und dem gleichnamigen Unternehmen unterscheiden. Das Unternehmen ARM stellt für seine Prozessoren ein Referenzdesign zur Verfügung, an dem sich viele Hersteller orientieren. Genau das tut Qualcomm nun eben nicht mehr.

Im März hatte Qualcomm das erst 2019 gegründete Unternehmen NUVIA für 1,4 Milliarden Dollar aufgekauft. Der Gründer war Gerard Williams, der bis 2019 bei Apple die Entwicklung der hauseigenen Chips verantwortete, er hatte in den letzten zwei Jahren zahlreiche Chip-Experten von AMD, Intel, Broadcom und Google abgeworben.

Nun will man also im eigenen Haus hoch leistungsfähige Chips für Smartphones und Laptops entwickeln, wobei die Priorität zunächst auf Laptops liegt. Das Ziel scheint klar: Man will zu Apples M-Serie aufschließen. Weil das nicht von heute auf morgen geht, lässt man sich damit auch entsprechend Zeit: Ende 2022 will man ein erstes marktreifes Produkt vorstellen, was wiederum bedeutet, dass entsprechende Geräte irgendwann in 2023 auf den Markt kommen könnten.

Ein Hintertürchen hält man sich allerdings offen: Wenn ARM bessere Produkte am Start hätte, dann könnte man diese jederzeit lizenzieren, wird Qualcomms CEO Cristiano Amon von Reuters zitiert.

Für Windows on ARM bedeutet das wohl, dass man sich vorerst im Einsteigerbereich tummeln wird, beispielsweise mit dem neuem Snapdragon 7c Gen2. Es hält sich aber auch hartnäckig das Gerücht, dass Microsoft an einem eigenen ARM-Prozessor werkelt.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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