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Ausprobiert: Honor MagicBook 15 mit Intel-CPU

Ausprobiert: Honor MagicBook 15 mit Intel-CPU

Seit einiger Zeit bin ich ein großer Freund der MagicBook-Serie von Honor. Die ehemalige Huawei-Tochter verkauft exakt die gleiche Hardware, die bei Huawei als „MateBook“ firmiert und häufig deutlich teurer ist.

Nachdem das MagicBook 14 und 15  im letzten Jahr mit AMD-CPUs verkauft wurden, kommen in der 2021er Version Intel-Chips zum Einsatz, ansonsten hat sich nichts verändert. Das ist einer der Gründe, warum ich dem MagicBook 15 keine Empfehlung aussprechen kann.

Das mag auf den ersten Blick verwunderlich sein, denn das MagicBook 14 hatte ich in den höchsten Tönen gelobt, siehe hier: Ein Monat mit dem Honor MagicBook 14: Mehr Notebook fürs Geld geht nicht.

Man könnte meinen, das MagicBook 15 sei die etwas größere Version davon, das stimmt allerdings nicht. Dazu gleich mehr, zunächst wie üblich der Steckbrief des Testgeräts:

Honor MagicBook 15 (2021) – Technische Daten

  • 15 Zoll FullHD Display, matt und entspiegelt, ohne Touch
  • Intel Core i5-1135G7
  • 16 GB RAM
  • 512 GB PCIe NVMe SSD
  • Intel Iris Xe Grafik
  • 2 x Type A (3.0/2.0)
  • 1 x USB-C 3.1
  • 1x HDMI
  • 1x 3,5mm Audio
  • Wifi 6, Bluetooth 5.1
  • Fingerprint-Reader (im Einschaltknopf)
  • 720p Webcam
  • Akku: 42 Wh
  • angegebene Laufzeit: 9,5 Stunden
  • Maße: 357,8×229,9×16,9mm
  • Gewicht 1,56 kg
  • Preis ca. 949 Euro

Honor MagicBook 15

(Die Fotos in diesem Beitrag zeigen das MagicBook 15 von 2020, daher auch der AMD-Sticker. Das 2021er Modell ist wie gesagt identisch).

Grundsätzlich treffen viele der Eigenschaften des MagicBook 14, die ihr im oben verlinkten Bericht nachlesen könnt, auch auf das MagicBook 15 zu. Es ist prima verarbeitet, macht einen wertige Eindruck und an der Alltagsperformance gibt es nicht das Geringste auszusetzen.

Dass im MagicBook 15 ein etwas schwächeres Display steckt, ist ein Umstand, den man noch verschmerzen kann, es fällt auch nur auf, wenn man beide Geräte direkt nebeneinander stellt.

Die Tastatur ist ebenfalls sehr gut, es leuchtet mir allerdings nicht ein, warum man beim MagicBook 15 im Vergleich zur 14er-Variante und zum MagicBook Pro andere Tastenkappen verwendet, die sich weniger wertig anfühlen. Außerdem hat man beim MagicBook 15 auf eine Tastenbeleuchtung verzichtet.

Honor MagicBook 15

Leider steckt die Webcam auch im 2021er Modell immer noch in der Tastatur zwischen den Tasten F6 und F7 und liefert weiterhin die unbrauchbare Froschperspektive, die man keinem Konferenzpartner zumuten möchte. Das mag im letzten Jahr noch teilweise entschuldbar gewesen sein, inzwischen sind Webcams aber zu einem derart wichtigen Ausstattungsmerkmal geworden, dass alleine diese Eigenschaft viele Interessenten abschreckt.

Was dem Honor MagicBook 15 im Jahr 2021 endgültig das Genick bricht, ist der Preis. Im letzten Jahr war es mit AMD-CPU für unter 600 Euro zu haben, die Intel-Version kostet stolze 350 Euro mehr. RAM und SSD-Kapazität wurden ebenfalls verdoppelt, das muss man fairerweise erwähnen, das Gerät ist zu diesem Preis aber schlicht kein guter Deal. Das kürzlich getestete HP Pavilion x360 kostet 150 Euro weniger und ist in beinahe allen Belangen überlegen.

Honor MagicBook 15

Fazit: Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Das Honor MagicBook 15 bekommt keine Empfehlung von mir, hier passt einfach zuviel nicht zusammen.

Disclaimer: Das Testgerät wurde mir von Honor leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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