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Ausprobiert: Microsoft Bluetooth Keyboard

Ausprobiert: Microsoft Bluetooth Keyboard

Von Microsoft gibt seit Kurzem zwei neue Tastaturen. Das Microsoft Bluetooth Keyboard und das Microsoft Ergonomic Keyboard. Das Letztgenannte werde ich nicht testen, weil ich mit derartigen Tastaturen nicht kompatibel bin. Das Bluetooth Keyboard aber habe ich mir näher angeschaut.

Meine Erwartungen waren hoch und bescheiden zugleich. Das Microsoft Surface Keyboard war lange Zeit meine Lieblingstastatur, ehe es kürzlich von der Logitech MX Keys verdrängt wurde. Ich wusste also, dass Microsoft richtig gute Tastaturen bauen kann. Gemessen an den Preisen, die man ansonsten für Microsoft-Hardware bezahlt, kam mir die UVP von 59,99 Euro für das neue Bluetooth-Keyboard allerdings schon fast verdächtig gering vor.

Ich machte mich also direkt nach dem Auspacken auf die Suche nach dem Pferdefuß und wurde sofort fündig: Die Tastatur ist komplett aus Kunststoff gefertigt und wirkt daher bei Weitem nicht so hochwertig wie beispielsweise das Surface Keyboard. Nicht billig, aber eben auch nicht premium, sondern schlicht und einfach Mittelklasse.

Dank der insgesamt sechs Gumminoppen an der Unterseite verrutscht die Tastatur aber trotz ihres geringen Gewichts nicht, sondern bleibt beim Schreiben an Ort und Stelle.

Microsoft Bluetooth Keyboard

Kommen wir damit direkt zum Schreibgefühl. Der Tastenhub ist beim neuen Bluetooth Keyboard ein wenig länger als beim Surface Keyboard und der Druckpunkt ist etwas weicher. Da der Widerstand gleichzeitig ein bisschen größer ist, ist das Tippen ein klein wenig anstrengender und es fühlt sich schwammiger an. Das klingt jetzt allerdings negativer als es gemeint ist, irgendwo muss sich der halbe Preis ja schließlich bemerkbar machen. Mit entsprechender Eingewöhnung tippt es sich auf dem Microsoft Bluetooth-Keyboard jedenfalls prima.

Es ist ja auch immer eine Frage der Gewöhnung und der persönlichen Vorlieben, ein längerer Tastenhub oder ein etwas stärkerer Widerstand werden von manchen Nutzern vielleicht sogar als angenehm empfunden. Wer ein Lenovo Thinkpad nutzt, wird sich mit dem Microsoft Bluetooth Keyboard sehr viel besser und schneller zurechtfinden.

Microsoft Bluetooth Keyboard

Die Tastatur liegt flach auf dem Tisch und kann nicht hochgestellt werden. Die leicht ansteigende Form gleicht das zwar teilweise aus, insgesamt ist die Lage aber insgesamt einfach zu flach. Auch das ist natürlich wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die ansonsten üblichen kleinen Aufsteller an der Unterseite hätten jedenfalls nicht geschadet.

Microsoft Bluetooth Keyboard

Die Besonderheit an den neuen Tastaturen sind die Emoji- und Office-Tasten. Wie letztere funktioniert, habe ich in diesem Beitrag schon näher erläutert: Die Funktion der Office-Taste auf den neuen Microsoft-Tastaturen. Wenn man sich daran gewöhnt hat, sie zu benutzen, ist sie durchaus praktisch, letztendlich erfüllt diese Taste aber natürlich auch einen Werbezweck.

Die Verbindung zum PC oder anderen Geräten erfolgt via Bluetooth, betrieben wird das Microsoft Bluetooth Keyboard mit 2 AAA-Batterien, die mit in der Schachtel liegen. Sie sollen bis zu drei Jahre halten, so lange wollte ich aber mit meinem Artikel nicht warten, also müssen wir das ungeprüft so stehen lassen. Eine Tastenbeleuchtung gibt’s nicht, was bei nicht optimalen Lichtverhältnissen schneller unangenehm wird als beim grauen Surface Keyboard.

Unterm Strich ist das Microsoft Bluetooth Keyboard eine solide Mittelklasse-Tastatur. Die UVP von 59,99 Euro ist zu hoch, die Straßenpreise haben sich aber bereits daran angepasst. Bei Amazon ist die Tastatur beispielsweise für 44,99 Euro zu haben, dieser Preis ist realistisch.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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