Am Puls von Microsoft

Aufgesetzt: Acer Mixed Reality Headset OJO 500 angetestet

Aufgesetzt: Acer Mixed Reality Headset OJO 500 angetestet

Auf der IFA hat Acer am Mittwoch die zweite Generation seines Windows Mixed Reality Headsets vorgestellt, das auf den Namen OJO 500 hört. Im Anschluss hatte ich die Gelegenheit, das neue Modell unter die Lupe zu nehmen und mir einen ersten Eindruck davon zu verschaffen.

Ich habe mich dabei auf die Äußerlichkeiten beschränkt, denn im Inneren ist alles beim Alten geblieben. Die Optik wurde vom Modell aus dem Vorjahr übernommen, weiterhin schaut man durch zwei Linsen mit einer Diagonalen von 2,89 Zoll, die mit 2.880 mal 1.400 Pixel bei maximal 90 Hz auflösen und einen Betrachtungswinkel von etwa 100 Grad bieten. Mag wenig klingen, aus der Erfahrung mit meinem eigenen Headset (ich habe ein Dell Visor) kann ich aber sagen, dass das bei der Nutzung nicht auffällt.

Acer Mixed Reality Headset OJO 500 ausprobiert

Beim OJO 500 hat Acer sehr auf  den Tragekomfort geachtet, daher werden auch zwei verschiedene Kopf-Polsterungen mitgeliefert. Eine weiche Variante für besonders angenehmen Sitz, oder alternativ eine härtere für festen Halt.

Die Polsterung am Hinterkopf wurde ebenfalls deutlich verbessert, wenngleich ich über den Langzeit-Tragekomfort nichts sagen kann. Mehrstündige VR-Sessions sind ja aber ohnehin unüblich. Mit einem Einstellrad kann das Kopfband bequem individuell angepasst werden.

Acer Mixed Reality Headset OJO 500 ausprobiert

Ebenfalls neu: Der Augenabstand kann individuell reguliert werden. Eine korrekte Einstellung ist bei den Windows Mixed Reality Headsets sehr wichtig, da dies einen erheblichen Einfluss auf die Bildqualität hat. Bisher musste man das mehr oder weniger schätzen und über die Einstellungen in Windows 10 regeln, das war alles andere als optimal.

Für das OJO 500 wird Acer außerdem eine App veröffentlichen, die bei der Messung des eigenen Augenabstands behilflich ist.

Acer Mixed Reality Headset OJO 500 ausprobiert

Was das Design generell betrifft, wirkt die zweite Generation deutlich erwachsener als das Acer-Modell aus dem Vorjahr. Gewachsen ist leider auch der Preis: 50 Euro mehr möchte Acer für das OJO 500 haben, die UVP inklusive der beiden Motion Controller beträgt 499 Euro.

Dafür bekommt man bei der zweiten Generation aber auch ein integriertes Soundsystem. Die Kopfeinheit verfügt über integrierte Lautsprecher, man kann aber auch die seitlich angebrachten Kopfhörer verwenden. Warum man die Kabel dafür nicht im Gestell untergebracht hat, sondern seitlich baumeln lässt, kann ich mir leider nicht erklären. Naja, man selbst sieht sie ja nicht und schöner wird man durch das Tragen eines solchen Headsets so oder so nicht.

Acer Mixed Reality Headset OJO 500 ausprobiert

Weitere Details und Bilder vom OJO 500 gibt’s in unserer Newsmeldung.

Deutlich besserer Komfort, bessere individuelle Anpassung an Kopfumfang und Augenabstand, dazu integrierter Sound – Acer hat seinem zweiten Windows Mixed Reality Headset sinnvolle Verbesserungen spendiert. Ich bin gespannt, was die anderen Hersteller machen – Dell wird in diesem Jahr kein neues Modell auf den Markt bringen, Samsung scheint kurz vor der Präsentation seines neuen Headsets zu stehen, von dem wir aber nicht wissen, ob es auf den deutschen Markt kommt.

Die Nachfrage nach den Mixed Reality Headsets wird auch in diesem Herbst ganz sicher nicht durch die Decke gehen, wenn Acer als einziger Anbieter ein neues Modell am Start hat, dürfte ihnen aber zumindest ein größeres Stück vom kleinen Kuchen sicher sein.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Anzeige