Ausführlicher Vergleich zwischen Surface Pro 6 und iPad Pro 10,5

Ausführlicher Vergleich zwischen Surface Pro 6 und iPad Pro 10,5

Ich persönlich nutze seit relativ genau einem Jahr das iPad Pro 10,5 in meinem Alltag, aber vor allem in der Berufsschule und zugleich in der FOS. Als ich zusammen mit Martin auf dem „Surface-Event“ in München war, kam mir der Gedanke, einen Vergleich zwischen dem Surface Pro 6 und iPad Pro zu machen. Zum Test nutze ich jedoch nicht das neueste iPad Pro, sondern das Vorgängermodell aus dem letzten Jahr. In der Software gibt es kaum Unterschiede zwischen beiden iPads. Von Außen hat sich jedoch viel getan und auch neue und verbesserte Funktionen gibt es beim neusten iPad Pro. Mein Vergleich bezieht sich aber hauptsächlich auf das Surface Pro 6 und das iPad Pro aus dem letzen Jahr. Dennoch möchte ich hin und wieder ein paar Einwürfe vom neuen iPad einwerfen.

Technische Details

Tastaturen

Hierbei muss man insgesamt vier Tastaturen unterscheiden, denn es gibt sowohl die Bildschirmtastaturen, als auch die optional erhältlichen physischen Tastaturen. Zum Test verwende ich das offizielle Apple Smart Keyboard für das iPad Pro und das Type-Cover von Microsoft für das Surface Pro.

Bildschirmtastaturen:

Das Surface Pro 6 verfügt insgesamt über fünf verschiedene Möglichkeiten, die Bildschirmtastatur darzustellen. Dabei kann die Tastatur entweder fest im unteren Bereich des Displays sitzen, oder aber auch frei bewegt werden. Optisch ähneln sich die Bildschirmtastaturen der Hardware-Tastatur, lediglich manche Funktionen sind hier eingeschränkt verfügbar. So gibt es bspw. keine Windows-Taste. Auch die Funktionstasten (Licht, Lautstärke, Entf) sind nicht enthalten – braucht man an dieser Stelle vermutlich auch eher selten. Dafür gibt es aber eine „Power-User-Tastatur“, in der auch die Windows-Taste und die Funktions-Tasten enthalten sind.

 

iPad Pro:
Wer die Tastatur am iPhone kennt, kennt auch die Bildschirmtastatur auf dem iPad. Sie sehen sich nicht nur ähnlich, sie sind die selben. Liegt natürlich auch daran, dass beide mobilen Geräte mit dem gleichen Betriebssystem laufen. Auch hier gibt es Möglichkeiten, das Tastatur-Layout zu ändern. Es aber nur zwei Optionen: entweder man nutzt die Standard-Tastatur oder (wie bei Windows) die geteilte Tastatur, bei der sich die Tastatur in der Mitte jeweils spaltet und die Tasten an die linke und rechte Seite wandert. Bei beiden Möglichkeiten kann die Bildschirmtastatur fest im unteren Bildschirmbereich sitzen oder aber auch frei bewegt werden.

 

Hardware-Tastaturen:

Wer mehr als nur ein paar Sätze schreibt, wird sich sicherlich die dazugehörigen Hardware-Tastaturen dazu kaufen. Kommen wir also zu den jeweils originalen Hardware-Tastaturen der beiden Geräte:

Surface Pro 6:
Im Vergleich zum Smart Keyboard des iPad Pros merkt man sofort, dass das Type Cover größer ist und auch größere Tasten hat. Das ist natürlich auch irgendwo nachvollziehbar, denn das Surface Pro 6 hat immerhin 12,3 Zoll, wohingegen das iPad Pro nur 10,5 Zoll hat. Da ist natürlich auch viel mehr Spielraum in der Gestaltung der Tastatur drin. Ebenso hat das Type Cover noch ein Touchpad integriert.

Mit dem Type Cover des Surface Pro 6 lässt es sich super schreiben. Ich bekomme keine Verkrampfungen beim Tippen und es lässt sich schnell und sicher tippen. Dank des gewohnten Windows-Layouts findet man sich auch sehr schnell zurecht. Die Autokorrektur gibt es hierzulande leider nur für die Bildschirmtastatur – für die Hardware-Tastatur noch nicht. Das kann sich vielleicht aber bald ändern, denn in den Einstellungen gibt es bereits die Möglichkeit Wortvorschläge in der Sprache Englisch (USA) anzeigen zu lassen (siehe Bilder). Komischerweise hat nach dem Umstellen auf die englische Sprache der Wortvorschlag auch auf Deutsch funktioniert. Bei erneutem Umstellen der Sprache war die Funktion dann wieder weg.

 

iPad Pro:
Das Smart Keyboard ist etwas klein, es schreibt sich jedoch im Allgemeinen recht gut und schnell. Das Einzige was ein bisschen stört, sind die kleinen Tasten und somit auch die allgemein kleinere Tastatur. Mit meinen großen Fingern bekomme ich bereits nach ein paar Zeilen leichte Verkrampfungen im Handgelenk. Was ich jedoch super finde, ist die automatische Korrektur vom iPad. Diese ist sozusagen knapp oberhalb der Tastatur im Display integriert und somit nur wenige cm von den tippenden Fingern entfernt. Wird ein Wort falsch geschrieben, korrigiert das iPad dieses sofort. Ebenso gibt es eine Funktion, die die nächsten Wörter vorschlägt. Das funktioniert sowohl unter Verwendung der Bildschirmtastatur, als auch mit dem Smart Keyboard.

 

Stifteingabe

Steve Jobs war der Meinung, dass Apple sowas wie einen Stift nicht bräuchte. Einige mussten schmunzeln, als Apple im Jahr 2015 das iPad Pro samt Apple Pencil vorstellte. Man war sich in der Windows-Community sicher, dass der Apple Pencil nicht an den Surface Pencil herankommen wird.

Surface Pen:

Der Surface Pen ist im direkten Vergleich zum Apple Pencil etwas dicker. Er liegt auch gefühlt besser in der Hand. Zum Einen wegen der Dicke, zum Anderen, weil er nicht, wie der Apple Pencil, versucht nach hinten zu kippen. Das liegt auch daran, dass der Surface Pen etwas kürzer ist als der Apple Pencil.

Die Stifteingabe auf dem „digitalen Papier“ sieht im Vergleich zum „echten Schreiben“ sehr ähnlich aus. Was man aber unterscheiden kann, ist das Schreibgefühl, also wie fühlt sich der Stift an, wenn man auf dem Tablet damit zeichnet oder etwas handschriftlich niederschreibt.

 

Mir ist während meines Tests immer wieder aufgefallen, dass der Surface Pen einen Cursor auf dem Display anzeigt, sobald man sich dem Display mit dem Pen nähert. Diese Option ist standardmäßig in den Einstellungen eingeschaltet, lässt sich aber auch deaktivieren. Das habe ich gemacht, denn mit Cursor hat das für mich weniger etwas mit „Natürlichem Schreiben wie auf Papier“, so wie Microsoft den Surface Pen bewirbt, zu tun. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass der Surface Pen während des Schreibens wegen seiner Gummi-Spitze immer ein bisschen abbremst. Der Apple Pencil hat hingegen eine Hartgummi/Plastik-Spitze und rutscht förmlich über das Display. Das ist aber wohl lediglich Gewohnheitssache. Ich persönlich kann mit dem Apple Pencil schöner schreiben, als mit dem Surface Pen.

Der Surface Pen hat jedoch noch zwei interessante Punkte, die der Apple Pencil nicht bieten kann. Möchte man mit dem Surface Pen radieren, dreht man ihn einfach um und man hat einen Radiergummi in der Hand. Das „gummi“ soll hervorgehoben werden, da der hintere Teil des Pens auch wirklich aus Gummi besteht. Aber keine Angst, im Vergleich zu herkömmlichen Radiergummis, verschleißt der vom Surface Pen nicht. Beim Apple Pencil muss dafür auf einen „Software-Radiergummi“ zurückgegriffen werden, sprich er muss in der jeweiligen App vor der Verwendung immer erst ausgewählt werden.

Der andere Punkt bezieht sich auf die Kreativität bzw. auf das Zubehör für den Surface Pen. Ist jemand (wie ich) von der beschriebenen Gummi-Spitze des Surface Pens nicht begeistert, kann man sich für 19,99 Euro weitere Stiftspitzen kaufen. Darin enthalten sind drei Spitzen. Eine davon soll sehr reibungsarm sein und das Schreibgefühl soll wie mit einem Stift mit feiner Mine vergleichbar sein. Für den Apple Pencil gibt es hier lediglich Ersatzspitzen.

Der Apple Pencil lässt sich leider direkt am iPad nicht verstauen. Der Surface Pen kann das besser – er kann magnetisch an der Seite des Surface einfach angebracht werden und hält dort auch sehr zuverlässig. Um auch den Apple Pencil sicher zu transportieren und ihn unterwegs nicht zu verlieren, gibt es eine separate Hülle zu Apple-Preisen. Oder man greift, wie ich, zu günstigeren Alternativen (siehe Bilder). Beim neusten iPad Pro hat sich Apple aber ein besseres Konzept überlegt. Dort kann der neue Apple Pencil genauso wie der Surface Pen beim Surface Pro magnetisch angebracht werden und wird dabei zusätzlich geladen. Die Kappe am alten Apple Pencil fliegt beim Neuen ganz weg – somit auch ein Teil weniger zu verlieren.

 

Was ich beim Apple Pencil dafür etwas besser gelungen finde, ist die Aufladefunktion des Stiftes. Zieht man die Kappe des Apple Pencil ab, kommt ein Lightning-Anschluss zum Vorschein. Somit kann man entweder direkt am iPad oder mit Hilfe des mitgelieferten Adapters über das Lightning-Kabel aufladen. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ich bin in der Schule und mein Apple Pencil schreibt plötzlich nicht mehr, weil ich am Abend vergessen habe, ihn aufzuladen oder ihn bereits seit mehreren Tagen nicht mehr genutzt habe. Ich kann dann also am iPad andocken und ihn dort für ein paar Minuten hängen lassen. Der Ladevorgang geht auch recht schnell und teilweise reichen auch nur kurze Momente und der Stift ist für den Rest der Schulstunde ausreichend geladen. Im Surface Pen sorgt eine AAAA-Batterie für die Stromversorgung. Fällt diese aus, kann ich nicht so leicht am Surface wieder aufladen – man braucht also eine neue Batterie. Sicherlich kann man immer eine Notfall-Batterie mit sich mitschleppen, finde ich jedoch nicht sehr komfortabel. Das Surface gibt einem aber immerhin Bescheid, sobald die Batterie zu schwach wird. Man kann also auch hier noch rechtzeitig handeln.

 

Kameras

In der Schule bekommt man oftmals Arbeitsblätter in Papierformat. Um diese zu digitalisieren, kann man bspw. die App Office Lens (für Windows, iOS und Android verfügbar) benutzen, um das Papier zu digitalisieren. Hierbei spielt dann natürlich auch die Auflösung der Kamera eine große Rolle. In der Tabelle weiter oben sieht man schon, dass das iPad mit einer besseren Kamera ausgestattet ist. Doch wie sich diese im Vergleich mit dem Surface schlägt, zeigt folgender Vergleich:

 

Da die Lichtverhältnisse nicht immer gleich sind und ich alleine durch die Benutzung von Office Lens auch leider keine OCR (Automatische Texterkennung) erhalte, nutze ich zusätzlich die App „Scanner Pro„. Diese ist kostenpflichtig, es gibt aber sozusagen auch eine Lite-Version, die kostenlos angeboten wird (siehe Ende des Artikels). Ich habe die beiden Bilder gepackt und in die Scanner-Pro-App eingefügt und den Text erkennen lassen. Zudem werden die gelblichen und störenden Farben auf dem abfotografierten Blatt entfernt. Das Ergebnis sieht dann so aus:

 

Was mich bei der Benutzung der Kamera des Surface sehr gestört hat (zumindest beim „Einscannen“ von Dokumenten), ist die mittig sitzende Hauptkamera. Genau auf der Höhe der Kamera, habe ich normalerweise meine Hand zum Festhalten des Tablets. Somit wird die Kamera jedoch verdeckt. Da musste ich mich erst etwas umgewöhnen. Das iPad hat die Kamera in der oberen linken Ecke (wenn man das Tablet senkrecht vor sich hält) besser verstaut. Ebenso ist das Surface nicht ganz ideal zum Einscannen per Kamera gedacht, sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden. Das Surface hat leider keinen Blitz und kann somit nicht selbstständig das Dokument ausleuchten. Das iPad hingegen hat einen sehr guten und hellen Blitz.

Nach zufriedenstellenden Ergebnissen, lässt sich das eingescannte Dokument nun bspw. in OneNote einfügen und bearbeiten. Ich persönlich greife jedoch hier auf die App „PDF Expert“ aus dem App Store zu. Diese ist ebenfalls kostenpflichtig, funktioniert jedoch hervorragend. Auch hier gibt es eine kostenlose Lite-Version. Mehr dazu dann aber bald ein einem separaten Artikel.

 

Display und Anschlüsse

Den größten Platz der beiden Tablets nimmt das Display ein – damit beschäftigen wir uns als Nächstes. Aber auch die Anschlüsse sollten nicht vergessen werden.

Mein iPad Pro mit 10,5 Zoll ist selbstverständlich kleiner als das Surface Pro mit seinen 12,3 Zoll. Es gibt jedoch eine zweite Größe des iPad Pro, die dann sogar 12,9 Zoll beträgt. In diesem Vergleich hat das Surface eine höhere Auflösung des Displays und auch die Pixeldichte ist hier mit 267ppi minimal besser. Im Alltag fällt dies jedoch überhaupt nicht auf. Beide Displays sind sehr scharf und man bekommt bei keinen „Augenkrebs“, wie man umgangssprachlich sagen würde. Beide Displays fühlen sich hochwertig an, wobei mir das Display beim Surface etwas günstiger in der Verarbeitung vorkommt.

 

Displayneigung

Der Vorteil am Surface Pro ist die variable Neigung des Displays. Egal ob man im Zug sitzt, in der Schule oder auf dem Schreibtisch arbeitet, die Display-Neigung kann man individuell, dank des Standfußes, anpassen. Das iPad kann „alleine“, ganz ohne Hilfsmittel nicht stehen. Dazu ist entweder eine Hülle eines Drittanbieters nötig oder das originale Apple Smart Cover. Hierbei gibt es jedoch einen erheblichen Nachteil, denn es gibt nur zwei verschiedene Neigungen, in das das Display des iPads gebracht werden kann.

 

Anschlüsse

Das Surface kann mit einem vollwertigen USB -Type-A und einem Mini-DisplayPort überzeugen. Des Weiteren gibts noch einen microSDXC-Kartenleser z.B. zur einfachen Speichererweiterung, sowie einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Der Surface Connector ist mit älteren Zubehörteilen kompatibel. Das iPad hingegen kann nur einen Lightning-Anschluss, ebenfalls einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss und einem Smart Connector für das Smart Keyboard bieten. Beim neuen iPad Pro fällt übrigens der Kopfhöreranschluss weg und statt dem Lightning- gibts es einen USB-C-Anschluss. Ob man die „Vielfalt“ an Anschlüssen überhaupt braucht, das klären wir im nächsten Abschnitt, doch zuerst noch ein paar Bilder zu den Anschlüssen:

 

OneNote und Windows vs. iOS

Das große KO-Kriterium für die Entscheidung für das jeweilige Gerät, ist wohl das Betriebssystem. Im Duell stehen sich hier Windows 10 und iOS gegenüber. Daraus lässt sich auch folgern, dass wohl das App-Angebot im Store bzw. die Möglichkeit Programme zu installieren, eine große Rolle spielen. Doch schauen wir uns zuerst eine ganz spezielle Software an, die auf beiden Plattformen als App vertreten ist – OneNote:

OneNote

Die OneNote-App unter iOS bietet auf den ersten Blick nicht viel mehr als die Windows App. Doch teilweise fehlen der iOS-Version tolle Features. Eines davon wäre z.B. die Lineal-Funktion, die man auch aus Windows Ink kennt. Beim iPad muss man, um eine gerade Linie ziehen zu können, entweder Fingerspitzengefühl haben oder ein handelsübliches Geodreieck anlegen ( – gut, dass ich eine Schutzfolie auf dem iPad drauf habe).

OneNote auf dem iPad

OneNote auf dem iPad

Des Weiteren fehlen der iOS-Version die Funktionen Recherche, Mathematik, Aufkleber und Besprechungsdetails. Vor allem die ersten Beiden Funktionen stechen hier für mich besonders heraus. Sie sind sehr nützlich und hilfreich und können für einen fließenden Arbeitsvorgang sorgen.

OneNote auf dem Surface Pro 6

OneNote auf dem Surface Pro 6

Windows vs. iOS

Ich denke, die meisten von euch kennen Windows und wissen, wie es aussieht. Dennoch habe ich hier zum Vergleich ein paar Bilder eingefügt, wie es denn zum Einen auf Windows und zum Anderen unter iOS aussieht. Dabei spielen erst einmal der Desktop, Einstellungen, Dateiverwaltung und der jeweilige Store eine große Rolle. Lasst die Bilder einfach mal auf euch wirken und entscheidet, welches Betriebssystem euch optisch besser gefällt. Lasst uns Eure Meinung gerne in den Kommentaren wissen!

Jetzt kommen wir auch nochmal auf die Anschlüsse zurück. Sicherlich ist es komfortabel, seine Daten vom USB-Stick auf den Computer zu schieben. Doch heutzutage, wo die Cloud (egal ob jetzt OneDrive oder iCloud) so stark vertreten ist, braucht man nicht zwingend einen USB-Anschluss. Vieles läuft bei mir kurzerhand über die Cloud. Falls ich manche Daten auf dem iPad nicht verarbeiten kann, dann muss ich auf mein MacBook zurückgreifen. Auf dieses kann ich meine Daten entweder per Cloud oder per AirDrop übertragen. Der Wechsel zwischen den Geräten passiert mir natürlich beim Surface nicht, denn das ist ja sozusagen schon ein vollwertiger PC.

Auf den „vollwertigen PC“ kann ich dann all meine Windows Programme aufspielen und habe eine große Auswahl. Das Surface kann aber auch anders und will sich auch als Tablet nicht geschlagen geben. Doch wie ich finde, gelingt das nicht immer. Es fühlt sich einfach immer noch nach dem Windows an, was es vorher auch schon war – auch wenn ich im Tabletmodus bin. All die Altlasten von Windows werden dabei ja nicht abgeschaltet, sie kommen eben nur nicht mehr zum Vorschein. „Tablet sein“ kann das iPad hingegen perfekt – ist auch kein Wunder, es ist ja auch eines. Es kann dafür nicht alle Aufgaben erledigen und ist auf Apps, die aus dem App Store kommen, eingeschränkt. Die Apps auf dem iPad sind dafür sehr hochwertig und es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten.

 

Akkulaufzeiten

Wichtig ist natürlich auch die Akkulaufzeit der Geräte. Schließlich möchte man nicht ständig neben der Steckdose im Unterricht sitzen müssen und sein Gerät aufladen oder eine PowerBank mit sich rumschleppen. Im Überblick über die technischen Details konnte man bereits erkennen, dass das Surface theoretisch 3,5h länger durchhält als das iPad. Hier könnte man natürlich die unterschiedlichen Testverfahren der Hersteller bestreiten, doch im Wesentlichen zählt die praktische Erfahrung und der Anwendungsbereich.

Mit dem iPad komme ich im Schulalltag mit Vorbereitung und Nachbereitung der Unterrichtsstunden auf etwa zwei Tage Akkulaufzeit. Dies lässt sich unter iOS auch sehr gut nachvollziehen, denn dafür gibt es seit iOS 12 eine anschauliche Darstellung der Batterienutzung und der Bildschirmzeit:

 

Beim Surface Pro 6 kam ich auch sehr gut mit der Akkulaufzeit zurecht. Auch damit kommt man locker über die zwei Tage Nutzung und darüber hinweg. Hier kommt es aber sehr stark darauf an, welche Programme man benutzt. Auf dem iPad gibt es nicht so viele Möglichkeiten, eine leistungshungrige App zu nutzen, bis auf manche Spiele. Unter Windows lassen sich aber bspw. auch Bild- und Videobearbeitungsprogramme benutzen, die dann auch gerne mal etwas mehr Akku ziehen. Bei Windows 10 gibt es eine ähnliche Darstellung der Batterienutzung leider nicht. Dafür gibt es aber eine Übersicht der Apps, die sich auf die Akkulaufzeit auswirken:

 

Tipp: Ich persönlich nehme trotz der guten Akkulaufzeit meines iPads immer eine PowerBank mit. Man weiß ja nie…Ebenso fühlen sich die verbauten Lithium-Ionen bei einer Ladung zwischen 10-90% am Wohlsten und haben somit eine längere Lebenserwartung

 

Fazit

Wenn ich jemanden einen Rat geben sollte, zu welchem Gerät er denn greifen sollte, gebe ich ihm keine direkte Antwort darauf. Jeder sollte für sich individuell entscheiden, was besser für ihn ist. Dafür würde ich mir die Fragen „Was brauche ich?“ und „Wofür brauche ich es?“ stellen. Zudem sollte man sich Gedanken machen, ob man mehr im Microsoft- oder im Apple-Lager ist. Hierbei muss man aber auch aufpassen, denn es gibt natürlich auch auf dem iPad bspw. die Office-Apps, und die reichen für die meisten Aufgaben aus.

Hat man bereits ein iPhone, ist die Frage natürlich etwas schwierig. Es gibt ja eine Integration vom iPhone in den neusten Windows-10-Versionen. Ist man Android-Besitzer, ist die Integration ins Windows-System nochmals etwas ausgereifter. Besitzt man aber jedoch schon ein MacBook, wird die Wahl wohl eher auf das iPad fallen, als auf das Surface.

Ich hoffe ich konnte Euch ein bisschen beraten und dem einen oder anderen Punkt auch einen Einblick in die iOS-Welt ermöglichen. Wenn Ihr Fragen zum Surface Pro 6 oder zum iPad habt, dann zögert nicht und schreibt Eure Frage entweder unter die Kommentare oder per Mail an [email protected]

Apps

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Über den Autor
Manuel Blaschke
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Neben den Microsoft-Dienstleistungen und der Surface-Hardware fühle ich mich auch im Apple-Ökosystem Zuhause. Für mich ist es wichtig eine gute Balance zwischen Apple und Microsoft zu finden. So entstand dann vor einiger Zeit auch die iOS Rundschau.
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