Asus ROG FLOW Z13 ausprobiert: 2in1 mit reichlich Gaming-Power
Mit dem ROG FLOW Z13 wendet sich Asus an Kunden, die ein ultramobiles Arbeitsgerät benötigen, aber dennoch bei der Spieleleistung keine Kompromisse eingehen möchten. Diesem Anspruch wird das Gerät gerecht. Man muss allerdings bereit sein, einen knackigen Preis zu bezahlen.
Das Asus ROG FLOW Z13 ist ein klassisches 2in1, bestehend aus einem Tablet mit Kickstand und einer Tastatur, die magnetisch am Gehäuse andockt. Ich hatte zunächst die Idee, es als „Surface Pro on Steroids“ zu bezeichnen, allerdings halte ich den Vergleich inzwischen für überstrapaziert.
Wir starten wie gewohnt mit einem Blick auf das Datenblatt.
Technische Daten des Asus ROG FLOW Z13 (GZ302E-RU074W)
| Display | ROG Nebula Display (IPS) 13,4 Zoll 2.560 × 1.600 Pixel, 180 Hz Reaktionszeit 3ms Seitenverhältnis 16:10 entspiegelt Multi-Touch, Stiftunterstützung DCI-P3: 100%, Pantone validiert Dolby Vision HDR |
| CPU | AMD Ryzen AI MAX+ 395 Processor |
| NPU | AMD XDNA, 50 TOPS |
| Grafik | AMD Radeon 8060S, 4 GB RAM |
| RAM | 32 GB LPDDR5x |
| Speicher | 1 TB PCIe 4.0 SSD (M.2 2230) |
| Anschlüsse | 2 x USB-C 4.0 1 x USB-A 3.2 HDMI 2.1 3,5 mm Audio microSD-Slot |
| Audio | Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos 3-fach Mikrofon-Array |
| Drahtlos | Wi-Fi 7 Bluetooth 5.4 |
| Kameras | 13 MP hinten, 5 MP IR-Kamera vorne |
| Sicherheit | TPM 2.0 Windows Hello per IR-Kamera |
| Akku | 70 Wh, 200 W Netzteil (proprietär) |
| Betriebssystem | Windows 11 Home |
| Maße | 300 x 204 x 14,9 mm |
| Gewicht | 1.226 Gramm (Tablet) 1.627 Gramm (mit Tastatur) |
| Preis (UVP) | 2.499 € |
Weitere Informationen und Konfigurationen gibt es auf der Hersteller-Webseite.
Design, Verarbeitung, Ausstattung
Das Asus ROG FLOW Z13 setzt ein Statement auf dem Schreibtisch. Eine filigrane Erscheinung ist es nicht, aber das ist auch nicht Sinn und Zweck. Wenn schon auffallen, dann richtig – daher hat man auf der Rückseite ein kleines Fenster mit RGB-Beleuchtung eingebaut. Das sieht so cool aus, dass man beinahe bedauert, das Gerät nur von vorn anzuschauen.
Die Verarbeitung des Metallgehäuses ist erwartungsgemäß tadellos. Der Kickstand macht ebenfalls einen soliden Eindruck. Anders als beim Surface Pro lässt er sich nicht bis zum Anschlag überdehnen, bei grober Fehlbelastung könnte hier etwas kaputtgehen. Dafür muss man sich aber wahrscheinlich anstrengen.
Hinsichtlich der Anschlüsse und der drahtlosen Konnektivität befindet sich das Asus ROG FLOW Z13 auf der Höhe der Zeit. Die detaillierte Auflistung findet Ihr weiter oben in den Spezifikationen.
Käufer des Asus ROG FLOW Z13 erhalten einen Monat Microsoft 365 sowie drei Monate PC Game Pass als kostenlose Zugabe.
Die RGB-Effekte an Tastatur und Gerät sind mit Aura Sync kompatibel. Wer noch weiteres Zubehör mit Leuchteffekten besitzt, kann dieses dementsprechend synchron halten.
Die SSD kann man über eine kleine Wartungsklappe auf der Rückseite austauschen.
Nette Zugabe: Eine Transporthülle für das Gerät befindet sich im Lieferumfang.
Display
Klotzen statt kleckern heißt es auch beim Display des Asus ROG FLOW Z13. Der 13,4 Zoll große Bildschirm bietet eine Auflösung von 2.560 × 1.600 Pixel bei beeindruckenden 180 Hz. Die 100% Pantone-Validierung und Dolby Vision HDR sorgen für eine beeindruckende Bildqualität und hohe Farbtreue.
Obwohl es sich um ein Touch-Display handelt, spiegelt es kaum. Einziger echter Kritikpunkt ist der Umstand, dass der Kontrast und die Bildqualität in dunklen Szenarien nicht an ein OLED-Display heranreichen.
Performance
Über die Arbeitsleistung des Asus ROG FLOW Z13 müssen wir keine Worte verlieren, selbst anspruchsvollste Aufgaben meistert der AMD Ryzen AI MAX+ 395 Prozessor in Verbindung mit der AMD Radeon 8060S mühelos.
Call of Duty Black Ops 7 lief mit hohen Detail-Einstellungen absolut flüssig, auch auf meinem externen LG-Monitor mit einer Auflösung von 3.840 mal 1.600 Pixel gab es nur vereinzelte Mini-Ruckler.
Wenn der dedizierte VRAM von 4 GB nicht ausreicht, was bei grafiklastigen Anwendungen und Spielen schnell passiert, kann es allerdings eng werden, zumal die 32 GB RAM für ein Gerät dieser Klasse gerade so ausreichend sind.
Im Office-Betrieb und im „Leise-Modus“ treten die integrierten Lüfter nicht hörbar in Erscheinung. Bei hoher Leistung sind sie dagegen deutlich wahrnehmbar, was nur allzu verständlich ist. Irgendwie muss die Wärme aus dem immer noch sehr schlanken Gehäuse schließlich abgeführt werden.
Tastatur und Touchpad
Wer als Gamer eine mechanische Tastatur gewohnt ist, muss beim Spielen an einem mobilen Gerät immer Kompromisse machen. Diesbezüglich verlangt die Tastatur des Asus ROG FLOW Z13 zweifellos nach größeren Zugeständnissen. Der Tastenhub fällt geringer aus und die Tasten liegen näher beieinander.
Für mein Empfinden hat Asus das prima gelöst. Die Tasten sind sehr griffig und sollten auch bei vor Aufregung feuchten Fingerkuppen noch genügend Halt bieten. Zudem verfügen die Tasten über einen griffigen Druckpunkt. Als jemand, der die Tastatur einem Controller vorzieht, hatte ich nach kurzer Eingewöhnungszeit keine Probleme. Je nach bevorzugter Tastenbelegung könnten die kleinen Cursor-Tasten aber ein Showstopper sein.
Die Tastaturbeleuchtung unterstützt drei Helligkeitsstufen und RGB-Effekte.
Das Touchpad ist 12,8 mal 7,1 cm groß und reizt damit das aus, was bauartbedingt möglich ist. Es funktioniert zuverlässig, bei einem Gerät dieser Preisklasse hätte ich allerdings ein haptisches Touchpad erwartet. Wer einmal ein solches (wie in den aktuellen Surface-Geräten) verwendet hat, empfindet „herkömmliche“ Touchpads immer als Rückschritt, der nicht sein muss. Wie dem auch sei, zum Arbeiten reicht es und zum Spielen benötigt man ohnehin zwingend eine Maus.
Akkulaufzeit
Mobilität bedeutet bei mobiler Gaming-Hardware in aller Regel: Man kann sie überall hintragen und benutzen, wo eine Steckdose in Reichweite ist. Das ist auch beim Asus ROG FLOW Z13 nicht anders. Ich habe das aktuelle Call of Duty Black Ops 7 im Leistungsmodus gespielt. Nach knapp einer Stunde war der Akku leer. Mit einem weniger ressourcenhungrigen Spiel, einem energieeffizienten Betriebsmodus und geringerer Auflösung kann man sicher mehr herausholen, auf mehr als zwei Stunden dürfte man dennoch selten bis nie kommen.
Im reinen Office-Betrieb genügt der Modus „Leise“ vollkommen. Bei mittlerer Bildschirmhelligkeit hält das Asus ROG FLOW Z13 dann locker 8-9 Stunden durch. Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Hochleistungs-PC handelt, ist das absolut in Ordnung.
Das Netzteil liefert 200 Watt, die man beim Spielen im Leistungs- oder Turbomodus auch wirklich benötigt.
Allerdings: Meine Dockingstation bringt 100 Watt via USB-C. Bei maximaler Leistung entlud sich der Akku in einer Stunde um etwa 8-9 Prozent. Es würde also einige Stunden dauern, ehe der Akkustand in einen kritischen Bereich käme.
Fazit
Obwohl das Asus ROG FLOW Z13 in der aktuellen Konfiguration seit gut einem Jahr auf dem Markt ist, präsentiert es sich leistungsmäßig immer noch voll auf der Höhe der Zeit. Das lässt sich auch daran ablesen, dass Asus im Rahmen der CES 2026 eine Sonderedition mit identischer CPU/GPU-Konfiguration vorgestellt hat.
Sucht man nach Kritikpunkten, dann sind diese:
- kein OLED-Display
- kein haptisches Touchpad
- schwachbrüstige interne Lautsprecher
Mit der gebotenen Leistung ist das Asus ROG FLOW Z13 nicht nur für Spieler, sondern auch für Anwender mit grafiklastigen Anforderungen interessant.
Disclaimer: Das Testgerät wurde uns vom Hersteller leihweise überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
Thema:
- Review
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!










