Asus ZenBook Flip 15 ausprobiert: Starker Allrounder mit gutem Preis- Leistungsverhältnis

Asus ZenBook Flip 15 ausprobiert: Starker Allrounder mit gutem Preis- Leistungsverhältnis

Die Suche nach dem „optimalen“ Laptop gestaltet sich oft schwierig, vor allen Dingen dann, wenn der Einsatzzweck nicht klar umrissen ist. Wer viel unterwegs ist und überwiegend im Office-Modus arbeitet, der braucht nicht viel Leistung, dafür aber ordentlich Akkulaufzeit. Letztere ist für Gamer nicht so wichtig, Hauptsache die Leistung stimmt. Die meisten Käufer aber hätten gerne von allem ein bisschen was. Und damit beginnt die Suche nach dem bestmöglichen Kompromiss.

Genau an diesem Punkt möchte sich das Asus ZenBook Flip 15 ins Spiel bringen. Es verspricht, für jeden Einsatzzweck geeignet zu sein. In der Tat kann es diese Versprechen auch weitgehend einlösen.

Asus ZenBook Flip 15 Seitenansicht

Technische Daten des Testgeräts

  • CPU: Intel Core i5-10210U, 4x 1.60GHz
  • Display: 15.6 Zoll, 16:9, 1920×1080, Multi-Touch, glänzen, mit Stiftunterstützung, Pantone zertifiziert
  • RAM: 8GB DDR3 (verlötet und nicht erweiterbar)
  • 512 GB M.2 PCIe SSD
  • NVIDIA GeForce GTX 1050 Max-Q (Mobile), 4GB GDDR5 Speicher
  • Anschlüsse: HDMI, USB-C 3.0, 2 x USB-A 3.0, 3,5mm Audio
  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac/​ax (2×2)
  • Bluetooth 5.0
  • Akku: 71 Wh
  • Betriebssystem: Windows 10 Home
  • Webcam: 0.9 MP, IR (Windows Hello)
  • SD-Card Reader
  • Maße (BxTxH): 356x229x19.9mm
  • Gewicht 1.940 Gramm
  • Preis: ca. 1.100 Euro

Asus ZenBook Flip 15 im Zeltmodus

Es handelt sich beim Asus ZenBook Flip 15 um ein 360-Grad-Convertible mit entsprechend vielseitigen Auf- und Einstellmöglichkeiten. Der FullHD-Touchscreen bietet Stiftunterstützung und der passende Stift, der das gleiche Protokoll verwendet wie der Surface Pen, liegt auch gleich mit im Karton. Die leichte Verzögerung beim Schreiben ist zwar spürbar, aber nicht wirlich störend. Für gelegentliche Notizen und Skizzen ist man damit allemal gerüstet.

Die Bildqualität kann sich absolut sehen lassen, was sich auch an der Pantone-Validierung erkennen lässt. In normalen Umgebungen ist die Helligkeit völlig ausreichend, im Tages- oder gar Sonnenlicht kommt das Display wie die meisten seiner Artgenossen aber schnell an seine Grenzen.

Der Intel Core i5 der 10. Generation bietet für alle Alltagsaufgaben ausreichend Leistung. 8 GB RAM sind hingegen ein wenig knauserig, vor allen Dingen deshalb, weil der Arbeitsspeicher nicht erweitert werden kann. Die 512 GB große SSD ist dem Preis entsprechend angemessen, wenn man ein paar größere Spiele installieren will, wird es allerdings schnell eng. Über den integrierten SD Card Reader kann der Speicher für Nutzdaten erweitert werden.

Mit der NVIDIA GeForce GTX 1050 im Max-Q Design soll das ZenBook Flip 15 auch für Spieler interessant gemacht werden. Eine vergleichsweise starke Grafikkarte, gepaart mit einer Mittelklasse-CPU und wenig RAM – das ist eine durchaus ungewöhnliche Kombination. Aber sie funktioniert, der neue Microsoft Flight Simulator lässt sich in FullHD auf mittleren Einstellungen, die auf dem 15,6 Zoll großen Display verschmerzbare optische Einbußen zur Folge haben, flüssig spielen.

Asus ZenBook Flip 15 beim Spielen

Das Spielen zerrt erwartungsgemäß stark am Akku: 40 Prozent waren innerhalb einer halben Stunde weg, nach rund einer Stunde musste das ZenBook Flip ans Netz. Im regulären Office-Betrieb arbeitet das Gerät hingegen deutlich sparsamer, je nach Nutzung kommt man auf eine Laufzeit zwischen 8 und 10 Stunden.

Den Sound steuert harman/kardon bei. Er ist ausreichend laut, und so lange das ZenBook Flip auf dem Schreibtisch steht, sorgen die vorne unter dem Gehäuse sitzenden Lautsprecher auch für ein ordentliches Klangbild. Im Tablet- oder Zeltmodus wird der Klang allerdings eher flach, wer das Gerät zum Filme schauen auf dem Sofa oder im Bett verwendet, muss leider ein paar Abstriche machen.

Kommen wir noch zur Tastatur: Wie es bei 15,6 Zoll Notebooks oft der Fall ist, hat Asus beim ZenBook Flip 15 einen Nummernblock mit untergebracht, das ist erfreulich. Schreiben kann man auf den optional  beleuchteten Tasten sehr gut, das Tippgeräusch dürfte für meinen Geschmack etwas leiser sein. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass der Nummernblock dafür sorgt, dass das Layout insgesamt etwas gedrungen wirkt. Ich hätte zugunsten größerer Tasten darauf verzichtet, aber das ist freilich eine rein subjektive Wertung.

Asus ZenBook Flip Tastatur

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Asus mit dem ZenBook Flip 15 ein wirklich guter Allrounder gelungen ist, der sich für Arbeit, Spiel und Unterhaltung gut gerüstet zeigt. Selbstverständlich muss man in jedem Szenario mit Abstrichen umgehen, aber so ist das nun mal auf der Suche nach dem bestmöglichen Kompromiss.

Wer ein flexibles Gerät zum Arbeiten sucht, welches für ein Spielchen zwischendurch dennoch genug Leistung bietet, und sich an den knapp 2 Kilogramm Gewicht nicht stört, der macht mit diesem Gerät nichts verkehrt.

Disclaimer: Das Testmuster wurde mir von Asus leihweise überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht hat nicht stattgefunden, es bestand keine Verpflichtung zur Veröffentlichung.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Das Touchpad sitzt viel zu weit rechts, so berührt man es beim (Zehnfinger-)Schreiben ständig mit dem rechten Handballen und verschiebt damit den Cursor.
    Die Notebooks von Asus sehen schön aus, aber leider kenne ich mehrere Nutzer, bei denen die (Kunststoff-)Halterungen der Bildschirmscharniere nach relativ kurzer Zeit gebrochen sind. Früher stand Asus mal für Qualität, aber nach meinem letzten "Bruch" bevorzuge ich andere Hersteller.
    Das Gerät sieht tatsächlich so aus?
    Auf den Fotos wirkt es wie ein 6 Jahre altes, stark gebrauchtes Laptop, das man bei ebay gekauft hat.
    An sich eine hübsche Sache, aber 1.100 Euro?
    Das Teil ist wohl irgendwie etwas unglücklich beleuchtet beim Fotografieren. Sieht tatsächlich etwas altbacken aus. Vergrößert man das Bild erkennt man aber die seitlichen Schatten. Vor allem am Touchpad.
    Die Bilder sehen generell etwas merkwürdig aus. So, als hätte da irgendeine Stitch-Software nicht funktioniert. Keine geraden Linien, sondern irgendwie "wellig". Besonders das letzte Bild.
    Und die Scharniere auf dem Bild, wo das Convertible im "Tent"-Modus ist, wirken vollkommen ausgeleiert.
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