Back to Xbox – Microsoft drückt den großen Reset-Knopf
Als Asha Sharma die Nachfolge von Phil Spencer antrat, verkündete sie sofort ihr Motto: Back to Xbox. Und das geschieht jetzt auch wortwörtlich. „Microsoft Gaming“ ist Geschichte. Die Spielesparte der Redmonder heißt künftig wieder schlicht Xbox.
Ein Rundschreiben an alle Mitarbeiter ist mit „Wir sind Xbox“ überschrieben. Nach ein paar warmen Worten der Einleitung geht Sharma sofort ins Eingemachte: „Wir haben Arbeit – denn die Spieler sind frustriert“.
Es gibt zu wenig und zu selten neue Features für die Konsole. Das Xbox-Ökosystem auf dem PC ist nicht gut genug. Alles wird zu teuer. Viele Funktionen wie Suche, soziale Integration oder Personalisierung sind nicht gut genug oder zu fragmentiert. Die Entwickler fragen nach besseren Werkzeugen und einer besseren Zusammenarbeit.
In wenigen Sätzen fasst Sharma zusammen, was die Xbox-Community umtreibt. Und das ist beileibe nicht erst seit gestern so. Es scheint, als sei das endlich angekommen.
Während man die „traditionelle“ Xbox-Gemeinschaft wieder zurückgewinnen möchte, geht es auch darum, eine neue Generation von Spielern zu erschließen, die überwiegend online und „an vertrauten Orten“ spielt, womit vorwiegend Smartphones gemeint sein dürften.
Die neue Kennzahl, an der sich Xbox orientieren möchte, sind „täglich aktive Spieler“. Die Konsole soll das Fundament bilden, während die Cloud Spiele überall dorthin bringt, wo die Spieler sind.
Man müsse ehrlich einsehen, wo man stehe, heißt es in dem Statement weiter. Man befinde sich in der Rolle des Herausforderers, und um besser zu werden, benötige man ein Maß an Selbstkritik, welches sich immer ein wenig unbequem anfühlen sollte.
Auf dem Weg in die neue Xbox-Ära will man zunächst Dinge in Ordnung bringen und auch den eigenen Ansatz zum Thema Exklusivität neu bewerten.
Zunächst einmal sind das alles natürlich nur Worte. Man gewinnt allerdings schon den Eindruck, als habe die neue Chefin das Ohr auf die Schiene gelegt und in den ersten Wochen viel Feedback eingesammelt. Jetzt beginnt die Zeit des Lieferns. „Macher statt Manager“ benötige man dafür, heißt es am Ende. Dann mal los.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!


