Auch nach der Pandemie: Microsoft führt dauerhaft flexible Arbeitsmodelle ein

Auch nach der Pandemie: Microsoft führt dauerhaft flexible Arbeitsmodelle ein

Was durch das Coronavirus aufgrund der steigenden Infektionszahlen eine erzwungene Reaktion war, wird bei Microsoft in den USA für alle Mitarbeiter jetzt nachhaltige Realität: Wie die Kollegen von The Verge in einem Bericht schreiben, führen die Redmonder intern neue Hybrid Workplace-Richtlinien ein, die auch dauerhaft eine weitaus größere Flexibilität für die Mitarbeiter bieten sollen.

Sobald die Büros von Microsoft in den USA wieder öffnen, können die Mitarbeiter, wenn es ihre Position im Unternehmen erlaubt, weniger als 50 % ihrer Arbeit im Home Office erledigen, ohne Einschränkungen befürchten zu müssen. Gleichzeitig sollen Manager die Möglichkeit bekommen, auch dauerhafte Remote-Arbeit zu genehmigen. Mitarbeiter, die sich für diese Option entscheiden, müssen ihre zugewiesenen Büroflächen aufgeben, können aber weiterhin auf die Touchdown-Arbeitsflächen in den Offices zugreifen, wenn sie wollen. Die Angestellten können außerdem mit Zustimmung durch Microsoft im Inland umziehen oder international arbeiten, wenn das mit ihrer Position im Unternehmen vereinbar ist.

Vergütungen und Leistungen bemessen sich nach der Geopay-Skala von Microsoft. Die Redmonder wollen außerdem die Kosten für Heimbüros übernehmen, wenn die Mitarbeiter permanent von zu Hause aus arbeiten. Ziehen sie aus einer Microsoft-Niederlassung um, müssen sie Umzugskosten aber selbst tragen. Flexible Arbeitszeiten sollen auch weiterhin ohne Genehmigung durch die Vorgesetzten möglich sein, außerdem können die Mitarbeiter mit Zustimmung des Vorgesetzten weiterhin in Teilzeit gehen. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Bereiche, die die Anwesenheit am Arbeitsort erfordern, etwa in Rechenzentren oder bei Microsofts Hardware-Abteilungen für Surface und Xbox.

Das Ganze gilt erstmal nur für die Niederlassungen in den USA. Wie Microsoft mit seinen globalen Zentralen wie hierzulande in München, Köln und Berlin verfahren wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Quelle: The Verge

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. Eigentlich nix besonderes, macht doch wirklich jeder größere Konzern nach Corona so. Bei Siemens nennt sich das "New Normal Working Model", mit bis zu drei Tagen pro Woche.
    @DonRolando
    Leider doch was besonderes.
    Mein Arbeitgeber hat schon angekündigt Homeoffice soweit wie möglich zurückzufahren. Dort redet man sich weiter ein wir wären alle produktiver und effektiver wenn wir wieder in großer Zahl im Büro sind. Dabei übersieht man leider das die Führungsetage die einzige uneffektive Region ist während es in anderen Bereichen trotz Homeoffice super funktioniert.
    @Walhallas.Voice
    In dem Fall mein Beileid. Wobei ich auch vor Corona schon viel im Home Office war. Jetzt ist es eben nur "normal". :)
    Zu MS Deutschland: Hier ist das schon seit 2014 kein Problem, jeder kann beliebig von zu Hause arbeiten.
    In den USA war das aber anders.
    Mein Arbeitgeber in München, MTU, stellt jedem frei, ob im Home Office oder im Büro gearbeitet wird, wobei Home Office finanziell gefördert wird. Es wurden im März, April, Mai über 2.600 Laptops angeschafft, die sollen auch weiterhin effektiv genutzt werden. MTU hat festgestellt, dass Home Office den Büromenschen besser liegt, als jeden Morgen und Nachmittag im Münchner Berufsverkehrsstau zu stehen. Und einem Arbeitgeber kommt es besser, wenn er zufriedene statt gestresste Mitarbeiter hat. Zudem wurde festgestellt, dass im Home Office höhere und besser Leistungen geliefert werden.
    In dem Fall eine mehrfache Win-Win Situation.
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